Unternehmenssteuern – Die Schweiz im Vergleich zum Ausland

Steuererklärung Schweiz

Die Schweiz liegt bezüglich Steuerbelastung für Unternehmen unter dem Durchschnitt.

Für einen Staat ist es extrem wichtig, gegenüber anderen Staaten weltweit bestimmte Vorteile aufzuweisen, insbesondere bezüglich Steuerattraktivität für Unternehmungen. So werden regelmässig Studien durchgeführt, um das Steuersystem im Allgemeinen sowie die Steuerbelastung für Unternehmen international zu vergleichen.

In der neuesten Studie von PwC schnitt die Schweiz überdurchschnittlich gut ab. So liegt die Steuerbelastung für Unternehmen in der Schweiz deutlich unter dem weltweiten sowie europäischen Durchschnitt. In Zahlen bedeutet dies konkret, dass die Steuerbelastung für Unternehmen in der Schweiz bei 28,8% liegt, gleich hoch wie letztes Jahr. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 40,8%. Damit liegt die Schweiz weltweit aktuell auf dem 7. Rang. Günstiger kommt man in Luxemburg (20,8%), Kroatien (20,9%), Dänemark (25,0%) und Irland (26,0%) weg.

Einzig bezüglich Einfachheit des Steuersystems hinkt die Schweiz ein wenig hinterher. Hier liegt die Schweiz im weltweiten Vergleich auf Platz 18. Gründe dafür sind beispielsweise der administrative Aufwand für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer oder die Anzahl Zahlungen die ein Unternehmen tätigen muss. So kann das Ausfüllen der Steuerklärung trotz guter Bewertungen dennoch vereinfacht werden.

Grundsätzlich meinen Experten jedoch, dass die Schweiz auch nach der Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III ein attraktiver Steuerstandort bleiben wird.

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Steuern, Ökonomie und Demokratie

Die Steuererklärung gehört zu einer funktionierenden, glücklichen Demokratie.

Das Ausfüllen der Steuerklärung und vor allem das Bezahlen der Steuerrechnung bereitet vielen Schweizer Bürgern grosse Mühe und in manchen Fällen auch nicht unbedeutende finanzielle Last. Darum stellt sich die Frage: Wer bezahlt schon gerne Steuern? Gemäss gewissen Ökonomen sollte diese Frage gar nicht gestellt werden, denn ohne solides Steuerwesen würde es auch keine Demokratie geben, und ohne Demokratie würde theoretisch auch die Steuertransparenz fehlen.

Gemäss dem britischen Ökonom Tony Atkinson, sind die Steuern das Fundament der Demokratie. Die Idee dahinter wurde bereits 1748 erläutert, in dem Montesquieu im Buch „Vom Geist der Gesetze“ schreibt, dass Steuern höher sein könnten, je freier die Leute sind, und müssten demnach niedriger sein, je unfreier sie seien.

Oftmals stellt sich auch die Frage, ob Steuern nun Fluch oder Segen sind. Gemäss einigen Ökonomen hängt die Zufriedenheit der Steuerzahler mit dem Zusammenspiel der Höhe der Steuern und die vom Staat im Gegenzug dafür erbrachte Leistung. So hat bereits Laffer mit seiner berühmten Laffer-Kurve aufgezeigt, dass Steuern bis zu einem bestimmten Punkt erhöht werden können, aber eben nur so lange die Leute auch bereit sind, für Staatsleistungen zu zahlen. Ab einem gewissen Punkt wird es den Steuernzahler zu viel und sie empfinden die Steuer als konfiskatorisch. So wird geschätzt, dass die Mehrwehrsteuer nicht höher als 15%, die Einkommenssteuer zwischen 35 und 45%, die Erbschaftssteuer zwischen 5 und 10% und die Vermögenssteuer zwischen 0,5 und 1% sein sollte.

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Steuerentlastung für Startups in Zürich

Steuererklärung Schweiz Startups

Jungunternehmer in Zürich werden nun steuerlich entlastet.

Seit einiger Zeit herrschte zwischen Startups und dem Kanton Zürich ein Steuerstreit, weil viele Unternehmensgründer der Meinung waren, dass der Kanton den Startups mit der hohen Steuerbelastung finanzielle Schwierigkeiten bereite und eine Entfaltung der Unternehmung behindere. Für viele Jungunternehmer war vor allem unbefriedigend, dass die Vermögenssteuern für die Aktien oftmals das Basiseinkommen der Unternehmer übersteigt.

Dem ist nun (vorerst) ein Ende gesetzt. Einige Züricher Investoren und Startup-Gründer zahlen nun ab sofort weniger Vermögenssteuern. So wird ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung erleichtert. Dies weil die Finanzdirektion bereits im März  beschlossen hat, Startups in den ersten drei bis fünf Jahren zum bedeutend tieferen Substanzwert zu besteuern und nicht wie bisher nach der Investitionssumme, also Gelder welche die Unternehmen durch Investoren erhalten haben. Zudem hat die Finanzdirektion per sofort einen neuen Beschluss erfasst, wodurch Jungunternehmen so lange günstig besteuert werden, bis sie repräsentative Geschäftsergebnisse vorweisen können. Demnach wird das Kapital von Investoren erst ab diesem Zeitpunkt steuerlich beachtet.

Generell hat der Kanton nun auch eine grundlegende Definition des Startup-Begriffs entwickelt in der es heisst, dass Startups Kapitalgesellschaften mit einem innovativen, oftmals technologiegetriebenen Geschäftsmodell sind und sich noch im Aufbau befinden. So sollen im Kanton Zürich nun mindestens gleich gute Bedingungen wie in anderen Kantonen herrschen.

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Revolutionäre Mikrosteuer – Bald Volksinitiative

Die Mikrosteuer soll das Steuersystem vereinfachen und mehr Geld einbringen.

Die Mikrosteuer soll das Steuersystem vereinfachen und mehr Geld einbringen.

Bezüglich den Steuersystemen gibt es zahlreiche unterschiedliche Meinungen und Vorschläge für Revisionen. So finden Einige, dass das heutige Steuer- und Abgabesystem zu bürokratisch, komplex und somit definitiv revisionsbedürftig sei. Aufgrund dessen wird eine neueste Änderung als Vorschlag in Form einer Volksinitative angekündigt: Die Mikrosteuer. Die Mikrosteuer ist eine automatisch erhobene Steuer auf alle elektronische Transaktionen und soll schrittweise alle Steuern ersetzen. Die soll die Effizienz steigern und ist gemäss Initianten zudem auch zeitgemäss und deutlich einfacher als das jetzige Steuersystem.

So sollen auf sämtlichen elektronischen Zahlungen automatisch 0,2 Prozent Steuern erhoben werden, statt wie jetzt Unternehmen und Haushalte mit Steuern zu belasten. Das soll die Steuereinahmen gemäss Initianten gar erhöhen, da der elektronische Zahlungsverkehr in der Schweiz heute 100’000 Milliarden Franken erreiche und somit Steuereinahmen von über 200 Milliarden daraus resultieren würden, was die heutigen Steuereinahmen bei Weitem übersteigt. So soll nicht mehr die Arbeit und der Lohn besteuert werden, sondern die einzelnen Geldtransaktionen.

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Besteuerung von Wertschriften und Versicherungen

Steuererklärung Schweiz Wertschriften

Wertschriften und Versicherungen müssen versteuert werden.

Beim Ausfüllen der Steuererklärung ist es besonders wichtig alle Vermögenswerte aufzulisten, darunter fallen auch Wertschriften in Form von inländischen und ausländischen Aktien und Obligationen.

Prinzipiell gilt, dass Wertschriften der Vermögenssteuer unterliegen und die daraus resultierenden Erträge steuerpflichtig sind und so versteuert werden müssen, meist in Form der Verrechnungssteuer. Es gilt jedoch, dass so lange Kursgewinne von Aktien und Obligationen sich im Privatbesitz befinden, diese steuerfrei sind. Zinsen auf Sparkonti und Obligationen sowie Dividenzahlungen fallen hingegen unter die Einkommenssteuer. Dabei zählt man zum steuerbaren Einkommen die so genannte Brutto-Dividende dazu – also die Dividende vor Abzug der Verrechnungssteuer.

Der Handel mit den Wertpapieren sowie Versicherungsprämien hingegen werden als vom Bund erhobene Stempelabgabe besteuert. Hier wird zwischen verschiedenen Stempelabgaben unterschieden, so zum Beispiel die Emissionsabgabe (1%) bei Neusausgabe von Wertpapieren oder die Umsatzabgabe (1,5% – 3%). Bei den Versicherungsprämien gilt eine Stempelabgabe über 5% auf Prämienzahlungen der  Haftpflicht, Feuer-, Kasko- und Hausratversicherung. Lebensversicherungen sowie Kranken-, Unfall-, IV- und Arbeitslosenversicherungen sind davon ausgenommen.

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Steuerabzüge – Tipps zum sparen

Steuerabzüge Steuererklärung Schweiz

Mit Steuerabzügen kann sehr viel gespart werden.

Das Ausfüllen der Steuererklärung ist jedes Jahr eine neue Herausforderung. Vor allem steht das Ziel, möglichst viel zu sparen, im Vordergrund. Hier spielen Steuerabzüge die wichtigste Rolle. Doch viele sind bei diesem Thema überfordert. Wenn man jedoch wichtige Tipps befolgt, ist es relativ einfach. Grundsätzlich gibt es kantonale Unterschiede, dennoch gelten für Angestellte generelle Abzüge. Folgende 13 Tipps können als die gängigsten angesehen werden:

1) Arbeitsweg: Die Kosten für den Weg zur Arbeit. In der Regel werden die Kosten für ein ÖV-Abo, Velo,Töffli und auch Auto anerkannt.
2) Verpflegung: Sofern es unmöglich ist, nach Hause zu gehen, kann eine Pauschale abgezogen werden (1’600.- – 3’200.-).
3) Pauschale Berufslagen
4) Sparzinsen und Versicherungsprämien: hier gibt es Höchstgrenzen von 1’700.- bzw. 3’500.-
5) Spenden: Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen
6) Dritte Säule:Einbezahltes Geld mindern ebenfalls die Steuerlast.
7) Einkäufe in die Pensionskasse: Wer Vorsorgelücken verkleinert, kann diese abziehen.
8) Krankheitskosten, die einen bestimmten Teil des Einkommens übersteigen
9) Kreditzinsen: Von Hypotheken und Privatkrediten.
10) Erbwerbstätigkeit beider Ehepartner: hier gilt ein Sonderabzug.
11) Fremdbetreuung von Kindern: Kosten durch Tageskrippen
12) Sozialabzug / Pauschalzug: Abzüge für Kinder und unterstützte Personen (z.B. 6’500.- pro Kind).
13) Alimente und Unterhaltsbeiträge für Ex-Partner und Kinder

Einige dieser Steuerabzüge dürften bekannt sein, andere weniger. Es ist generell immer wichtig, sich gut über mögliche Abzüge zu informieren und diese bei der Steuererklärung auch geltend zu machen.

Mehrwehrtsteuer auf Damenhygieneartikel

Damenhygiene Mehrwehrsteuer Schweiz

In diesen Ländern gibt es so gut wie keine Steuer auf Damenhygieneartikel.

Die Besteuerung von Damenhygieneartikeln, insbesondere Binden und Tampons wurde in letzter Zeit in der Schweizer (Steuer-) Politik, vor allem seitens Schweizer Politikerinnen, häufig diskutiert.

Streitpunkt ist dabei die Mehrwehrsteuer, die bei Damenhygieneartikeln mit 8% höher ist, als bei Lebensmitteln oder gar Viagra (mit 2.5%). Dies gilt bei vielen Politikerinnen als absurd und führt dazu, dass diese Forderungen stellen. So soll auch für Tampons und Binden ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 2.5% gelten, für sogenannte „Güter für den täglichen Bedarf“. Dass viele andere Güter wie Lebensmittel und eben auch Viagra unter diese Kategorie fallen und Damenhygieneartikel nicht, sehen viele weibliche Aktivistinnen als eine Ungerechtigkeit.

Gemäss der Nationalrätin Mattea Meyer (SP) soll sich die Schweiz ein Beispiel an anderen Ländern wie Irland oder Kanada nehmen, wo Tampons und Binden von der Steuer befreit sind.

Höherer Steuerabzug für berufstätige Eltern

Steuerabzug Schweiz

Berufstätige Eltern sollen mehr für die Kinderbetreuung abziehen dürfen.

Steuerabzüge sind ein wichtiger Posten, dem beim Ausfüllen der Steuererklärung grosse Bedeutung zukommt. Vor allem Berufstätige mit Kindern möchten verständlicherweise einsparen wo es geht. So gilt der Abzug für Kinderbetreuung ausser Haus als äusserst relevanter Punkt. Darunter fallen also Kosten für die Betreuung der Kinder in Kinderhorten und ähnliches.

Momentan gilt betreffend des Abzugs für die Betreuungskosten bei der direkten Bundessteuer ein Maximalwert von 10’100 Franken. Der Bundesrat möchte aber nun, dass Eltern in Zukunft deutlich mehr Kosten für eine auswärtige Kinderbetreuung von den Steuern abziehen dürfen. So soll bei der direkten Bundessteuer der maximale Abzugsbetrag mehr als verdoppelt werden und neu 25’000 Franken betragen. So wird bereits eine Vernehmlassungsvorlage geplant. Unbegrenzte Beträge sind jedoch kein Thema.

Auch Kantone sollen höhere Kinderbetreuungsabzüge einführen. So soll es künftig möglich sein, mindestens 10’000 Franken abzuziehen. Im Vergleich: Heute sind es 3’000 bis 19’200.- pro Kind. Einzig im Kanton Uri gilt ein unbegrenzter Abzug.

Die Fachkräfteinitiative gilt als Grundlage des Vorhabens des Bundesrats, weil dieser insbesondere Frauen für eine Erwerbsarbeit motivieren möchte. So können Eltern, die wegen ihrer Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit ihre Kinder (bis 14 Jahre alt) ausser Haus betreuen lassen, einen Abzug geltend machen. Die Gesetzesneuerung hätte gemäss Bundesrat Mindereinnahmen von 10 Mio. auf Bundesebene und rund 25 Mio. bei den Kantonen und Gemeinden zur Folge.

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Flat Rate Tax im Kanton Schwyz gescheitert

Flat Rate Tax abgelehnt

Die Schwyzer wollen keine Flat Rate Tax.

Wie in einem vorherigen Artikel erläutert, ist die Flat Rate Tax ein Steuersystem, welches aus einem Einheitstarif besteht. So würde sämtliches Einkommen, unabhängig von der Höhe, mit einem einheitlichen Prozentsatz versteuert werden. Der Kanton Obwalden hat 2008 als erstes die Flat Rate Tax eingeführt, gefolgt von Uri im Jahr 2009.

Im Kanton Schwyz ist es diesbezüglich zu einer Abstimmung gekommen, weil ein Teil des Parlaments dieses Steuersystem ab 2017 einführen wollte.Dabei wäre ein Steuersatz von 5.1 Prozent geplant gewesen, was den Mittelstand stärker belastet und zu Mehreinnahmen von bis zu 130 Millionen Franken geführt hätte.

Dazu wird es aber nicht kommen. Am Abstimmungssonntag haben mit einer Stimmbeteiligung von 46.2 Prozent 37’055 Personen die Vorlage abgelehnt, nur 9974 haben zugestimmt. Keine einzige Gemeinde hat die Vorlage angenommen. Der Finanzdirektor des Kantons ist vom Ergebnis nicht überrascht. Die FDP sieht die Ablehnung als eine verpasste Chance, da die Mehreinnahmen zur „längst überfälligen“ Sanierung des Staatshaushaltes beigetragen hätte.

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Die Quellensteuer in der Schweiz

Quellensteuer Schweiz

Einkommen ausländischer Arbeitnehmenden unterliegt der Quellensteuer.

Bei der Besteuerung von Steuerpflichtigen und somit auch beim Ausfüllen der Steuererklärung werden viele Faktoren berücksichtigt. So spielt auch die Nationalität, bzw. die Niederlassungsbewilligung eine wichtige Rolle.

Ausländische Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und Niederlassungsbewilligung C deklarieren ihr Einkommen und Vermögen mit der normalen Steuererklärung wie Schweizer Bürger. Ansonsten unterliegen ausländische Personen, die in der Schweiz arbeiten, einer besonderen Besteuerung – nämlich der Quellensteuer. Die Quellensteuer ist eine Steuer, die direkt vom Einkommen abgezogen wird.

Als steuerpflichtig gelten in diesem Fall Personen, die entweder ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben aber die Bewilligung C (noch) nicht besitzen, oder Personen, welche keinen steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben aber hier arbeiten. Letzteres sind meist Grenzgänger, Wochenaufenthalter, Referenten, Sportler, Künstler etc. Die Quellensteuer wird meist direkt durch den Arbeitgeber verrechnet.

Die Quellensteuertarife sind je nach Kanton unterschiedlich. Grundsätzlich ist es aber so, dass wenn das Einkommen eines Quellensteuer-Pflichtigen eine Limite erreicht (in fast allen Kantonen 120’000 Franken), nachträglich eine ordentliche Veranlagung für das gesamte Einkommen und Vermögen durchgeführt wird.

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Die Wehrpflichtersatzabgabe der direkten Bundessteuer

Wehrpflichtersatzabgabe als Steuer

Wer keinen Militär- oder Zivildienst leistet, schuldet eine Abgabe.

Es ist bekannt, dass Schweizer Bürger der Militär-/Wehrpflicht unterstehen oder ansonsten Zivildienst leisten müssen. Das Gesetz sieht zudem vor (BV Art. 59): „Schweizer, die weder Militär- noch Ersatzdienst leisten, schulden eine Abgabe. Diese wird vom Bund erhoben und von den Kantonen verlangt und eingezogen“.

Diese Wehrpflichtersatzabgabe ist im eigentlichen, fiskalischen Sinn keine Steuer, aber gehört als öffentlich-rechtliche Abgabe des Bundes zu der Kategorie der eidgenössischen Steuerverwaltung. Die eigentliche Ersatzpflicht dauert vom 20. bis zum 30., bzw. 34. Altersjahr, wobei bei der Festsetzung der jährlichen Abgabe die Dienste im Zivilschutz angerechnet werden.

Die Höhe der Wehrpflichtersatzabgabe beträgt pro Jahr 3% des steuerbaren Einkommens der direkten Bundessteuer, was beim Ausfüllen der Steuererklärung beachtet  wird. Somit ist dies keine, wie sonst bei der Steuererklärung üblich, progressive Bemessung, sondern eine proportionale. Es besteht jedoch ein Mindestbetrag, der sich auf 400 Franken beläuft. Wer die Ersatzabgabe leistet und den Militär- oder Zivildienst später nachholt, kann den geleisteten Betrag zurückfordern.

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Die internationale Steuerpolitik der Schweiz

Eine gute Internationale Steuerpolitik ist wichtig.

Eine gute Internationale Steuerpolitik ist wichtig.

Beim Ausfüllen der Steuererklärung macht sich der Steuerpflichtige weniger Gedanken über die gesamte Steuerpolitik der Schweiz, sondern vielmehr über die eigene Steuerschuld. Doch das Steuersystem soll nicht nur die Steuerpflicht der einzelnen Bürger koordinieren und überprüfen – die Schweizer Steuerpolitik ist auch ein extrem wichtiger Faktor für die Standortattraktivität des gesamten Landes. Deshalb ist die Schweiz auf eine attraktive Steuerpolitik angewiesen.

Als wichtige Faktoren gelten dabei eine attraktive Unternehmensbesteuerung und Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit den wichtigsten Wirtschaftspartnern. Diese Doppelbesteuerungsabkommen haben zum Ziel, gewisse Hürden im internationalen Wirtschaftsverkehr zu beseitigen. Dabei unterstützt die Schweiz die internationalen Bemühungen für mehr Transparenz bei der Besteuerung multinationaler Konzerne, unter anderem durch die aktuelle Unternehmenssteuerreform III.

Generell nimmt die Anzahl an Steuerthemen international zu, wobei die Schweiz sich an vielen Gremien beteiligt, welche gemeinsam Standards diskutieren und erarbeiten. Vor allem die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) und das Global Forum on Transparency and Exchange of Information spielen eine grosse Rolle. Letzteres überprüft die Einhaltung der OECD-Standards beim Informationsaustausch zwischen den Ländern.

Der Steuer-Informationsaustausch in Form des neuen globalen Standards für den automatischen Informationsaustausch (AIA), hat vor allem im Bezug auf den Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA grosse Aufmerksamkeit erregt. Bis anhin hat die Schweiz mit Australien, der EU, Guernsey, Insel Man, Island, Japan, Jersey, Kanada, Norwegen und Sürdkorea einen Vertrag unterzeichnet.

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