Was Rentner bei der Steuererklärung beachten müssen

Pensioniereung – was nun?

Wer sich pensionieren lässt, hat meist weniger Einkommen. Die Annahme, dadurch sinke die Steuerlast, stimmt häufig nicht. Geht eine steuerpflichtige Person in Pension, bezieht sie ab diesem Zeitpunkt eine Rente oder Pension als Einkommen, das zu versteuern ist. Geht diese Person im Verlaufe des Jahres in Rente, d.h. während der Steuerperiode, dann deklariert sie beim Ausfüllen der Steuererklärung einerseits das Erwerbseinkommen bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses, andererseits die neu ausbezahlte Rente und Pension einer Vorsorgeeinrichtung bis zum 31. Dezember des Steuerjahres.
Renten und Pensionen sind mit dem vollen Betrag zu deklarieren. Für Renten, die nicht zu 100% steuerbar sind, berechnet die Steuerverwaltung den steuerbaren Anteil der Rente von Amtes wegen. Der steuerbare Anteil wird in der Veranlagungsverfügung ausgewiesen. Neu fliessende Renten und Pensionen aus der 2. Säule sind immer zu 100% steuerbar.

Immobilieneigentum – wie muss ich die Steuern aufüllen?

Immobilieneigentum – wie muss ich die Steuern aufüllen?

Wenn man ein Haus oder eine Wohnung gekauft hat, muss man seine Immobilie beim Bund und beim Kanton versteuern. Die theoretische Einnahme der Vermietung der Immobilien ist der sogenannte Eigenmietwert und wird als fiktives Einkommen gehandhabt. Der Eigenmietwert richtet sich in den meisten Kantonen nach der Marktmiete.

Hat man eine Hypothek aufgenommen, um den Erwerb der Immobilie zu finanzieren, kann man die Schuldzinsen von den Steuern abziehen. Beim Ausfüllen der Steuererklärung wird die Hypothekarschuld angegeben und kann je nach Höhe die Steuerrechnung erheblich entlasten. Deshalb macht es von der Seite der Steuerabgabe Sinn, dass die Hypothek möglichst hoch ausfällt. Ein weiterer für Wohneigentumsbesitzer ist es, dass man in der Steuererklärung auch die Unterhaltskosten einbringen kann, und diese so von den Steuern abgezogen werden. Dabei darf man in allen Kantonen jedes Jahr wählen, ob man die effektiven Kosten oder einen Pauschalabzug von der Steuerrechnung abziehen möchte

Immobilien muss man auch als Vermögen versteuern. Der Steuerwert wird von der kantonalen Steuerverwaltung eingeschätzt und beträgt in der Regel 60 bis 90 Prozent des Kaufpreises. Vom steuerbaren Vermögen darf man die Schulden wie zum Beispiel Hypothekarkredite in der Steuererklärung ausfüllen und abziehen. Bei sehr vermögenden Personen fällt der Besitz von Immobilien auch bei der Vermögenssteuer ins Gewicht, sonst sind die Auswirkungen eher gering.

Selbstanzeigen bei Steuerhinterziehung

Steuererklärung Schweiz

Die Anzahl an Selbstanzeigen hat eine Rekordhöhe erreicht.

Im Rahmen des Abkommens zum automatischen Informationsaustausch in Steuerbelangen, können sich zahlreiche kantonale Steuerbhörden über zusätzliche Steuereinnahmen im Wert von vielen 100 Millionen Franken freuen. Grund dafür: viele Steuerpflichtige haben sich zu einer Selbstanzeige entschlossen.

Hat man früher Steuerhinterzieher strafrechtlich streng verfolgt, bieten die Steuerbehörden seit dem Jahre 2010 die Möglichkeit strafloser Selbstanzeigen, wobei Steuerpflichtige selbst ihre „Steuersünden“ den Beamten beichten. So kann jeder Bürger einmalig sein Schwarzgeld bekanntgeben, ohne mit einer Busse rechnen zu müssen. Der entgangene Steuerbetrag sowie die Verzugszinsen müssen jedoch nachträglich entrichtet werden.

Gemäss einer Umfrage bei den Steuerverwaltungen hat die Anzahl von Steueranzeigen markant zugenommen, viele melden für das Jahr 2016 eine Rekordzahl. Und dies auch mit hohen Beträgen: So zahlte beispielsweise eine einzelne Person im Kanton Luzern 4,5 Millionen Franken an Nachsteuern. Im Kanton Genf hat sich die Zahl an Strafanzeigen gar verdoppelt.

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Steuern vom Lohn abziehen und Schulden vermeiden?

Jeder 10. Haushalt hat Steuerschulden. Mit einem Lohnabzug liesse sich dies vermeiden.

Wer seine Steuererklärung ausfüllt, aber die Steuerrechnung nicht bezahlt, hat Steuerschulden. Und das sind in der Schweiz nicht Wenige. Gemäss Sébastien Mercier von der Schuldenberatung Schweiz haben Klienten im Schnitt über 60’000 Franken Schulden. Rund ein Drittel davon sind Steuerschulden.

Entgegen aller Voruteile, sind nicht nur Personen und Haushalte mit tiefem Einkommen von Steuerschulden betroffen. Auch Paare mit einem hohen Einkommen und Steuerschulden von mehr als 100’000 Franken lassen sich beraten. Dennoch gelingt es Besserverdienenden eher, Vereinbarungen mit Steuerämtern zu schliessen. Auch das Bundesamt für Statistik zeigt: Eine von zehn Personen wohnt in einem Haushalt mit Steuerschulden. Oftmals bleiben die Steuern bei Jungen zwischen 18 und 24 Jahren offen. In der Schweiz werden so jedes Jahr im Schnitt rund ein Prozent aller Steuern abgeschrieben, das sind rund 1,3 Milliarden Franken.

In vielen Ländern ist das Steuersystem anders. In den meisten angrenzenden Staaten ziehen die Arbeitgeber die Steuern vom Lohn ab, was in der Schweiz der sogenannten Quellenbesteuerung (Besteuerung z.B. für Ausländer ohne Niederlassungsbewilligung) entspricht. Viele Experten sind der Meinung, dass eine solche Regelung für alle Steuerpflichtigen eine Entlastung wäre.

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Steuererklärung bereits eingereicht?

Ausfüllen der Steuererklärung im Kanton Solothurn

Im Schnitt reicht rund die Hälfte ihre Steuererklärung zu spät ein.

Die offizielle Frist für das Ausfüllen und Einreichen der Steuererklärung ist am 31. März 2017 abgelaufen. Doch füllen alle Steuerpflichtigen die Steuererklärung rechtzeitig aus?

Zahlen der Steuerämter diverser Kantone zeigen: Es gibt Unterschiede. Im Kanton St.Gallen wurde per Ende Frist rund die Hälfte aller Steuererklärungen eingereicht, das enspricht 150’000 Exemplaren. Wiederum die Hälfte davon wurde bereits kontrolliert, bearbeitet und veranlagt. In Graubünden zeigt sich ein ähnliches Bild.

Im Kanton Aargau hingegen hat nicht einmal die Hälfte aller Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung eingereicht. Die Zahlen variieren zwischen 40 und 47 Prozent. Für die Beamten der Steuerbehörden ist dies im Prinzip nichts Negatives. Denn oftmals ist man froh, dass nicht alle Steuererklärungen auf einmal eintreffen. Dennoch ist der administrative Aufwand, der verspätetetes oder Nicht-Eintreffen verursacht, nicht zu unterschätzen. Darum sollte man stets eine Fristverlängerung beantragen. In der Regel verschicken die Steuerämter im Juni die ersten Erinnerungsschreiben und Mahnungen, gefolgt von Bussen, die bis zu 1’000 Franken betragen können. Teilweise erhalten die Steuerämter bis im Herbst noch keine Rückmeldung. In diesem Fall erfolgt eine Einschätzung, die teuer zustehen kommen kann.

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Welche Einkünfte sind steuerbar?

Nebst Abzügen ist es auch wichtig zu wissen, welche Einkünfte man versteuern muss.

EIner der wichtigsten Faktoren beim Ausfüllen der Steuererklärung sind die Abzüge, die man tätigen kann. Doch was ist mit den Einkünften? Nebst den offensichtlichen Einnahmen wie der reguläre Lohn oder Zinsen, gibt es noch diverse weitere Einkünfte, zum Beispiel Sozialhilfegelder. Doch welche muss man versteuern, welche bleiben steuerfrei? Hier einige Beispiele:

Erwerbsersatz: Wenn man in der RS oder im WK ist, muss der Erwerbsersatz im Gegensatz zum Sold als Einkommen versteuert werden.

Feuerwehrdienst: Beim Sold, den man für die Kernaufgaben für die Feuerwehr erhält, gilt ein Freibetrag von 5’000.- bei der direkten Bundessteuer bzw. 8’000.- bei den Staats- und Gemeindesteuern.

Lotteriegwinne: Wenn man im Lotto gewinnt, ist ein Gewinn von bis zu 1’000.- steuerfrei. Vermögenswerte wie z.B. ein Auto sind ebenfalls als Einkommenzu versteuern.

Familien- und Kinderzulagen: Sind als Einkommen zu deklarieren und steuerbar.

Lehrlingslohn: Wenn ein Minderjähriger in die Lehre geht und den Lohn erhält, muss dieser grundsätzlich vom Minderjährigen selbst versteuert werden. In der Regel ist es aber so, dass in der Praxis auf eine Besteuerung des Einkommens verzichtet wird.

Gelegentlicher Nebenwerwerb eines Ehepartners: Sämtliche Einkünfte müssen versteuert werden.

Stipendien: Stipendien müssen nicht versteuert werden, solange diese zusammen mit den übrigen Einnahmen nicht mehr als die Ausbildungskosten und den Lebensunterhalt decken.

Sozialhilfegelder und weitere Leistungen: Unterstützungsleistungen wie Pflegebeiträge, Hilflosenentschädigungen, Ergänzungsleistungen, Beihilfen, Arbeitslosenhilfen und Gemeindezuschüsse an AHV-, IV- und UVG Bezügern sind nicht steuerbar.

Untermiete: Nur wenn die Einanhmen aus einer Untermiete höher sind als der Mietzins aus dem Hauptmietverhältnis, muss dies als Einkommen deklariert werden.

Individuelle Prämienverbilligung: Die IPV gilt nicht als Einmommen, sondern muss bei den geltend gemachten Versicherungsprämien abgezogen werden.

Freiwillige Steuererklärung für Rentner von CVP gefordert

Die CVP fordert eine fakulative Steuererklärung für Rentner.

Beim Ausfüllen der Steuererklärung müssen grundsätzlich jedes Jahr Anpassungen getätigt werden. Dies deshalb, weil es insbesondere bei Erwerbstätigen regelmässig Veränderungen wie beispielsweise eine neue Arbeitsstelle mit neuem Lohn gibt und sich das Einkommen und Vermögen so ändert. Doch dies ist beispielsweise bei Rentnern weniger der Fall. So weisen viele Rentnerinnen und Rentner beständige, gleichbleibende Vermögens- und Einkommensverhältnisse auf.

Aus diesem Grund fordert die CVP die Regierungsräte auf zu prüfen, ob es noch Sinn macht, dass auch Rentner jährlich ihre Steuererklärung  neuausfüllen müssen. Eine Aufhebung dieser Pflicht und die Einführung einer fakultativen Steuererklärung für Rentner würde nicht nur diese administrativ entlasten, sondern auch den Steuerbehörden in Form von Einsparungen und kleinerem Aufwand zu Gute kommen. So soll neu nur dann eine Steuererklärung ausgefüllt und eingereicht werden, wenn sich die Vermögensverhältnisse, zum Beispiel durch einen Lottogewinn, oder das Einkommen durch beruflich Tätigkeiten oder Aktiengewinne verändert haben.

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Steuererklärung – Frist bei Einsprache, Rekurs oder Beschwerde

Bei der Steuererklärung sollten die Fristen zwingend beachtet werden.

Die Zeit des Ausfüllens der Steuererklärung und des Zusammensuchen von Dokumenten und Belegen ist bereits im Vollem Gange. Dabei ist oberstes Gebot: Fristen einhalten. Zum einen ist die Rede von der Einreichefrist, die in der Regel auf Ende März festgelegt ist. Diese kann man grundsätzlich verlängern, solange sie nocht nicht abgelaufen ist. Hingegen wer sich gar nicht meldet, riskiert eine Mahnung bis zu einer Busse. Doch dies ist nur eine der Fristen, welche zwingend beachtet werden müssen. Des Weiteren muss man auch die Frist für eine allfällige Einsprache, Rekurs oder Beschwerde beachten. Eine Nichtbeachtung kann ansonsten sehr teuer werden.

Die Einsprache kommt zum Zuge, wenn die Steuerveranlagung falsch oder man damit nicht zufrieden ist. Hier gilt eine Frist von 30 Tagen.  Die Einsprache ist kostenlos, wobei man einen begründeten, mit Belegen versehenen Antrag mit der gewünschten Anpassung beifügen muss.

Ein Rekurs und Beschwerde werden dann eingereicht, wenn man mit einem Einspracheentscheid nicht einverstanden ist. Auch hier gilt eine 30-tägige Frist. Hier sollte man aber aufpassen: Wer „verliert“, der muss die Gerichtskosten tragen. Daher sollte man genau abwägen, ob sich ein Risiko lohnt.

Des weiteren gibt es die Revision, welche man bei einer definitiv gewordenen Steuerveranlagung verlangen kann. Die Frist beträgt 90 Tage seit Entdecken des Revisionsgrundes und endet spästestens 10 Jahre nach Mitteilung des Entscheids. Revisionen gelten jedoch selten als erfolgreich. Oftmals argumentieren die Steuerbehörden, dass die Revision zu spät kommt und mit einer Einsprache hätte geltend gemacht werden können.

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Unternehmenssteuerreform abgelehnt – Neue Vorlage

Die Vorlage wurde abgelehnt. Nun muss ein neuer Vorschlag her.

Kaum eine Vorlage wurde so viel diskutiert wie die Unternehmenssteuerreform III. Am vergangenen Abstimmungssonntag, dem 12. Februar 2017 hat das Volk entschieden: Die Unternehmenssteuerreform wurde abgelehnt. Dies zur Freude der Linken und Gewerkschaften und gleichzeitgem Unmut der Rechten.

Die Gegner freuen sich, dass gemäss eigenen Aussagen Steuergeschenke für reiche Aktionäre auf Kosten von Bildung, Gesundheit etc. vom Volk nicht akzeptiert werden. Die Befürworter der Reform warnen nun, dass bei den betroffenen Unternehmen nun Rechts- und Planungsunsicherheit besteht. So besteht die Gefahr, dass die Unternehmen abwandern und so Arbeitsplätze verloren gehen.

Beide Parteien sind sich aber einig, dass möglichst rasch eine neue Reformvorlage zur Unternehmensbesteuerung her muss. Bei den Details einer neuen möglichen Steuerreform bestehen jedoch nach wie vor bei den Linken und Rechten grosse Meinungsunterschiede. So fordern Linke beispielsweise eine Gegenfinanzierung von Wirtschaftsträgern. Wie eine neue Vorlage aussehen wird, steht noch offen.

Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III

Die Steuerreform soll nicht über Private finanziert werden.

Die geplante Unternehmenssteuerreform III treibt die hitzigen Diskussionen weiter an. Mit der baldigen Abstimmung am 12. Februar wird das Volk entscheiden, ob die Reform angenommen wird oder nicht. Dabei geht es hauptsächlich um die Abschaffung bisheriger Steuerprivilegien für (ausländische) Unternehmen und die gleichzeitige Schaffung neuer steuerlichen Vergünstigungen. Obwohl die Vorlage bestimmte Massnahmen nennt, ist eine konkrete Umsetzung in den einzelnen Kantonen relativ unklar.

Von den Gegnern der Unternehmenssteuerreform wird befürchtet, dass Unternehmen zu Lasten von Privaten  steuerlich / finanziell entlastet werden. So erwarten Viele Private nach dem Ausfüllen ihrer Steuererklärung eine negative Überraschung, nämlich höhere Steuern. Gemäss dem Präsidenten der Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren haben die Finanzdirektoren aller Kantone zugesichert, dass sie die Kosten der Reform nicht durch höhere Steuerkosten für Privatpersonen ausgleichen werden. Dies scheint für einige Gegner eine Erleichterung zu sein. Nichtsdestotrotz fürchtet man weiter, dass die Ausfälle ansonsten über andere Sparprogramme kompensiert werden.

Debatte um die Unternehmenssteuerreform III

Gegner rechnen bei Annahme der Reform mit Steuereinnahmeausfällen.

Die Unternehmenssteuerreform III, kurz die USR, löst in politischen und wirtschaftlichen Kreisen starke Debatten aus und schlägt somit hohe Wellen. Die vom National- und Ständerat erarbeitete Reform und lancierte Initiative soll das Gesetz der Unternehmensbesteuerung auf den neuesten Stand bringen. Kern der Reform ist die Abschaffung von bestimmten Steuerprivilegien für Unternehmen, nämlich die ermässigte Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften. Dies ist nötig, weil die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die internationalen Steuerbestimmungen verschärft hat. So müssen Firmen künftig Gewinne in denjenigen Land versteuern, in dene sie anfallen und nicht am Unternehmenssitz, der meistens in frei gewählten Steueroasen liegt. Falls die Initiative angenommen wird, müsste vor allem ein bestimmer Wirtschaftszweig mehr Steuern bezahlen, nämlich Handelsgesellschaften. Eine weitere Folge der Initiative wäre der höhere Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer, der von 17 Prozent auf 21,2 steigen würde.

Die Steuerreform wurde erarbeitet, damit die OECD-Bestimmungen erfüllt und auch die meisten Unternehmen nicht stärker besteuert werden.  Gemäss eines Berfüworter-Komitees, würden allein in der Region Basel rund 40’000 Arbeitsplätze davon abhängen. Die politischen Gegner erwarten damit sehr hohe steuerliche Einnahmeausfälle, welche die Bevölkerung ausgleichen muss. Auch viele Kantone befürchten einen massiven Rückgang an Steuereinahmen. Über die Annahme der Unternehmenssteuerreform III wird am 12. Februar 2017 abgestimmt.

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Dolder Besitzer müssen Steuern in Millionenhöhe nachzahlen

Der Besitzer des Zürcher Dolder Hotel soll Steuern in Millionenhöhe nachzahlen.

Steuererklärung ausfüllen aber dennoch Steuern nachzahlen: Wenn etwas bei der Steuererklärung nicht stimmt, müssen in den meisten Fällen Steuern nachgezahlt werden. Dies kann an einem aktuellen Beispiel verdeutlicht werden.

Der Besitzer des berühmten Zürcher Nobelhotel „Dolder“ muss vermutlich Steuern in der Höhe von voraussichtlich 110 Millionen Franken nachzahlen. Dazu kommen wahrscheinlich noch Zinsen, Verfahrenskosten und Hinterziehungsbussen hinzu.

Bereits im Oktober 2015 hat das Steueramt des Kantons Zürich ein Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren eingeleitet. Dabei geht es um die Steuerjahre 2005 bis 2009.  Bei einer Hausdurchsuchung wurden nämlich Dokumente gefunden, welche belegen, dass der Besitzer einen Kunst- und Antiquitätenhandel betrieben hat, aber nicht in der Steuererklärung angegeben hat.

Zudem liegt der steuerrechtliche Wohnsitz des Betroffenen in Grossbritannien, weshalb er in der Schweiz nur beschränkt steuerpflichtig ist. Aus diesem Grund haben die Steuerbehörden eine Sicherstellungsverfügung in der Höhe von 205 Millionen Franken erlassen. Solche Verfügungen werden bei Steuerpflichtigen von Betreibungsämtern erlassen, damit mutmasslich geschuldete Steuern auch wirklich beglichen werden.