Die internationale Steuerpolitik der Schweiz

Eine gute Internationale Steuerpolitik ist wichtig.

Eine gute Internationale Steuerpolitik ist wichtig.

Beim Ausfüllen der Steuererklärung macht sich der Steuerpflichtige weniger Gedanken über die gesamte Steuerpolitik der Schweiz, sondern vielmehr über die eigene Steuerschuld. Doch das Steuersystem soll nicht nur die Steuerpflicht der einzelnen Bürger koordinieren und überprüfen – die Schweizer Steuerpolitik ist auch ein extrem wichtiger Faktor für die Standortattraktivität des gesamten Landes. Deshalb ist die Schweiz auf eine attraktive Steuerpolitik angewiesen.

Als wichtige Faktoren gelten dabei eine attraktive Unternehmensbesteuerung und Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit den wichtigsten Wirtschaftspartnern. Diese Doppelbesteuerungsabkommen haben zum Ziel, gewisse Hürden im internationalen Wirtschaftsverkehr zu beseitigen. Dabei unterstützt die Schweiz die internationalen Bemühungen für mehr Transparenz bei der Besteuerung multinationaler Konzerne, unter anderem durch die aktuelle Unternehmenssteuerreform III.

Generell nimmt die Anzahl an Steuerthemen international zu, wobei die Schweiz sich an vielen Gremien beteiligt, welche gemeinsam Standards diskutieren und erarbeiten. Vor allem die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) und das Global Forum on Transparency and Exchange of Information spielen eine grosse Rolle. Letzteres überprüft die Einhaltung der OECD-Standards beim Informationsaustausch zwischen den Ländern.

Der Steuer-Informationsaustausch in Form des neuen globalen Standards für den automatischen Informationsaustausch (AIA), hat vor allem im Bezug auf den Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA grosse Aufmerksamkeit erregt. Bis anhin hat die Schweiz mit Australien, der EU, Guernsey, Insel Man, Island, Japan, Jersey, Kanada, Norwegen und Sürdkorea einen Vertrag unterzeichnet.

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Neues Steuersystem Flat Rate Tax?

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Gibt es mal in der ganzen Schweiz die Einheitssteuer?

Das Ausfüllen der Steuererklärung bereitet vielen Leuten Mühe – darum wenden sich viele an Steuerberater und Steuerprofis. Dennoch tun sich viele Leute schwer mit der Steuererklärung, weshalb auch in der Schweiz der Ruf nach einer Steuerreform lauter geworden ist. Einer der meist diskutierten Vorschläge zur Vereinfachung der Besteuerung ist die sogenannte Flat Rate Tax. Aber was ist eine Flat Rate Tax?

Die Flat Rate Tax wird auch Einheitssteuer genannt und beschreibt ein Steuersystem, bei dem ein Einheitssteuersatz (z.B 20%) verwendet wird. Die Steuer ist so proportional und es gibt keinen Anstieg der Grenzsteuersätze. Die Flat Rate Tax verfolgt grundsätzlich drei Ziele: So sollen die Einkommenssteuer radikal vereinfacht, Schlupflöcher beseitigt und negative Anreize des heutigen Steuertarifs behoben werden. So werden alle möglichen Sonderabzüge wie beispielsweise Spenden oder Pendlerkosten gestrichen. Das vereinfacht das Ausfüllen der Steuerererklärung massiv, auch der Verwaltungsaufwand der Steuerämter wäre viel kleiner.

Auf Bundesebene ist momentan kein Vorstoss bezüglich einer Einführung geplant. Bei den Kantonen sieht es anders aus: In der Schweiz haben bisher der Kanton Obwalden und der Kanton Uri die Einheitssteuer eingeführt. Die Einführung in anderen Kantonen wird jedoch viel diskutiert, wobei sie bei der Bevölkerung und in der Politik nicht nur auf Akzeptanz stösst. Im Kanton Thurgau wurde die Flat Tax Rate beispielsweise bereits abgelehnt. Im Moment wird das Thema im Kanton Schwyz heiss diskutiert, wobei bald eine Abstimmung darüber stattfinden wird.

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Erbschaftssteuer – Die Besteuerung von Erbschaften

Erbschafssteuer

In den meisten Kantonen wird eine Erbschaftssteuer entrichtet.

Nebst Einkommen und Vermögen müssen beim Ausfüllen der Steuererklärung viele weitere Posten angegeben werden, so auch die Erbschaft. So wird eine Erbschaftssteuer von jenen Personen entrichtet, die als Erben einen Nachlass übernehmen. Die Erbschaftssteuer zählt zu den Rechtsverkehrssteuern, weil sie an Übertragungen von Vermögensrechten anknüpfen. Als Berechnungsgrundlage gilt der Wert des übertragenen Vermögens, wobei Zuwendungen von persönlichen Gegenständen oder persönlicher Hausrat nicht darunter fallen. Die Erbschaftssteuer wird dabei nicht vom Bund, sondern von einigen Kantonen und Gemeinden erhoben.

Die Art der Besteuerung variiert, jedoch ist es in der Regel so, dass für Ehegatten und Personen in eingetragener Partnerschaft sowie Nachkommen und Stief- oder Pflegekinder von der Erbschaftssteuer befreit sind. Falls eine Steuer behoben wird, abhängig vom jeweiligen Kanton, so hängt die Höhe zum einen vom Vermögensbetrag sowie dem Verwandtschaftsgrad zwischen dem Erben und der verstorbenen Person ab. Dabei gilt grundsätzlich: je enger der Verwandtschaftsgrad, desto tiefer der Steuerbetrag.

Der einzige Kanton, der keine Erbschaftssteuer erhebt ist der Kanton Schwyz. Auch der Kanton Obwalden möchte die Erbschaftssteuer im Jahre 2017 abschaffen, um seine Steuer-Attraktivität zu steigern. Somit besteuern die meisten Kantone Erbschaften. Eine Einführung bei der Bundessteuer ist kein Thema, eine entsprechende Initiative wurde im vergangenen Jahr abgelehnt.

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Steuern bei Lotto- und Glücksspielgewinnen – künftig steuerfrei?

Besteuerung Lottogewinne

Spielgewinne sollen künftig steuerfrei sein.

Viele versuchen sich beim Glücksspiel und hoffen auf einen grossen Gewinn, sei es bei Spielbanken oder beim Lotto. Oft ist der zu gewinnende Betrag sehr hoch, in mehrstelligem Millionenbetrag.

Das Steuergesetz muss auch hier beim Ausfüllen der Steuererklärung beachtet werden, denn Lottogewinne und Sportwetten sind steuerbar, wenn auch nur bei Überschreiten einer bestimmten Freigrenze. Dies variiert je nach Kanton und beträgt beispielsweise bei den Kantons-und Gemeindesteuern des Kantons Bern 5’200 Franken, bei der direkten Bundessteuer 1’000 Franken. Wird die Grenze überschritten, gilt ein fester Satz, in diesem Fall 10% des Gewinnbetrags. Zudem wird bei Lotteriegewinnen von über 1’000.- die Verrechnungssteuer (35%) automatisch zurückbehalten. Erst mit der Deklaration in der Steuererklärung wird diese zurückerstattet. Bei den Schweizer Spielbanken und Casinos sieht es anders aus, denn die hier erzielten Gewinne sind steuerfrei, weil beim jeweiligen Spielbankbetreiber bereits eine Spielbankabgabe belastet wurde.

In einem neuen Gesetzesentwurf sollen das Steuergesetz sowie das allgemeine Geldspielgesetz revidiert werden: So sollen alle Spielgewinne künftig von der Steuer befreit werden, zugunsten der AHV und der Gemeinnützigkeit. Zudem sollen beispielsweise Pokerspiele legalisiert werden. So wird die Schweizer Wettbewerbsfähigkeit erhalten und somit  weiterhin Einnahmen für gemeinnützige Zwecke sichergestellt.

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Die Pauschalbesteuerung in der Schweiz

Steuererklärung Schweiz Pauschalsteuer

Die Pauschalbesteuerung in der Schweiz ist ein Sonderfall im Steuerrecht.

Das Ausfüllen der Steuerklärung und die Steuerpflicht ist eine Pflicht, der jeder in der Schweiz wohnhafte Bürger und Erwebstätige nachgehen muss. Im Regelfall werden Steuerpflichtige auf der Grundlage ihres Vermögens und Einkommen besteuert. Ein Sonderfall im Steuerrecht ist die Pauschalbesteuerung. Die Sonderregelungen betreffen nicht nur die Eigenschaften der Steuerpflichtigen, sondern auch die Art und Weise wie sie besteuert werden.

Zum einen betrifft die Pauschalsteuer nur einen kleinen Teil der Steuerpflichtigen. Es betrifft vor allem Ausländer, die in der Schweiz keine Erwebstätigkeit ausüben oder je ausgeübt haben. Zudem Schweizer und Doppelbürger, die zum ersten Mal in der Schweiz Wohnsitz nehmen oder nach mindestens 10 Jahren Abwesenheit zurückkehren und in der Schweiz nicht erwerbstätig sind.

Bei der Pauschalsteuer ist die Bemessungsgrundlage nicht wie im Normalfall das Einkommen und Vermögen, sondern der (Lebens-) Aufwand, die jährlichen Kosten der Lebenshaltung. Dabei gibt es eine untere Limite, wobei die zu verrichtende Steuer nicht tiefer sein darf als die Besteuerung nach Einkommens- und Vermögensfaktoren. Die Steuerbehörden verwenden dabei für die Berechnung verschiedene Methoden an, wie beispielsweise das 7-fache des Eigenmietwerts.

In der Schweiz wird die Pauschalbesteuerung (meist reicher) Ausländer, die in der Schweiz leben aber nicht arbeiten, von vielen Gruppen als Steuerprivileg und steuerliche Bevorzugung angesehen. Dies, weil vor allem viele Millionäre mit grossem Vermögen davon profitieren und nur einen für sie verhältnismässig kleinen Steuerbetrag entrichten müssen. Darum wurde im Jahr 2012 eine Initiative für die schweizweite Abschaffung der Pauschalbesteuerung lanciert, die jedoch gescheitert ist. In manchen Kantonen wurde die Pauschalsteuer jedoch bereits abgeschafft. In anderen Kantonen gibt es sie noch, aber teilweise mit strengeren Regelungen.

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Einmalige straflose Selbstanzeige bei Steuern

Die Selbstanzeige bei der Steuer wird nicht selten genutzt.

Es ist eine Pflicht und jeder muss es tun – die Steuererklärung ausfüllen. Es ist jedoch nicht selten der Fall, dass bestimmtes Vermögen oder Einkommen in der Steuererklärung nicht deklariert wird, dies in einigen Fällen bewusst. Das gilt in der Schweiz als Straftat, nämlich Steuerhinterziehung.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, sich einmal im Leben selbst anzuzeigen und so anzugeben, dass man seine Steuererklärung nicht wahrheitsgetreu ausgefüllt hat. Diese Selbstanzeige wird gemäss den Finanzdirektionen rege genutzt: Im Kanton Zürich hat das Steueramt im Jahr 2015 1’500 Selbstanzeigen erhalten, womit 70 Millionen Franken an Nachsteuern neu zugeflossen sind – ein neuer Höchststand. Die Selbstanzeigen geschehen in den meisten Fällen durch natürliche Personen.

Es gibt bestimmte Voraussetzungen, die eine straflose Selbstanzeige möglich machen. Zum einen muss die Strafanzeige einmalig sein. Zudem sollten die Steuerbehörden von der Straftat noch keine Kenntnisse haben und die Anzeige sollte aus eigenem Antrieb erfolgen. Des Weiteren muss der Selbstanzeigende bei der Festlegung der Nachsteuern Unterstützung anbieten und diese selbstverständlich begleichen.

Der „Trend“ zur straflosen Selbstanzeige könnte von daher kommen, dass die Schweiz und auch die EU einen automatischen Informationssaustausch über nichtdeklariertes Geld im Ausland vereinbarten, womit man Steuerhinterzieher eher identifizieren könnte.

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Ansteigende Steuerbelastung 2016 – Neue Obergrenze beim Pendlerabzug

Pendlerabzug Steuererklärung ausfüllen

Maxmaler Pendlerabzug wird massiv gekürzt

Viele Personen in der Schweiz pendeln tagtäglich zur Arbeit, ob mit dem öffentlichen Verkehr, mit dem Privatauto oder dem Firmenwagen. Dementsprechend viele Steuerzahler profitieren beim Ausfüllen der Steuererklärung vom Abzug fürs Pendeln. Der Pendlerabzug gilt regelrecht als einer der entlastendsten Posten für den Steuerzahler. Gesamtschweizerisch gewährt der Staat auf Bundesebene eine Steuerreduktion von über 500 Millionen Franken, bei den kantonalen Steuern ist der Betrag gar höher.

Dem wird nun ein Ende gesetzt: mit der Steuererklärung 2016 tritt eine massive Kürzung des Maximal-Pendlerabzugs bei den Bundessteuern ein. Zusätzlich führen einige Kantone und ihre Gemeinden bei den Steuern ebenfalls eine Grenze ein. So übernimmt der Kanton Basel-Stadt die tiefe Limite von 3’000 Franken, im Kanton Aargau beträgt der Maximalabzug 10’000 Franken.

Diese allfällige Obergrenze auf kantonaler und Gemeinde-Ebene ist auch das Entscheidende für die tatsächliche Mehrbelastung des Steuerzahlers. So hängt es vom Wohnort ab, wievil zusätzllich gezahlt werden muss. Liegt keine kantonale Limite vor, sondern nur die auf Bundesebene, kann ein moderater Anstieg von bis zu 550 Franken vorliegen. Mit Obergrenze, wie an einem berechneten Beispiel vom Kanton Basel-Stadt, steigt die Steuerbelastung bei einem Bruttolohn von 150’000 Franken um bis zu 2’020 Franken.

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Steuern sollen zukünftig direkt vom Lohn abgezogen werden

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Steuern künftig direkt vom Lohn abziehen

Politiker aus Zürich und Basel wollen das kantonale Steuersystem verändern und fordern, dass die jährliche Steuer in Zukunft direkt vom Lohn abgezogen wird. Dies soll den Bürgern nicht nur das mühselige Ausfüllen der Steuererklärung ersparen, sondern auch viele Menschen vor der Schuldenfalle schützen.

In der Schweiz machen Steuerschulden einen hohen Anteil finanzieller Schulden aus. Deshalb befürwortet in diesem Zusammenhang auch die Schuldenberatung Schweiz die Forderung der Politiker. Viele kämen so erst gar nicht in eine missliche Lage, weil die Steuerschuld so bereits beglichen wäre.

Trotz der Vorteile ist der Widerstand relativ gross. Der Bund hat sich gegen eine flächendeckende Quellenbesteuerung ausgesprochen, womit es an den Kantonen liegt, einen direkten Abzug einzuführen. So wurde in Basel bereits eine Motion eingereicht, und in Zürich laufen Diskussionen. Gemäss einer Umfrage des Tages Anzeigers befürwortet rund 75% der Bürger einen direkten Abzug.

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