Debatte um die Unternehmenssteuerreform III

Gegner rechnen bei Annahme der Reform mit Steuereinnahmeausfällen.

Die Unternehmenssteuerreform III, kurz die USR, löst in politischen und wirtschaftlichen Kreisen starke Debatten aus und schlägt somit hohe Wellen. Die vom National- und Ständerat erarbeitete Reform und lancierte Initiative soll das Gesetz der Unternehmensbesteuerung auf den neuesten Stand bringen. Kern der Reform ist die Abschaffung von bestimmten Steuerprivilegien für Unternehmen, nämlich die ermässigte Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften. Dies ist nötig, weil die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die internationalen Steuerbestimmungen verschärft hat. So müssen Firmen künftig Gewinne in denjenigen Land versteuern, in dene sie anfallen und nicht am Unternehmenssitz, der meistens in frei gewählten Steueroasen liegt. Falls die Initiative angenommen wird, müsste vor allem ein bestimmer Wirtschaftszweig mehr Steuern bezahlen, nämlich Handelsgesellschaften. Eine weitere Folge der Initiative wäre der höhere Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer, der von 17 Prozent auf 21,2 steigen würde.

Die Steuerreform wurde erarbeitet, damit die OECD-Bestimmungen erfüllt und auch die meisten Unternehmen nicht stärker besteuert werden.  Gemäss eines Berfüworter-Komitees, würden allein in der Region Basel rund 40’000 Arbeitsplätze davon abhängen. Die politischen Gegner erwarten damit sehr hohe steuerliche Einnahmeausfälle, welche die Bevölkerung ausgleichen muss. Auch viele Kantone befürchten einen massiven Rückgang an Steuereinahmen. Über die Annahme der Unternehmenssteuerreform III wird am 12. Februar 2017 abgestimmt.

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