Was passiert nachdem ich meine Steuererklärung eingereicht habe?

Nachdem die Steuererklärung ausgefüllt und abgeschickt wurde, wird zuerst überprüft, ob die eingereichte Steuererklärung unterschrieben sowie vollständig und fristgerecht eingereicht worden ist. Anschliessend wird sie im elektronischen Veranlagungssystem erfasst und inhaltlich überprüft. Sofern nötig nimmt die Steuerbehörde weitere Untersuchungen (z.B. Einforderung von zusätzlichen Belegen) vor. Danach setzt sie die Steuerfaktoren, d.h. das steuerbare Einkommen und Vermögen, fest. Sind schliesslich die steuerbaren Faktoren bekannt, so wird aufgrund des Steuertarifs der Steuerbetrag bestimmt. Das Ergebnis der Steuerveranlagung wird der steuerpflichtigen Person durch eine Verfügung bekannt gegeben. Mit diesen Angaben kann die steuerpflichtige Person prüfen, ob ihre Veranlagung richtig ist und ob es nötig ist eine Einsprache zu erheben. Im Anschluss folgt die Steuereinforderung, welche auch in Raten beglichen werden kann. Sobald die Steuerveranlagung definitiv ist, wird die Differenz zwischen dem schon bezahlten (Ratenrechnungen) und dem definitiv geschuldeten Betrag berechnet (Saldo).

Was passiert wenn ich meine Steuern nicht zahlen kann?

Grundsätzlich gilt: Die Steuerrechnung muss bezahlt werden, man kommt nicht drum herum!

Wenn man die Steuerschulden nicht begleichen kann, sollte man so früh wie möglich um eine Ratenzahlung bitten. Die Steuerfristen kann man jedoch nicht beliebig lange hinauszögern. Im Kanton Zürich beispielsweise muss der Steuerbetrag innerhalb von 6 Monaten beglichen werden, ausser man kann beweisen, dass höhere Raten den Steuerzahler unter das betreibungsrechtliche Existenzminimum drücken würden.

Eine Erlassung der Steuer ist nur in folgenden Situationen möglich:  wenn die Bezahlung unverschuldet wegen besonderer Umstände wie etwa Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall oder nach einer Scheidung eine unzumutbare Einschränkung der Lebenshaltung zur Folge hätte und der Steuerpflichtige über keinerlei Ersparnisse (dazu gehört auch Wohneigentum) verfügt. Doch wer glaubt, er könne sich vor der Zahlung seiner Steuern drücken, hat sich geschnitten. Den Steuerämtern stehen umfassende Massnahmen zur Verfügung, fällige Steuerschulden einzutreiben – von der Zwangseinschätzung bis zu Betreibung und Lohnpfändung. Nur wo es wirklich nichts zu holen gibt, kann in Ausnahmefällen ein Steuererlassverfügt werden.

Was versteht man unter Kopfsteuer?

Die Kopfsteuer bezeichnet eine Steuer, welche von jeder Person unabhängig von deren Einkommen, Vermögen oder sonstiger persönlicher Merkmale entrichtet werden muss.
Der Vorteil der Kopfsteuer liegt darin, dass sie die effizienteste aller Steuerformen ist. Einerseits werden die Anreize für die wirtschaftliche Aktivität nicht verzerrt, da der Steuerbetrag unabhängig von individuellen Merkmalen und Entscheidungen stets gleich hoch ausfällt. Andererseits ist die Kopfsteuer aufgrund ihrer Einfachheit mit einem niedrigen administrativen Aufwand für die Steuerpflichtigen und die Steuerbehörden verbunden.
Der Nachteil der Kopfsteuer ist jedoch, dass sie von sämtlichen Bevölkerungsschichten genau den gleichen absoluten Steuerbetrag fordert und nicht nach Leistungsfähigkeit unterscheidet. Dadurch fällt die relative Steuerbelastung für Personen mit einem tiefen Einkommen höher aus als für Personen mit einem hohen Einkommen. Dies wird oft als sozial ungerecht kritisiert.
In der Schweiz wird die Kopfsteuer als „Personalsteuer“ bezeichnet und wird von einigen Kantonen erhoben. Trägt man also bei der Steuererklärung kein Vermögen ein, so wird man dennoch oft eine Kopfsteuer von zwischen 10 und 60 Franken an die Gemeinde bezahlen müssen.

Was muss ich bei einem Umzug beachten?

Steuern zahlen im neuen Wohnort

Ein Umzug ist oft sehr stressig – da vergisst man schnell die Regelung der Steuerzahlung der jeweiligen Wohnorte. Grundsätzlich gilt: Wer in einen anderen Kanton zieht, zahlt für das ganze Jahr Einkommens-und Vermögenssteuern im neuen Kanton.In den meisten Kantonen ist der 31. Dezember der entscheidende Stichtag für die Steuerpflicht. Dieser Stichtag gilt auch wenn man innerhalb des Kantons die Gemeinde wechselt. Aufgepasst; in Glarus, Nidwalden und Obwalden gilt der 1. Januar als Stichtag.Wenn man also Ende Jahr umziehen will, sollte man beachten, wo der offizielle Wohnsitz am Stichtag ist.  Bei diesem Wohnort wird man auch die Steuererklärung ausfüllen müssen. Es lohnt sich also vor allem beim Umzug um den Jahreswechsel zu schauen, welcher Wohnort den günstigeren Steuerfuss hat und dementsprechend das Einzugsdatum zu definieren.

Apropos Umzug: Vergiss nicht deine provisorisch einbezahlten Steuern auf das Steuerkonto der neuen Gemeinde zu überschreiben. Oder auch auf dein eigenes Konto, da darfst du wählen.

Muss ich die provisorische Steuerrechnung begleichen?

Man hat noch gar nicht die Steuererklärung ausgefüllt und schon ist die provisorische Steuerrechnung im Briefkasten. Doch viele Gemeindesteuerämter sind dazu verpflichtet eine provisorische Steuerrechnung zu verschicken. Denn natürliche und juristische Personen sind nicht erst dann steuerpflichtig, wenn sie die Steuererklärung eingereicht haben und eingeschätzt worden sind. Prinzipiell handelt es sich bei Steuerschulden um ein Dauerschuldverhältnis. Allerdings ist die provisorische Rechnung lediglich eine Zahlungsempfehlung. Die provisorische Steuerrechnung könnte theoretisch gar ignoriert werden – dies ist jedoch nicht zu empfehlen. Wenn man auf die definitive Steuerrechnung nach dem Ausfüllen der Steuererklärung wartet, so muss man den gesamten Betrag innert 30 Tagen begleichen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit mehr oder weniger für die provisorische Steuerrechnung einzuzahlen. Die Idee hinter der provisorischen Steuerrechnung ist, dass die Steuerpflichtigen im Vorfeld wissen, was in etwa auf sie zukommt und sie so ihr Haushaltsbudget besser planen können.

Weniger Lohn und doch mehr Steuern – wie geht das?

Ist es möglich, dass man bei der Steuererklärung weniger Lohn angibt als die Jahre zuvor und dennoch die Steuerrechnung höher erscheint?

Die Höhe der Steuerrechnung ist nicht nur vom Jahreseinkommen abhängig. Auch andere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Ist beispielsweise das Einzahlen in die dritte Säule tiefer als im Vorjahr, so kann es sein, dass man mehr Steuern zahlt als bisher, da das Steuerbare Einkommen höher ist. Beim Ausfüllen der Steuern, kann man auch den Arbeitsweg angeben. Hat sich dieser im letzten Jahr verkürzt, so wird die Steuerrechnung höher ausfallen. Die Steuerrechnung erhöhen kann auch ein Umzug in eine andere Gemeinde. Ein weiterer Fall, der die Steuern in die Höhe treiben kann ist eine Scheidung, denn heutzutage zahlen Ehepaar tendenziell weniger Steuern. Deshalb lohnt es sich, die Steuern sorgfältig auszufüllen und mit dem Vorjahr zu vergleichen.

Muss ich für meinen Hund Steuern zahlen?

Hundebesitzer bezahlen für ihre Vierbeiner Steuern. Die Hunde müssen ab einem bestimmten Alter oder nach einem Zuzug bei der Wohngemeinde angemeldet und im Falle eines Wegzugs oder Todes wieder abgemeldet werden. Ist der Hund registriert, wird die Hundesteuer jährlich von den Kantonen und / oder von den Einwohnergemeinden erhoben. Je nach Kanton bezahlen Hundehalter unterschiedlich hohe Steuern. In den meisten Kantonen bestehen zahlt man weniger oder gar keine Steuern für Blindenhunde und Rettungshunde.

Will man die Kosten für Hundesitter und AHV für den Hund von den Steuern abziehen, geht das leider nicht, denn die Ausgaben gelten als  private Lebenshaltungskosten.

Bitcoins – Wie wird die Kryptowährung versteuert?

Kryptowährung versteuern

Der Wert und Bekanntheitsgrad der Bitcoins ist in letzter Zeit sehr gestiegen. Doch wie soll man dieses Vermögen bei der Steuererklärung ausfüllen? Bei einer digitalen Währung handelt es sich steuerrechtlich um ein geldwertes Recht an einer Sache, das zum Reinvermögen zählt. In der Steuererklärung müssen Bitcoins als Vermögen deklariert werden. Bei natürlichen Personen werden sie von den Steuerämtern wie herkömmliche Fremdwährungen behandelt. Die Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV berechnet seit fünf Jahren einen Kurswert aus dem Durchschnitt der Kurse an verschiedenen Handelsplattformen.

Wo das Bitcoin-Vermögen in der Steuererklärung ausgefüllt werden muss, ist von Kanton zu Kanton verschieden. In St. Gallen, Luzern, Bern und Zug beispielsweise muss es im Wertschriftenverzeichnis aufgeführt werden. Im Kanton Basel-Stadt hingegen unter dem Titel «Bargeld, Edelmetalle und übrige Vermögenswerte». Der Nachweis des Bitcoin-Bestands kann mithilfe einer Kopie der Wallets, der digitalen Geldbörsen, erbracht werden.

Zeitdruck? Frist der Steuererklärung verlängern!

Die Steuererklärung ist jeweils grundsätzlich bis am 31. März einzureichen. Sollte man aus irgendwelchen Gründen die Steuererklärung mit den erforderlichen Unterlagen nicht innert Frist einreichen können, so kann man vor Ablauf dieses Termins beim jeweiligen Gemeindesteueramt ein begründetes Gesuch um Fristerstreckung stellen.

Gesuche um Erstreckung der Frist zur Einreichung der Steuererklärung von natürlichen Personen sind ausschliesslich beim Steueramt der Wohnsitzgemeinde einzureichen. Wenn man jedoch einmal gemahnt ist, so ist diese Frist nicht mehr erstreckbar.

In vielen Gemeinden kann das Gesuch auch an einem Online-Schalter über das Internet gestellt werden. Die Frist der Steuererklärung kann je nach Kanton bis zum 15. September bzw. längstens bis 15. November des Jahres verlängern, welches auf das zu veranlagende Steuerjahr folgt. Oft wird für Fristverlängerungen der Steuererklärung über den 30. September hinaus eine Gebühr in Rechnung gestellt.

Steuern und Familie – Die Vor-und Nachteile

Steuern und Familie – Die Vor-und Nachteile

Wenn man verheiratet ist, wird das Einkommen des Ehepaares zusammen gerechnet und man ist schlechter gestellt als Unverheiratete, da die Steuerabgaben höher sind. Umgangssprachlich wird dies Heiratsstrafe genannt. Wenn man jedoch Kinder hat, soll das bei der Steuererklärung ausgefüllt werden, denn man bekommt pro Kind Kinderabzug. Wenn die Kinder bereits volljährig sind aber noch in Ausbildung, wird der Kinderabzug ebenfalls geltend gemacht. Dies kann jedoch von Kanton zu Kanton variieren: Der Kanton Aargau unterscheidet nicht zwischen Erst- und Zweit­ausbildung. Bern und Zürich schon. Bei den Abzügen herrscht Kantönligeist.

Ein zusätzlicher Abzug von 251 Franken pro Kind wird am Schluss der Steuererklärung gerechnet. Das ist der Elterntarif und findet bei Paaren, die mit Kindern zusammenleben und deren Unterhalt sorgen, Anwendung.

Verheiratet oder nicht, Kinder oder keine Kinder: beim Ausfüllen der Steuererklärung kommt’s drauf an!

Immobilieneigentum – wie muss ich die Steuern aufüllen?

Immobilieneigentum – wie muss ich die Steuern aufüllen?

Wenn man ein Haus oder eine Wohnung gekauft hat, muss man seine Immobilie beim Bund und beim Kanton versteuern. Die theoretische Einnahme der Vermietung der Immobilien ist der sogenannte Eigenmietwert und wird als fiktives Einkommen gehandhabt. Der Eigenmietwert richtet sich in den meisten Kantonen nach der Marktmiete.

Hat man eine Hypothek aufgenommen, um den Erwerb der Immobilie zu finanzieren, kann man die Schuldzinsen von den Steuern abziehen. Beim Ausfüllen der Steuererklärung wird die Hypothekarschuld angegeben und kann je nach Höhe die Steuerrechnung erheblich entlasten. Deshalb macht es von der Seite der Steuerabgabe Sinn, dass die Hypothek möglichst hoch ausfällt. Ein weiterer für Wohneigentumsbesitzer ist es, dass man in der Steuererklärung auch die Unterhaltskosten einbringen kann, und diese so von den Steuern abgezogen werden. Dabei darf man in allen Kantonen jedes Jahr wählen, ob man die effektiven Kosten oder einen Pauschalabzug von der Steuerrechnung abziehen möchte

Immobilien muss man auch als Vermögen versteuern. Der Steuerwert wird von der kantonalen Steuerverwaltung eingeschätzt und beträgt in der Regel 60 bis 90 Prozent des Kaufpreises. Vom steuerbaren Vermögen darf man die Schulden wie zum Beispiel Hypothekarkredite in der Steuererklärung ausfüllen und abziehen. Bei sehr vermögenden Personen fällt der Besitz von Immobilien auch bei der Vermögenssteuer ins Gewicht, sonst sind die Auswirkungen eher gering.

Im Glücksspiel gewonnen? Was bei der Steuererklärung zu beachten ist

Im Glücksspiel gewonnen? Was bei der Steuererklärung zu beachten ist

Wenn man im Casino Geld gewinnt, egal welchen Betrag, muss man dies beim Ausfüllen der Steuererklärung nicht angeben. Gewinnt man jedoch in Glücksspielen wie beispielsweise Lotto oder in Sportwetten (bekannt als Totospiele), muss dies der Steuerbehörde angegeben werden. Sowohl Gewinne aus der Schweiz, als auch aus dem Ausland müssen beim Ausfüllen der Steuererklärung eingetragen werden. 35% des Gewinns sind dem Veranstalter der Lotterie zu überweisen. Dies zählt zur sogenannten Verrechnungssteuer an die Eidgenössische Steuerverwaltung. Diese Verrechnungssteuer wird bei korrekter Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung wieder zurückerstattet.

Die Steuersätze und steuerfreien Gewinne können je nach Kanton abweichen. In vielen Kantonen gilt: Lotteriegewinne bis zu einem Betrag von 1‘000.- sind sowohl bei den Staats-und Gemeindesteuern als auch bei der Bundessteuer steuerfrei. Die oben genannte Verrechnungssteuer fällt bei Gewinnsummen unter 1’000.- ebenfalls weg. Gewinnt man beispielsweise ein Auto, so wird dies bei der Vermögenssteuer in der Steuererklärung angegeben.

Letztes Jahr wurde im Nationalrat diskutiert, ob Glückspilze, die in der Lotterie gewinnen, ebenfalls von den Steuerabgaben verschont werden sollten. Bisher wurden keine Änderungen am Geldspielgesetz vorgenommen – es lohnt sich aber bestimmt, da ein Auge drauf zu haben und bei Änderungen die Steuer entsprechend auszufüllen.