Wie wird die private Nutzung beim Firmenwagen versteuert?

Firmenwagen privat nutzen und versteuern

Oftmals wird dem Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung gestellt, welches er sowohl für geschäftliche wie auch für private Zwecke nutzen kann. In einem solchen Fall wird von einem gemischt genutzten Geschäftswagen gesprochen. Der Privatanteil vom Geschäftsfahrzeug muss sodann dem Arbeitnehmer angerechnet werden und als entgeltliche Leistung an den Arbeitgeber steuerrechtlich deklariert werden.
Dieser Privatanteil kann mittels zwei verschiedenen Berechnungsmethoden ermittelt werden: Der effektiven Methode oder der pauschalen Methode. Bei der effektiven Berechnungsmethode wird der effektive Anteil der Privatnutzung berechnet. Bei der von vielen Firmen bevorzugten pauschalen Berechnungsmethode wird dem Arbeitnehmer 0.8 Prozent des Kaufpreises des Firmenwagens pro Monat, mindestens aber 150 Franken pro Monat als Privatanteil verrechnet. Der so berechnete Privatanteil muss beim Ausfüllen der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden und muss daher im Lohnausweis deklariert werden.

Berufliche Weiterbildung von den Steuern abziehen

Seit dem Steuerjahr 2016 sind alle selbst finanzierten berufsorientierten Umschulungen, Aus- und Weiterbildungen abzugsfähig. Die bisherigen Abgrenzungsprobleme dürften somit der Vergangenheit angehören.
Bis und mit 2015 konnte man nur Weiterbildungskosten abziehen, die einen direkten Zusammenhang mit dem aktuell erzielten Erwerbseinkommen hatten. Sie galten als Gewinnungskosten und mussten bei den Berufsauslagen geltend gemacht werden.
Bisweilen war die Unterscheidung zwischen nicht abzugsfähigen Ausbildungskosten und abzugsfähigen Weiterbildungskosten durch das Steueramt teilweise spitzfindig. Darüber hinaus gab es kantonale Unterschiede in der Handhabung. So kam es vor, dass Arbeitskollegen die Kosten der gleichen Weiterbildung in einem Kanton abziehen durften, im anderen nicht. Für viele Steuerpflichtige war es nicht nachvollziehbar, warum man ihnen den Abzug verweigerte. Viele kamen trotz Einsprache und einer Bestätigung ihres Arbeitgebers nicht durch.
Zu den abzugsfähigen Kosten gehören (u.a.):
– Kurskosten, Prüfungsgebühren
– Kosten für das Kursmaterial (Unterlagen, Bücher, etc.)
– Reisekosten – Kosten für Unterkunft und Verpflegung
– Fahrkosten am Kursort

Sind Zahnarztkosten steuerlich absetzbar?

Sind Zahnarztkosten absetzbar?

Kann man die Rechnung des Zahnarztes in der Steuererklärung abziehen?
Nachgewiesene Zahnarztkosten, für die keine Versicherung aufkommt, können in den meisten Kantonen sowie beim Bund unter dem Punkt Krankheits-, Unfall- und Invaliditätskosten abgezogen werden. Allerdings musst du vom Rechnungsbetrag in der Regel einen Selbstbehalt von meist 5 Prozent des Netto- oder des steuerbaren Reineinkommens abziehen.
Bei einem Nettoeinkommen von 100000 Franken und einer Zahnarztrechnung über 8000 Franken wären demnach 3000 Franken steuerlich absetzbar. In einigen Kantonen gilt ein tieferer Selbstbehalt, in den Kantonen St. Gallen und Wallis beispielsweise 2 Prozent sowie im Kanton Glarus 3 Prozent des Nettoeinkommens, im Kanton Schwyz 3 Prozent des steuerbaren Einkommens. Ohne Einschränkung kann man die gesamten nicht gedeckten Krankheitskosten im Kanton Baselland abziehen. Generell nicht abzugsfähig sind jedoch Kosten, die weder krankheits- noch unfallbedingt, sondern rein kosmetischer Art sind. Im Zweifelsfall solltest du der Steuererklärung ein Attest des Zahnarztes beilegen.
Zu den steuerlich abzugsfähigen Krankheitskosten zählen übrigens auch andere, nicht durch Versicherungen gedeckte Arzt- oder Medikamentenkosten – etwa die Kostenbeteiligungen bei den Krankenkassen (Selbstbehalt und meist auch die Franchise), Brillen und Kontaktlinsen, Schuheinlagen, Prothesen, Hörapparate sowie ein Teil der Pflegeheimkosten.

Ist mein Gold im Tresor illegal?

Gold versteuern?

Goldbarren von der Bank holen und zu Hause in den Tresor legen. Verstösst das gegen die Steuervorschriften?

Nein, nicht wenn Du Geld und Gold weiterhin korrekt in der Steuererklärung deklarierst. Grundsätzlich bist du frei, in welcher Form du das Vermögen anlegst und aufbewahren willst, das Steueramt kann da keine Vorschriften machen. Aber selbstverständlich gehören Bargeld und Gold weiterhin zum steuerbaren Vermögen und müssen im Hauptformular der Steuererklärung unter «Vermögen» aufgeführt werden.
Der Frankenbetrag ist einfach zu bestimmen. Den Wert des Goldes musst du in der Kursliste der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) heraussuchen. Falls du auch ausländische Banknoten besitzt, entnimmst du die Umrechnungskurse ebenfalls dieser Liste. Versteuerst du die Werte nicht oder nicht korrekt, machst du dich strafbar. Das wäre eine Steuerhinterziehung, die beim Auffliegen nebst Nachsteuern und Verzugszinsen auch eine Busse zur Folge hätte.

Frist verpasst – was passiert jetzt?

Frist verpasst, was nun?

Die Steuererklärung muss man in der Regel bis Ende März mit allen Beilagen beim Steueramt einr eichen. Manche vergessen jedoch diesen Termin einzuhalten. Doch es gibt eine Lösung dafür: Die Frist kann man verlängern, solange sie noch nicht abgelaufen ist. Wer nichts tut, erhält eine Mahnung. Wer nicht reagiert, riskiert eine Busse und kann nach Ermessen der Steuerbehörden eingeschätzt werden – in der Regel zu hoch. Grundsätzlich kann zwar jeder, der ­eine Frist verpasst hat, beantragen, dass diese «wiederhergestellt» wird. Aber nur, wenn man keine Schuld am Versäumnis hat. Und die Hürden sind hoch: Anerkannte Gründe für eine Wiederherstellung der Frist sind zum Beispiel ein Todesfall in der Familie, ein Kuraufenthalt oder eine psychische Erkrankung. Berufliche Belastung, Unwissen oder Ferien reichen dagegen nicht. Das Gesuch muss man sofort stellen, wenn der Verhinderungsgrund weggefallen ist. Viele denken zudem, man könne mit einem entsprechenden Gesuch jede Frist erstrecken. Doch das trifft nur zu für behördlich angesetzte Fristen, etwa jene zur Einreichung der Steuererklärung. Die meisten Steuerfristen sind jedoch gesetzlich definiert und können nicht erstreckt werden.

Immobilieneigentum – wie muss ich die Steuern aufüllen?

Immobilieneigentum – wie muss ich die Steuern aufüllen?

Wenn man ein Haus oder eine Wohnung gekauft hat, muss man seine Immobilie beim Bund und beim Kanton versteuern. Die theoretische Einnahme der Vermietung der Immobilien ist der sogenannte Eigenmietwert und wird als fiktives Einkommen gehandhabt. Der Eigenmietwert richtet sich in den meisten Kantonen nach der Marktmiete.

Hat man eine Hypothek aufgenommen, um den Erwerb der Immobilie zu finanzieren, kann man die Schuldzinsen von den Steuern abziehen. Beim Ausfüllen der Steuererklärung wird die Hypothekarschuld angegeben und kann je nach Höhe die Steuerrechnung erheblich entlasten. Deshalb macht es von der Seite der Steuerabgabe Sinn, dass die Hypothek möglichst hoch ausfällt. Ein weiterer für Wohneigentumsbesitzer ist es, dass man in der Steuererklärung auch die Unterhaltskosten einbringen kann, und diese so von den Steuern abgezogen werden. Dabei darf man in allen Kantonen jedes Jahr wählen, ob man die effektiven Kosten oder einen Pauschalabzug von der Steuerrechnung abziehen möchte

Immobilien muss man auch als Vermögen versteuern. Der Steuerwert wird von der kantonalen Steuerverwaltung eingeschätzt und beträgt in der Regel 60 bis 90 Prozent des Kaufpreises. Vom steuerbaren Vermögen darf man die Schulden wie zum Beispiel Hypothekarkredite in der Steuererklärung ausfüllen und abziehen. Bei sehr vermögenden Personen fällt der Besitz von Immobilien auch bei der Vermögenssteuer ins Gewicht, sonst sind die Auswirkungen eher gering.

Die 10 besten Steuerparadiese

Die 10 besten Steuerparadiese!

Wohin, wenn man keine oder kaum Steuern zahlen will?

Steueroptimierung ist bei den Reichen nach wie vor ein Thema. Sie können ihr Vermögen zwar nicht mehr bei einer Schweizer Bank platzieren, um dem Fiskus in ihrer Heimat zu entgehen, aber sie können irgendwo auf der Welt Aufenthalter werden, wo die Steuerrate extrem tief ist oder schon gar keine Vermögens- oder Einkommenssteuern erhoben werden.

Da so ein Umzug nicht immer ganz einfach ist und die Vor- und Nachteile immer gut abgewogen werden müssen, haben sich dafür spezialisierte Dienstleister etabliert, welche sich „Relocaton“ nennen.

Einer davon ist Bradley Hackford, der seine Kunden in Bezug auf den Umzug in ein anderes Land, den Wechsel der Staatsbürgerschaft und den Kauf von Immobilien berät.

Er verfügt zu den entsprechenden Standorte auch über alle relevanten Informationen bezüglich Lebensqualität und Freizeitmöglichkeiten, Rechtssicherheit und politische Stabilität, Investmentmöglichkeiten und Erreichbarkeit.

Darum ist Bradley Hackford auch berufen, eine Rangliste der besten Steuerparadiese zu erstellen. Hier ist sie:

  • 1. Bahamas
  • 2. Andorra
  • 3. Monaco
  • 4. Bulgarien
  • 5. Panama
  • 6. Mauritius
  • 7. Dubai
  • 8. Guernsey
  • 9. Cayman Islands
  • 10. Schweiz

Wie werden meine Steuern bei einem Zuzug berechnet?

Wie werden meine Steuern bei einem Zuzug aus dem Ausland berechnet?

Steuerpflichtige, die aus dem Ausland in die Schweiz ziehen und hier ihren Wohnsitz begründen, werden sowohl für die direkte Bundessteuer als auch für die Kantons- und Gemeindesteuern neu veranlagt.

Die Veranlagung erfolgt nach der Methode der Gegenwartsbemessung (Postnumerando-Bemessung), d.h. auf dem in der Schweiz vom Zuzugsdatum (Beginn der Steuerpflicht) bis zum 31. Dezember (Ende der Steuerperiode) verdienten Einkommen.

Wenn du Fragen zum Ausfüllen deiner Steuererklärung hast, kannst du dich jederzeit an deine Gemeinde wenden.

Wie gehe ich beim Ausfüllen der Steuererklärung vor?

Wie gehe ich beim Ausfüllen der Steuererklärung vor?

1. Vorbereiten

Bevor du mit dem Ausfüllen der Steuererklärung beginnst, solltest du alle Unterlagen zusammensuchen.

Die folgenden Dokumente solltest du vor dir haben, wenn du das Steuerformular ausfüllst:

  • Lohnausweis(e), Belege über Arbeitslosenversicherungstaggelder, Erwerbsausfallentschädigungen und/oder Rentenzahlungen
  • Endjahresbank- und -postkontoauszüge
  • Wertschriften
  • Quittungen der Kinderkrippe
  • Belege für Arbeitswegkosten und auswärtige Verpflegung
  • Belege über Weiterbildungskosten
  • Quittungen Ihrer Spenden
  • Belege für die selbst bezahlten Krankheitskosten
  • Belege über den Liegenschaftsunterhalt, Umbauten und Mieteinnahmen
  • Belege für Einzahlungen an die Säule 3a
  • Belege über Schulden
  • die Vorjahressteuererklärung
  • die letzte definitive Veranlagung
  • evtl. Beleg für Unterhaltszahlungen

Wer die Steuererklärung elektronisch ausfüllt, spart zusätzlich Zeit und Aufwand. Die dazu benötigte Software kann man vom Internet herunterladen oder beim Steueramt auf einer CD-ROM beziehen. Noch bequemer geht es, wenn du wie etwa in den Kantonen Zürich und Bern, die Steuererklärung online ausfüllen kannst.

2. Steuererklärung ausfüllen

Beginne mit den Zusatzformularen, die du einreichen musst. Die dort berechneten Totalbeträge überträgst du in die Steuererklärung. Anschliessend gehst du diese Punkt für Punkt durch. Wenn du die Steuererklärung elektronisch ausfüllst, folgst du am besten den Anweisungen und der Reihenfolge im Programm. Konsultiere deine letzte Steuererklärung und die letzte definitive Steuerrechnung. Dort siehst du, wie du es das letztes Mal gemacht hast und ob das Steueramt es so akzeptiert hat. Verstehst du etwas nicht, lese zuerst die Wegleitung. Bringt diese dich nicht weiter, wende dich an dein Steueramt, denn dieses ist verpflichtet, Auskunft zu erteilen. Gib alle Einkünfte und Vermögenswerte im In- und Ausland an. Steuerhinterziehung lohnt sich nicht.

3. Steuererklärung einreichen

Die Steuererklärung muss in der Regel bis Ende März unterschrieben und mit allen Beilagen bei der Steuerbehörde eingereicht werden. Kannst du diesen Termin nicht einhalten, stelle rechtzeitig ein Gesuch um Fristerstreckung. Damit das Gesuch bewilligt wird, muss die Verlängerung vor Fristablauf beantragt werden.

Merken

Was geschieht mit meiner Steuererklärung, nachdem ich sie ausgefüllt habe?

Was geschieht mit meiner Steuererklärung, nachdem ich sie ausgefüllt habe?

Seuererklärung fertig, was dann? Zuerst wird überprüft, ob die eingereichte Steuererklärung unterschrieben sowie vollständig und fristgerecht eingereicht worden ist. Anschliessend wird sie im elektronischen Veranlagungssystem erfasst und inhaltlich überprüft.

Sofern nötig nimmt die Steuerbehörde weitere Untersuchungen wie z.B. Einforderung von zusätzlichen Belegen vor. Danach setzt sie die Steuerfaktoren, d.h. das steuerbare Einkommen und Vermögen, fest.

Wird die Steuererklärung nicht rechtzeitig eingereicht, wird die steuerpflichtige Person gemahnt. Wenn sie trotz Mahnung ihre Steuererklärung nicht einreicht, werden ihre Steuerfaktoren nach Erfahrungszahlen, der Vermögensentwicklung und dem Lebensaufwand der steuerpflichtigen Person festgelegt, auch Ermessensveranlagung genannt. Zudem muss die steuerpflichtige Person wegen nicht Einreichung der Steuererklärung häufig eine Busse bezahlen.

Für mehr Informartion zum Ausfüllen deiner Steuererklärung kannst du dich an deine Gemeinde wenden!

Wozu brauche ich eine Budgetplanung?

Der erste Schritt, um Schulden zu vermeiden, ist die Aufstellung eines Budgets!

Wer über ein Einkommen verfügt und Geld ausgibt, egal ob Lernende, Einzelverdiener oder Familien, sollte ein Budget erstellen, um seine Finanzen erfolgreich zu organisieren und zu managen. Dabei gilt die Faustregel: Nie mehr Geld ausgeben, als du effektiv zur Verfügung hast. Wichtig ist auch, Geld für die Ferien, das Sparkonto und die Steuern zu sparen!

Das Budget hilft dir, deine Finanzen im Griff zu haben. So siehst du auch sofort, wenn deine Ausgaben höher sind als deine Einnahmen. Du erkennst genau, wo die Ausgaben zu hoch sind und wo noch allfälliges Sparpotential vorhanden ist.

Ein Budget bringt auch einen besseren Überblick über zukünftige Ausgaben, wenn du zum Beispiel eine Weiterbildung machen willst oder sich deine aktuelle Lebenssituation verändert.

Gerade der Eintritt ins richtige Berufsleben birgt finanzielle Risiken. Es ist toll, plötzlich so viel mehr Geld als während der Lehre oder des Studiums zu haben! Da kann man sich doch gleich ein paar Wünsche erfüllen und das Geld ausgeben! Leider wird aber die nächste Steuerrechnung mit Sicherheit ins Haus flattern und um einiges höher ausfallen als vorher, weil ja das Einkommen gestiegen ist. Sie muss bezahlt werden und wenn du sie nicht mit einberechnest, also budgetierst, wirst du eine böse Überraschung erleben. Du kannst aber in der Regel bei der Steuerbehörde eine Anpassung deiner provisorischen Steuerrechnungen verlangen. Dieser Antrag kann je nach Kanton in schriftlicher Form oder telefonisch gestellt werden.

Wende dich an deine Wohngemeinde wenn du Hilfe beim Ausfüllen deiner Steuern brauchst!

Wie werden Lotterie- und Totogewinne besteuert?

Wie werden Lotterie- und Totogewinne besteuert?

Gewinne aus Glücksspielen in der Schweiz sowie im Ausland sind in allen Kantonen steuerpflichtig. Dazu gehören auch Gewinne aus Sportwetten. 35% des Gewinns werden vom Veranstalter der Lotterie als Verrechnungssteuer an die Eidgenössische Steuerverwaltung überwiesen. Diese wird bei korrekter Deklaration des Gewinnes in der Steuererklärung wieder zurückerstattet.

Die Steuersätze und steuerfreie Gewinne sind je nach Wohnkanton unterschiedlich.

Für mehr Informationen zum Ausfüllen deiner Steuererklärung kannst du dich an deine Gemeinde wenden!