Krankheits- und Unfallkosten abziehen

Krankheits- und Unfallkosten von den Steuern abziehen!

Krankheits- und Unfallkosten sind steuerlich abziehbar, soweit sie 5% des Reineinkommens übersteigen. Abzugsfähig sind die eigenen Krankheitskosten, die Krankheitskosten der Kinder, für welche ein Kinderabzug zulässig ist, und die Krankheitskosten unterhaltener Personen. Abziehbar sind sämtliche Krankheitskosten, welche im entsprechenden Steuerjahr in Rechnung gestellt wurden und nicht von der Krankenkasse oder anderen übernommen werden. Allfällige Hilflosenentschädigungen sind anzurechnen
Die Krankheitskosten sind auf eine Zusammenstellung aufzuführen. Die entsprechenden Belege (Arztzeugnisse, Rechnungen, Krankenkassenbelege) müssen aufbewahrt werden, damit sie auf Verlangen eingereicht werden können. Krankheitskostenpauschalen sind nicht mehr vorgesehen, weil die meisten Krankheiten in so unterschiedlicher Form auftreten, dass sich Pauschalen nicht rechtfertigen.
Als abziehbare Krankheits- und Unfallkosten gelten Ausgaben für medizinische Behandlungen, welche die Wiederherstellung oder Erhaltung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bezwecken.
Von den Krankheits- und Unfallkosten sind die Lebenshaltungskosten zu unterscheiden. Lebenshaltungskosten sind nicht abziehbar.

Was ist die Pauschalsteuer?

Pauschalsteuer – was ist das?

Die Pauschalsteuer ist ein Veranlagungsverfahren. Dabei werden die Steuern nicht wie üblich anhand des Einkommens und Vermögens berechnet, sondern auf der Grundlage der Lebenshaltungskosten einer Person. Vereinfacht bedeuten sie: Die Höhe der Steuerrechnung von Pauschalbesteuerten hängt von ihren Ausgaben ab.
Miete, Gärtner, Autoversicherung – das alles kostet. Auf diese Ausgaben kommt es an. Die Steuerbehörde berechnet die Steuer auf der Grundlage dieser Kosten. Dazu zählen auch Posten im Ausland: Besucht der Spross eine Elite-Uni in den USA, so berücksichtigt sie auch diesen Posten. Wie hoch die Steuer effektiv ausfällt, entscheiden die Kantone.
Grundsätzlich können sich nur ausländische Staatsangehörige pauschalbesteuern lassen, die ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegen. Aber nur, wenn sie im Land keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.
5 Kantone haben die Pauschalsteuer abgeschafft: Zürich, die beiden Basel, Schaffhausen und Appenzell Ausserrhoden.

Steuern in Raten bezhalen

Steuern in Raten bezhalen?

Zuerst die Steuererklärung ausfüllen, einreichen und dann die Steuerrechnung bezhalen. Doch in wie vielen Raten darf man die Rechnung bezahlen?
Die Anzahl Raten für die Steuereinzahlungen können von den Steuerzahlern nicht beliebig gewählt werden. Im Kanton Zürich zum Beispiel sind sie in Paragraf 50 der «Verordnung zum Steuergesetz» festgehalten. Dort sind der 30. Juni, 30. September und der 31. Dezember als Termine für Ratenzahlungen vorgesehen. In anderen Kantonen ist es nicht viel anders.
Wer tatsächlich ein Problem damit hat, die Steuern auf diese drei Termine hin fristgerecht zu bezahlen, sollte sich mit seinem Gemeindesteueramt in Verbindung setzen. Im Kanton Zürich dürfen die Gemeinden den Betrag auch in sieben Raten, also monatlich per 30. Juni bis per 31. Dezember, anfordern.
Es besteht auch die Möglichkeit, gleich zu Beginn den ganzen Betrag einzubezahlen. Einige Kantone bezahlen dann einen Vorauszahlungszins. Im Kanton Aargau ist es 1 Prozent, in Zürich sind es 1,5 Prozent und im Kanton Zug sogar 2 Prozent. Wer die Steuerrechnung nicht rechtzeitig bezahlt, wird hingegen mit einem Verzugszins belastet. Dieser beträgt je nach Kanton zwischen 2 und 5 Prozent.

Nebeneinkünfte richtig versteuern

Das Steueramt macht in keinem Fall eine Ausnahme, wenn es um das Einkommen aus einem Nebenverdienst geht. Es muss in voller Höhe in der Steuererklärung angegeben werden. Bei Zuwiderhandlungen können teils empfindliche Strafen ausgesprochen werden. Auf einen nicht deklarierten Nebenverdienst muss man im Zweifelsfall nämlich nicht nur die geschuldeten Steuern nachzahlen, sondern für diese auch noch Verzugszinsen entrichten.
Obendrauf gibt es dann noch eine Strafsteuer – die reicht beispielsweise im Kanton Zürich vom einfachen bis zum dreifachen der geschuldeten Steuern. Entscheidend bei ihrer Bemessung ist, ob die Steuerhinterziehung vorsätzlich begangen wurde, um welche Summen es sich handelt und welche Finessen man sich hat einfallen lassen.Wer sein Einkommen aus dem Nebenerwerb ordentlich beim Steueramt deklariert, kann darauf allerdings – wie beim Haupterwerb – Abzüge für Berufsauslagen geltend machen

Wie zieht man Gesundheitskosten ab?

Krankenkassenprämien werden indirekt über einen Pauschalabzug für Versicherungsprämien abzogen. Allerdings nicht der gesamte Betrag. Kantonal ist geregelt, wieviel man genau ansetzen kann. So dürfen im Kanton Bern berufstätige verheiratete Männer und Frauen maximal 4‘800.- abziehen, in Zürich 5‘200.-.
Aber nicht nur einen Teil der Prämien kann man vom Einkommen abziehen, auch die effektiven Krankheitskosten. Allerdings gilt, die Bestimmungen in der Wegleitung zur Steuererklärung genau zu studieren. Denn abgezogen werden können Ausgaben für Zahnarzt, Arzt, Spital, Medikamente und Therapien nämlich erst, wenn die Kosten fünf Prozent des Einkommens übersteigen. Ausserdem gilt, dass Krankheitskosten nur geltend gemacht werden dürfen, wenn diese ärztlich verordnet wurden. Wer sich beispielsweise die Augen aus rein ästhetischen Gründen operieren lässt, der ist für seine Kosten selbst verantwortlich – und darf sie folglich auch nicht abziehen.
Sind die Eingriffe allerdings ärztlich verordnet und somit vom Einkommen abziehbar, dann empfiehlt es sich, gut zu planen: Lege Arztbesuche, Therapien und Co. in die erste Jahreshälfte. So stellst du sicher, dass alle Rechnungen noch im gleichen Jahr eintreffen und diese mit dem laufenden Selbstbehalt verrechnet werden können. Ansonsten riskierst du, den Abzug zu verschenken.

Schenkungen besteuern

Wie muss man Schenkungen versteuern?
Die Schenkungssteuer ist vom Empfänger der Zuwendung zu entrichten. Als Berechnungsgrundlage gilt der Wert des übertragenen Vermögens. Grundlage für die Berechnung der Schenkungssteuer ist grundsätzlich der Wert der unentgeltlichen Zuwendung. Schenkungen von persönlichen und Hausrat-Gegenständen werden nicht besteuert. In der Regel sind Ehegatten und Personen in eingetragener Partnerschaft untereinander sowie Nachkommen, Stief- oder Pflegekinder von dieser Steuer befreit.
Die meisten Kantone erheben eine Schenkungssteuer. Mit dieser Steuer soll vermieden werden, dass die Erbschaftssteuer mittels Schenkungen umgangen wird. Der einzige Kanton, der keine Schenkungssteuer für alle Schenkungstatbestände kennt, ist der Kanton Schwyz.
Die Schenkung ist in der Mehrheit der Kantone mittels einer separaten Steuererklärung vom Empfänger zu deklarieren und ab Zuwendungsdatum als Vermögen in der normalen Steuererklärung zu versteuern. Beachte die Fristen für die Meldung der Zuwendung und für die Zahlung der Schenkungssteuer, welche von Kanton zu Kanton variiert.

Soll man die Steuererklärung von einem Profi erledigen lassen?

Generell ist der Beizug eines Steuerberaters oder Treuhänders dann sinnvoll, wenn es sich um komplexe Steuerverhältnisse handelt. Etwa bei Teilselbstständigkeit, direkt nach dem Schritt in die Selbstständigkeit, nach definitiver Trennung oder Scheidung vom Ehepartner oder bei einer neuen Erbengemeinschaft. Als Laie weiss man in der Regel nicht, welche Werte wer wo einsetzen muss und ob und wo man Abzüge geltend machen kann. Ein Beispiel: Bis zur Erbteilung müssen alle Erben den Wert der Hinterlassenschaft anteilsmässig aufführen. Als Wert muss jedoch nicht der Steuerwert, sondern der Verkehrswert beim Zeitpunkt des Todes des Erblassers eingesetzt werden. Unter solchen Umständen ist es darum empfehlenswert, zumindest für das erste Jahr das Ausfüllen der Steuererklärung einem Profi zu übergeben. Anders bei einer einfachen Steuererklärung, etwa der eines unverheirateten Angestellten mit zwei, drei Bankkonti und ein, zwei Wertschriften. Bei Einzelfragen kann man sich auch direkt an den Steuerkommissär wenden.
Wer die Mühe nicht auf sich nehmen will und seine Unterlagen einem Steuerprofi übergibt, muss bei einfachen Fällen mit Honorarkosten von rund 200.- rechnen. Komplexere Steuersituationen kommen schnell auf 1000.- und mehr zu stehen.

Sind Zahnarztkosten steuerlich absetzbar?

Sind Zahnarztkosten absetzbar?

Kann man die Rechnung des Zahnarztes in der Steuererklärung abziehen?
Nachgewiesene Zahnarztkosten, für die keine Versicherung aufkommt, können in den meisten Kantonen sowie beim Bund unter dem Punkt Krankheits-, Unfall- und Invaliditätskosten abgezogen werden. Allerdings musst du vom Rechnungsbetrag in der Regel einen Selbstbehalt von meist 5 Prozent des Netto- oder des steuerbaren Reineinkommens abziehen.
Bei einem Nettoeinkommen von 100000 Franken und einer Zahnarztrechnung über 8000 Franken wären demnach 3000 Franken steuerlich absetzbar. In einigen Kantonen gilt ein tieferer Selbstbehalt, in den Kantonen St. Gallen und Wallis beispielsweise 2 Prozent sowie im Kanton Glarus 3 Prozent des Nettoeinkommens, im Kanton Schwyz 3 Prozent des steuerbaren Einkommens. Ohne Einschränkung kann man die gesamten nicht gedeckten Krankheitskosten im Kanton Baselland abziehen. Generell nicht abzugsfähig sind jedoch Kosten, die weder krankheits- noch unfallbedingt, sondern rein kosmetischer Art sind. Im Zweifelsfall solltest du der Steuererklärung ein Attest des Zahnarztes beilegen.
Zu den steuerlich abzugsfähigen Krankheitskosten zählen übrigens auch andere, nicht durch Versicherungen gedeckte Arzt- oder Medikamentenkosten – etwa die Kostenbeteiligungen bei den Krankenkassen (Selbstbehalt und meist auch die Franchise), Brillen und Kontaktlinsen, Schuheinlagen, Prothesen, Hörapparate sowie ein Teil der Pflegeheimkosten.

Bekomme ich Steuerabzüge für mein volljähriges Kind?

Steuerabzüge für das volljährige Kind?

Klar ist, dass für Eltern minderjähriger Kindern ein Kinderabzug bei der Steuererklärung zusteht. Pro Kind erhalten Eltern einen Abzug von 251 Franken vom Steuerbetrag. Wohlverstanden, vom Steuerbetrag und nicht wie sonst bei Abzügen üblich vom steuerbaren Einkommen. Wenn das Kind oder Kinder volljährig werden, kann immer noch Kinderabzug bei den Steuern beansprucht werden, jedoch müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Kantone können das unterschiedlich regeln. Meist müssen die Eltern zur Hauptsache für den Unterhalt der Kinder aufkommen und die Kinder noch in der beruflichen Erstausbildung stecken. Bei den Abzügen herrscht Kantönligeis: Der Kanton Aargau unterscheidet nicht zwischen Erst- und Zweitausbildung, wohingegen beispielsweise Bern und Zürich dies tun. Mit einer bestandenen Lehre ist eine Erstausbildung abgeschlossen, da sie das volljährige Kind zur Ausübung eines Berufes befähigt. Gewisse Kantone lassen den steuerlichen Kinderabzug bei einer Zweitausbildung zu, wenn sachliche Gründe dafür sprechen. Diese sind individuell und können dem Steueramt in einem Begleitschreiben zur Steuererklärung mitgeteilt werden. Anders ist es, wenn das Kind keine Lehre, sondern die Matura gemacht hätte und jetzt ein Studium anhängen wollte. Sofern die Eltern zukünftig auch weiter hauptsächlich den Unterhalt ihres volljährigen Kindes bestreiten würden, wäre bei ihm auch in den kommenden Jahren der steuerliche Kinderabzug möglich. Denn im Unterschied zur Lehre hat man mit der Matura die Erstausbildung noch nicht abgeschlossen. Das wäre erst der Fall, wenn das volljährige Kind ein Hochschuldiplom hat. Diese Unterschiede sind beim Ausfüllen der Steuererklärung zu beachten.

Was passiert nachdem ich meine Steuererklärung eingereicht habe?

Nachdem die Steuererklärung ausgefüllt und abgeschickt wurde, wird zuerst überprüft, ob die eingereichte Steuererklärung unterschrieben sowie vollständig und fristgerecht eingereicht worden ist. Anschliessend wird sie im elektronischen Veranlagungssystem erfasst und inhaltlich überprüft. Sofern nötig nimmt die Steuerbehörde weitere Untersuchungen (z.B. Einforderung von zusätzlichen Belegen) vor. Danach setzt sie die Steuerfaktoren, d.h. das steuerbare Einkommen und Vermögen, fest. Sind schliesslich die steuerbaren Faktoren bekannt, so wird aufgrund des Steuertarifs der Steuerbetrag bestimmt. Das Ergebnis der Steuerveranlagung wird der steuerpflichtigen Person durch eine Verfügung bekannt gegeben. Mit diesen Angaben kann die steuerpflichtige Person prüfen, ob ihre Veranlagung richtig ist und ob es nötig ist eine Einsprache zu erheben. Im Anschluss folgt die Steuereinforderung, welche auch in Raten beglichen werden kann. Sobald die Steuerveranlagung definitiv ist, wird die Differenz zwischen dem schon bezahlten (Ratenrechnungen) und dem definitiv geschuldeten Betrag berechnet (Saldo).

Was passiert wenn ich meine Steuern nicht zahlen kann?

Grundsätzlich gilt: Die Steuerrechnung muss bezahlt werden, man kommt nicht drum herum!

Wenn man die Steuerschulden nicht begleichen kann, sollte man so früh wie möglich um eine Ratenzahlung bitten. Die Steuerfristen kann man jedoch nicht beliebig lange hinauszögern. Im Kanton Zürich beispielsweise muss der Steuerbetrag innerhalb von 6 Monaten beglichen werden, ausser man kann beweisen, dass höhere Raten den Steuerzahler unter das betreibungsrechtliche Existenzminimum drücken würden.

Eine Erlassung der Steuer ist nur in folgenden Situationen möglich:  wenn die Bezahlung unverschuldet wegen besonderer Umstände wie etwa Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall oder nach einer Scheidung eine unzumutbare Einschränkung der Lebenshaltung zur Folge hätte und der Steuerpflichtige über keinerlei Ersparnisse (dazu gehört auch Wohneigentum) verfügt. Doch wer glaubt, er könne sich vor der Zahlung seiner Steuern drücken, hat sich geschnitten. Den Steuerämtern stehen umfassende Massnahmen zur Verfügung, fällige Steuerschulden einzutreiben – von der Zwangseinschätzung bis zu Betreibung und Lohnpfändung. Nur wo es wirklich nichts zu holen gibt, kann in Ausnahmefällen ein Steuererlassverfügt werden.

Was versteht man unter Kopfsteuer?

Die Kopfsteuer bezeichnet eine Steuer, welche von jeder Person unabhängig von deren Einkommen, Vermögen oder sonstiger persönlicher Merkmale entrichtet werden muss.
Der Vorteil der Kopfsteuer liegt darin, dass sie die effizienteste aller Steuerformen ist. Einerseits werden die Anreize für die wirtschaftliche Aktivität nicht verzerrt, da der Steuerbetrag unabhängig von individuellen Merkmalen und Entscheidungen stets gleich hoch ausfällt. Andererseits ist die Kopfsteuer aufgrund ihrer Einfachheit mit einem niedrigen administrativen Aufwand für die Steuerpflichtigen und die Steuerbehörden verbunden.
Der Nachteil der Kopfsteuer ist jedoch, dass sie von sämtlichen Bevölkerungsschichten genau den gleichen absoluten Steuerbetrag fordert und nicht nach Leistungsfähigkeit unterscheidet. Dadurch fällt die relative Steuerbelastung für Personen mit einem tiefen Einkommen höher aus als für Personen mit einem hohen Einkommen. Dies wird oft als sozial ungerecht kritisiert.
In der Schweiz wird die Kopfsteuer als „Personalsteuer“ bezeichnet und wird von einigen Kantonen erhoben. Trägt man also bei der Steuererklärung kein Vermögen ein, so wird man dennoch oft eine Kopfsteuer von zwischen 10 und 60 Franken an die Gemeinde bezahlen müssen.