Unternehmenssteuerreform abgelehnt – Neue Vorlage

Die Vorlage wurde abgelehnt. Nun muss ein neuer Vorschlag her.

Kaum eine Vorlage wurde so viel diskutiert wie die Unternehmenssteuerreform III. Am vergangenen Abstimmungssonntag, dem 12. Februar 2017 hat das Volk entschieden: Die Unternehmenssteuerreform wurde abgelehnt. Dies zur Freude der Linken und Gewerkschaften und gleichzeitgem Unmut der Rechten.

Die Gegner freuen sich, dass gemäss eigenen Aussagen Steuergeschenke für reiche Aktionäre auf Kosten von Bildung, Gesundheit etc. vom Volk nicht akzeptiert werden. Die Befürworter der Reform warnen nun, dass bei den betroffenen Unternehmen nun Rechts- und Planungsunsicherheit besteht. So besteht die Gefahr, dass die Unternehmen abwandern und so Arbeitsplätze verloren gehen.

Beide Parteien sind sich aber einig, dass möglichst rasch eine neue Reformvorlage zur Unternehmensbesteuerung her muss. Bei den Details einer neuen möglichen Steuerreform bestehen jedoch nach wie vor bei den Linken und Rechten grosse Meinungsunterschiede. So fordern Linke beispielsweise eine Gegenfinanzierung von Wirtschaftsträgern. Wie eine neue Vorlage aussehen wird, steht noch offen.

Flat Rate Tax im Kanton Schwyz gescheitert

Flat Rate Tax abgelehnt

Die Schwyzer wollen keine Flat Rate Tax.

Wie in einem vorherigen Artikel erläutert, ist die Flat Rate Tax ein Steuersystem, welches aus einem Einheitstarif besteht. So würde sämtliches Einkommen, unabhängig von der Höhe, mit einem einheitlichen Prozentsatz versteuert werden. Der Kanton Obwalden hat 2008 als erstes die Flat Rate Tax eingeführt, gefolgt von Uri im Jahr 2009.

Im Kanton Schwyz ist es diesbezüglich zu einer Abstimmung gekommen, weil ein Teil des Parlaments dieses Steuersystem ab 2017 einführen wollte.Dabei wäre ein Steuersatz von 5.1 Prozent geplant gewesen, was den Mittelstand stärker belastet und zu Mehreinnahmen von bis zu 130 Millionen Franken geführt hätte.

Dazu wird es aber nicht kommen. Am Abstimmungssonntag haben mit einer Stimmbeteiligung von 46.2 Prozent 37’055 Personen die Vorlage abgelehnt, nur 9974 haben zugestimmt. Keine einzige Gemeinde hat die Vorlage angenommen. Der Finanzdirektor des Kantons ist vom Ergebnis nicht überrascht. Die FDP sieht die Ablehnung als eine verpasste Chance, da die Mehreinnahmen zur „längst überfälligen“ Sanierung des Staatshaushaltes beigetragen hätte.

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