Was ist die Quellensteuer?

Was ist eine Quellensteuer?

Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung B oder L müssen in der Schweiz eine Quellensteuer bezahlen. In diesem Fall zieht der Arbeitgeber die anfallenden Steuerkosten direkt vom Lohn ab und es fallen für den ausländischen Arbeitnehmer keinerlei Zusatzaufwände an. Mit dem Quellensteuerabzug sind alle Steuerpflichten abgegolten, sofern das Bruttojahreseinkommen unter 120’000.- liegt.
Es ist möglich – unabhängig von der Höhe des Einkommens und des Vermögens -, eine sogenannte Quellensteuerkorrektur zu beantragen, damit ein gewisser Anteil der Quellensteuer zurückerstattet wird.
Es gibt zwei Fälle, in denen zusätzlich zur Quellensteuer auch noch eine normale Steuererklärung ausgefüllt werden muss:
-Wenn das Bruttojahreseinkommen mehr als 120’000.- beträgt, muss eine normale Steuererklärung – eine sogenannte nachträgliche Veranlagung – ausgefüllt werden. Dies gilt auch für Ehepaare: Sobald eine Person mehr als 120’000.- brutto verdient pro Jahr, muss das Ehepaar eine zusätzliche Steuererklärung ausfüllen.
-Wer Erträge aus Wertschriften, Liegenschaften, Alimenten oder Selbstständigkeit ausweisen kann oder Vermögen hat oder Lotterie-Gewinnen erwirtschaftet, muss in jedem Fall eine ergänzende Veranlagung vornehmen – unabhängig von der Höhe des Einkommens.

Was ist die Quellensteuer?

Die Quellensteuer wird direkt vom Lohn abgerechnet.

Die Quellensteuer ist eine Steuer, die vor allem bei ausländischen Arbeitnehmenden, Arbeitnehmer ohne Niederlassungsbewilligung C oder im Ausland lebenden Künstlern und Sportlern oder Empfänger von Verwaltungsratsentschädigungen und Vorsorgeleistungen entrichtet wird. Die Berechnung der kantonalen Quellensteuer erfolgt in der Regel aus dem Durchschnitt der Steuersätze aller Gemeinden. Die Berechnung erfolgt immer vom Bruttogehalt inklusive aller Zulagen. So fällt das Ausfüllen der Steuererklärung weg.

Bei der Quellensteuer wird der Steuerbetrag direkt vom Arbeitgeber bzw. Versicherer abgezogen.

Dies sind die wichtigsten Punkte:

  • Die Quellensteuer wird vom Bruttolohn inkl. aller Zulagen berechnet und ist je Kanton unterschiedlich
  • Bei der Quellensteuer gibt es diverse Tarife: Für alleinstehende Steuerpflichtige ohne Kinder, Steuerpflichtige mit Kinder, Verheiratete Steuerpflichtige sowie alleinerziehende Steuerpflichtige
  • Der Steuertarif wird vom Steueramt der Gemeinde ausgewählt und definitiv verfügt
  • Der Arbeitgeber zieht die Quellensteuer monatlich ab und überweist diese direkt an das jeweilige kantonale Steueramt
  • Auf der Lohnabrechnung wird die Quellensteuer ausgewiesen
  • Die Quellensteuer ist bei steuerlicher Veranlagung aufgrund DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) mit vielen Ländern anrechenbar

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Was ist eine Besteuerung nach Aufwand?

Die Besteuerung nach Aufwand ist eine Sondersteuer.

Die Besteuerung nach dem Aufwand ist eine besondere Art der Einkommens- und Vermögensbesteuerung. Diese Art der Besteuerung ist nur für Personen vorgesehen, die kein Schweizer Bürgerrecht besitzen und in der Schweiz keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

Bei der Besteuerung nach dem Aufwand, auch Pauschalsteuer genannt, gilt der Gesamtbetrag der jährlichen Lebenshaltungskosten der steuerpflichtigen Person und seiner Familie als Bemessungsgrundlage. Hier besteht in den meisten Kantonen ein Mindestbetrag des fünffachen Betrags des Mietwerts oder Mietzinses. Dies ist jedoch lediglich eine Untergrenze. Der Steuerbetrag richtet sich nach dem effektiven Lebensaufwand. Zudem darf die Steuer nicht tiefer sein, als die nach dem ordentlichen Tarif (Einkommen und Vermögen) berechnete Steuer.

Für viele Parteien ist eine solche Sonderbesteuerung eine Frage der Steuererechtigkeit. So hat sich beispielsweise der Kanton Zürich im Jahre 2009 gegen die Pauschalsteuer ausgesprochen und diese abgeschafft, gefolgt von den Kantonen Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Baselland und Baselstadt. Der Bundesrat hingegen lehnt eine Abschaffung der Besteuerung nach Aufwand ab. Dies hat volkswirtschaftliche Gründe.

Die Quellensteuer in der Schweiz

Quellensteuer Schweiz

Einkommen ausländischer Arbeitnehmenden unterliegt der Quellensteuer.

Bei der Besteuerung von Steuerpflichtigen und somit auch beim Ausfüllen der Steuererklärung werden viele Faktoren berücksichtigt. So spielt auch die Nationalität, bzw. die Niederlassungsbewilligung eine wichtige Rolle.

Ausländische Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und Niederlassungsbewilligung C deklarieren ihr Einkommen und Vermögen mit der normalen Steuererklärung wie Schweizer Bürger. Ansonsten unterliegen ausländische Personen, die in der Schweiz arbeiten, einer besonderen Besteuerung – nämlich der Quellensteuer. Die Quellensteuer ist eine Steuer, die direkt vom Einkommen abgezogen wird.

Als steuerpflichtig gelten in diesem Fall Personen, die entweder ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben aber die Bewilligung C (noch) nicht besitzen, oder Personen, welche keinen steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben aber hier arbeiten. Letzteres sind meist Grenzgänger, Wochenaufenthalter, Referenten, Sportler, Künstler etc. Die Quellensteuer wird meist direkt durch den Arbeitgeber verrechnet.

Die Quellensteuertarife sind je nach Kanton unterschiedlich. Grundsätzlich ist es aber so, dass wenn das Einkommen eines Quellensteuer-Pflichtigen eine Limite erreicht (in fast allen Kantonen 120’000 Franken), nachträglich eine ordentliche Veranlagung für das gesamte Einkommen und Vermögen durchgeführt wird.

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Die Pauschalbesteuerung in der Schweiz

Steuererklärung Schweiz Pauschalsteuer

Die Pauschalbesteuerung in der Schweiz ist ein Sonderfall im Steuerrecht.

Das Ausfüllen der Steuerklärung und die Steuerpflicht ist eine Pflicht, der jeder in der Schweiz wohnhafte Bürger und Erwebstätige nachgehen muss. Im Regelfall werden Steuerpflichtige auf der Grundlage ihres Vermögens und Einkommen besteuert. Ein Sonderfall im Steuerrecht ist die Pauschalbesteuerung. Die Sonderregelungen betreffen nicht nur die Eigenschaften der Steuerpflichtigen, sondern auch die Art und Weise wie sie besteuert werden.

Zum einen betrifft die Pauschalsteuer nur einen kleinen Teil der Steuerpflichtigen. Es betrifft vor allem Ausländer, die in der Schweiz keine Erwebstätigkeit ausüben oder je ausgeübt haben. Zudem Schweizer und Doppelbürger, die zum ersten Mal in der Schweiz Wohnsitz nehmen oder nach mindestens 10 Jahren Abwesenheit zurückkehren und in der Schweiz nicht erwerbstätig sind.

Bei der Pauschalsteuer ist die Bemessungsgrundlage nicht wie im Normalfall das Einkommen und Vermögen, sondern der (Lebens-) Aufwand, die jährlichen Kosten der Lebenshaltung. Dabei gibt es eine untere Limite, wobei die zu verrichtende Steuer nicht tiefer sein darf als die Besteuerung nach Einkommens- und Vermögensfaktoren. Die Steuerbehörden verwenden dabei für die Berechnung verschiedene Methoden an, wie beispielsweise das 7-fache des Eigenmietwerts.

In der Schweiz wird die Pauschalbesteuerung (meist reicher) Ausländer, die in der Schweiz leben aber nicht arbeiten, von vielen Gruppen als Steuerprivileg und steuerliche Bevorzugung angesehen. Dies, weil vor allem viele Millionäre mit grossem Vermögen davon profitieren und nur einen für sie verhältnismässig kleinen Steuerbetrag entrichten müssen. Darum wurde im Jahr 2012 eine Initiative für die schweizweite Abschaffung der Pauschalbesteuerung lanciert, die jedoch gescheitert ist. In manchen Kantonen wurde die Pauschalsteuer jedoch bereits abgeschafft. In anderen Kantonen gibt es sie noch, aber teilweise mit strengeren Regelungen.

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