Sind Zahnarztkosten steuerlich absetzbar?

Sind Zahnarztkosten absetzbar?

Kann man die Rechnung des Zahnarztes in der Steuererklärung abziehen?
Nachgewiesene Zahnarztkosten, für die keine Versicherung aufkommt, können in den meisten Kantonen sowie beim Bund unter dem Punkt Krankheits-, Unfall- und Invaliditätskosten abgezogen werden. Allerdings musst du vom Rechnungsbetrag in der Regel einen Selbstbehalt von meist 5 Prozent des Netto- oder des steuerbaren Reineinkommens abziehen.
Bei einem Nettoeinkommen von 100000 Franken und einer Zahnarztrechnung über 8000 Franken wären demnach 3000 Franken steuerlich absetzbar. In einigen Kantonen gilt ein tieferer Selbstbehalt, in den Kantonen St. Gallen und Wallis beispielsweise 2 Prozent sowie im Kanton Glarus 3 Prozent des Nettoeinkommens, im Kanton Schwyz 3 Prozent des steuerbaren Einkommens. Ohne Einschränkung kann man die gesamten nicht gedeckten Krankheitskosten im Kanton Baselland abziehen. Generell nicht abzugsfähig sind jedoch Kosten, die weder krankheits- noch unfallbedingt, sondern rein kosmetischer Art sind. Im Zweifelsfall solltest du der Steuererklärung ein Attest des Zahnarztes beilegen.
Zu den steuerlich abzugsfähigen Krankheitskosten zählen übrigens auch andere, nicht durch Versicherungen gedeckte Arzt- oder Medikamentenkosten – etwa die Kostenbeteiligungen bei den Krankenkassen (Selbstbehalt und meist auch die Franchise), Brillen und Kontaktlinsen, Schuheinlagen, Prothesen, Hörapparate sowie ein Teil der Pflegeheimkosten.

Ist mein Gold im Tresor illegal?

Gold versteuern?

Goldbarren von der Bank holen und zu Hause in den Tresor legen. Verstösst das gegen die Steuervorschriften?

Nein, nicht wenn Du Geld und Gold weiterhin korrekt in der Steuererklärung deklarierst. Grundsätzlich bist du frei, in welcher Form du das Vermögen anlegst und aufbewahren willst, das Steueramt kann da keine Vorschriften machen. Aber selbstverständlich gehören Bargeld und Gold weiterhin zum steuerbaren Vermögen und müssen im Hauptformular der Steuererklärung unter «Vermögen» aufgeführt werden.
Der Frankenbetrag ist einfach zu bestimmen. Den Wert des Goldes musst du in der Kursliste der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) heraussuchen. Falls du auch ausländische Banknoten besitzt, entnimmst du die Umrechnungskurse ebenfalls dieser Liste. Versteuerst du die Werte nicht oder nicht korrekt, machst du dich strafbar. Das wäre eine Steuerhinterziehung, die beim Auffliegen nebst Nachsteuern und Verzugszinsen auch eine Busse zur Folge hätte.

Welche Belege muss ich mit der Steuererklärung einreichen?

Im Juli 2016 wurde ein neues Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens verkündet. Jeder Steuerzahler war bis anhin verpflichtet, bestimmte Belege mit der Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Ab 2017 wurde aus der Belegpflicht eine sogenannte Belegvorhaltepflicht. Was bedeutet das? Wer seine Steuererklärung abgibt, ist nicht mehr verpflichtet, Belege mit einzureichen. Trotzdem müssen die Belege gesammelt und aufbewahrt werden, denn bei Bedarf kann das Finanzamt die Unterlagen nachfordern.

Das neue Gesetz trat zwar am 1. Januar 2017 in Kraft, die Änderungen gelten aber erst für Belege, die 2017 gesammelt werden. Diese werden im Steuerjahr 2018 mit der Steuererklärung 2017 eingereicht.

Demnach sollten folgende Nachweise, im Original, der Steuererklärung beigelegt und die Kopien zuhause aufbewahrt werden:

  • Bescheinigungen über Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld oder Elterngeld
    Die Bescheinigungen erhältst du von der Behörde, die dir das Geld gezahlt hat.
  • Steuerbescheinigungen über Kapitalertragsteuer oder Zinsabschläge zum Beispiel aus Aktienfonds
    Wird von der Bank in der Regel automatisch geschickt. Alle Einkünfte aus Kapitalvermögen musst du in der Anlage KAP eintragen.
  • Spendenbescheinigungen bzw. Zuwendungsbestätigungen
    Übrigens steht dir nicht nur für eine Geldspende eine Quittung zu, sondern auch für Sachspenden oder sogar für die gespendete Zeit! Spenden werden in den Mantelbogen auf Seite 2 eingetragen.
  • Nachweis von außergewöhnlichen Belastungen
    Dazu zgehören z.B. Krankheitskosten, Pflege- und Pflegeheimkosten, Unterhaltskosten, Beerdigungskosten etc. Außergewöhnliche Belastungen müssen im Mantelbogen auf Seite 3 eintragen werden.
  • Nachweise einer Behinderung
    Das sind in der Regel entweder ein Schwerbehindertenausweis oder ein Feststellungsbescheid. Beides stellt das zuständige Versorgungsamt aus. Diese Ausgaben gehören in den Mantelbogen auf Seite 3.
  • Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit
    Diese Ausgaben für Unterhaltszahlungen werden in die Anlage Unterhalt eingetragen.
    Wenn Unterhalt für ein Kind gezahlt wird, muss in der Regel keine Kindergeldbescheinigung beigelegt werden. Solltest du allerdings doch dazu aufgefordert werden, bekommst du diese bei der Familienkasse.
  • Studienbescheinigung
    Wenn dein Kind studiert sollte die sogenannte Immatrikulationsbescheinigung beiliegen.
  • Bescheinigung über geleistete Altersvorsorgebeiträge
    Dazu zählt hauptsächlich die sogenannte Riester-Rente. Die Bank oder Versicherung schickt die Bescheinigung automatisch zu. Die Kosten für Altersvorsorgebeiträge gehören in die Anlage AV.
  • Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen
    Wenn du die Arbeitnehmersparzulage beanträgst musst du die Anlage VL einreichen. Das ist eine Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen, die vom betreffenden Anlageinstitut jährlich zugeschickt wird.Du kannst dich auch an deine Gemeinde wenden, um dir beim Ausfüllen deiner Steuererklärung helfen zu lassen.

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Fehler beim Ausfüllen der Steuererklärung

Fehler bei der Steuererklärung

Teure Fehler beim Ausfüllen der Steuererklärung.

Beim Ausfüllen der Steuererklärung werden jährlich immer wieder die gleichen Fehler gemacht, auf dieser Weise schenken die Schweizer dem Jahr Millionen von Franken. Die elektronische Anwendung, die uns ermöglicht die Steuererklärungen ganz bequem und schnell am Computer zu erledigen, ist schon deutlich einfacher als die Schriftliche, man muss aber dennoch aufpassen. Die Steuererklärung wird oft falsch ausgefüllt wegen Flüchtigkeitsfehler oder einfach aus Unkenntnis.

Der häufigste Fehler beim Ausfüllen ist, dass die Steuerpflichtigen einzelne legale Steuerabzüge nicht geltend machen. Für Berufstätige gelten z.B. die Fahrkosten oder die Mittagsverpflegung aber auch Spenden, Abzügen betreffend Liegenschaften, Versicherungsprämien, Krankheitskosten und die Einzahlungen in die 2. und 3. Säule gehören dazu. Die Abzüge sind jedoch nicht in jedem Kanton gleich, also wenn du etwas Geld sparen möchtest, informiere dich über die Abzugsmöglichkeiten.

Im Bereich der Versicherungs- und Krankenkassenprämien lohnt es sich am meisten, wenn es in der Steuererklärung erwähnt wird. Krankheits- und Unfallkosten, die deine Versicherung nicht übernommen werden von den Steuern abgezogen. Zahnarzt-Rechnungen sowie die Kosten für Brillen und Kontaktlinsen gehören zu den möglichen Abzügen. Aber Achtung, diese Abzüge sind erst möglich wenn sie fünf Prozent des Nettoeinkommens übersteigen.

Damit alles klappt mit den Abzügen müssen die Belege im Verlauf vom Jahr gesammelt und aufbewahrt werden.

Nicht zu vernachlässigen ist das sorgfältige Sammeln und Aufbewahren der verschiedenen Belege unter dem Jahr sowie das genaue Durchlesen der Wegleitung, die mit der Steuererklärung verschickt wird. Und es lohnt sich, die Fristen einzuhalten. So sollte man sich genügend Zeit für das Ausfüllen der Steuererklärung einplanen und rechtzeitig damit beginnen.

Hier gibt’s eine Übersicht der Abzüge!

Steuererklärung 2016 ohne Belege

Steuererklärung 2016 ohne Belege

Weniger Papierkram bei der Steuererklärung!

Wenn man die Steuererklärung im Kopf hat, denkt man gleich an zahlreiche Belege. Dieser Gedanke kannst du aber schon bald vergessen, denn das Steueramt verlangt fast keine Belege mehr für die Steuererklärung 2016. Auch wenn die Belege nicht alle eingeschickt werden müssen, ist es nur von Vorteil diese aufzubewahren. Wenn es Unklarheiten gibt, kann es gut möglich sein, dass die Belege nachgefordert werden. Eine erstmalige Spende ist z.B. einen Grund für eine Nachforderung. Man setzt bei dieser neuen Regelung auf Vertrauen aber die Kontrolle bleibt bestehen, also soll man die Steuererklärung weiterhin korrekt ausfüllen. Die Belege solltest du bis zum endgültigen Steuerbescheid aufbewahren.
Angaben die dem Steueramt sowieso schon bekannt sind, muss man in Zukunft auch nicht mehr angeben. Neben der elektronischen Steuererklärung, wird dir das Ausfüllen der Steuererklärung dank der neuen Regelung vereinfacht.

Der Steuerbescheid wird auch immer häufiger elektronisch gesendet, auf dieser Weise werden das Papier und die Versandkosten gespart.Traust du dem Computer nicht? Keine Sorge, nichts von dem ist zwingend aber es wäre sicherlich die schnellere Option deine Steuern zu erledigen.

Vorbereitung für die Steuererklärung

Vorbereitung für die Steuererklärung

So sparst du Zeit und Nerven!

Bald wird die Steuererklärung versendet. Wenn man an diesen Aufwand denkt verliert man gleich jegliche Lust. Doch du kannst dir diese Aufgabe erleichtern indem du frühzeitig all deine wichtigen Unterlagen sammelst. So sparst du viel Zeit und Nerven.

Die wichtigsten Unterlagen sind der Lohnausweis, Bank oder Postauszüge, Wertschriftenbelege, Belege zur freiwilligen Vorsorge, Krankheitstosten (Franchise und Selbstbehalt, Zahnarztrechnung und Brillenrechnungen), Berufskosten (Fahrweg, Arbeitswerkzeuge und Verpflegung), Bestätigung des Arbeitgebers falls man z.B. das Arbeitszimmer im Privathaushalt braucht, Weiterbildungsbelege (Schulgeld, Kurskosten und Kursmaterial), Belege von Spenden (anerkannte Institutionen), Bescheinigung der Arbeitslosenkasse, Alimenten Zahlungen wo man erhalten hat oder geleistet hat, Schuldenbelege, Mietzinseinnahmen.
Wenn du bereits ein Rentenbezüger bist, solltest du die Steuerbescheinigung der AHV sowie andere Rentenausweise zusammenstellen.
Wohneigentümer brauchen die Liegenschaftssteuer Unterlagen, Schuldzinsen, Umbauten und Renovationsbelege und Betriebs- und Verwaltungskosten.

Kläre ab was du abziehen kannst, so sparst du Steuern.

Hier sind die Abzüge aufgelistet!

FriTax für den Kanton Fribourg

FriTax gratis herunterladen

Mache dir das Leben einfacher!

Seit dem Steuerjahr 2014 kann die Steuererklärung über FriTax elektronisch eingereicht werden. Dank der neuen FriTax-Software muss die Steuererklärung nicht mehr auf Papier gedruckt werden, somit fällt der Postversand weg und die Anzahl der Belege ist ebenfalls kleiner.

Diese Informatikanwendung für natürliche Personen wird den Steuerpflichtigen im Kanton Freiburg gratis zur Verfügung gestellt. Mit dem FriTax kann eine unbeschränkte Anzahl von Steuererklärungen ausgefüllt werden. Wenn du deine Steuererklärung bereits im letzten Jahr mit FriTax ausgefüllt hast, kann man die Daten ganz einfach übernehmen und spart somit noch mehr Zeit.

Nachdem die Steuererklärung vollständig und elektronisch versendet wurde, erhältst du eine Übermittlungsquittung. Mit dieser Quittung hast du die Möglichkeit innert 72 Stunden Änderungen vorzunehmen. Sobald diese Frist abgelaufen ist gilt deine Steuererklärung bei dem Steueramt als eingereicht.

Hier kannst du dir FriTax kostenlos herunterladen!