Steuererklärung ausfüllen nach Todesfall

Steuern bei Todesfall

Bei verstorbenen Personen ist die Steuererklärung für die Zeit bis zum Todestag durch die Erben auszufüllen (sogenannte unterjährige Steuerpflicht). Beim Tod einer verheirateten Person werden die Eheleute bis zum Todestag gemeinsam veranlagt. Für die Zeit nach dem Todestag wird der überlebende Ehegatte separat veranlagt.
Ein Todesfall ist für die hinterbliebenen Familienangehörigen und Freunde der verstorbenen Person ein einschneidendes Ereignis. Diesem Umstand versucht die Steuerverwaltung Rechnung zu tragen, indem die Zustellung von Unterlagen jeweils erst nach einer Pietätsfrist von 30 Tagen erfolgt.
Der Todesfall löst bei der Steuerverwaltung in jedem Fall Handlungsbedarf aus. Er beendet nämlich die Steuerpflicht der verstorbenen Person. Deshalb besteht die Steuerpflicht nur während eines Teils des Jahres. Das bis zum Todestag erzielte Einkommen ist zu versteuern. Das Vermögen der verstorbenen Person wird anteilmässig bis zum Todestag besteuert.
Die Erbinnen und Erben haben eine Steuererklärung mit dem Einkommen der verstorbenen Person ab Beginn der Steuerperiode bis zum Todestag sowie mit dem Vermögen am Todestag einzureichen. Für die verstorbene Person erhalten die Erbinnen und Erben eine separate Steuerabrechnung.

Wie erhebe ich Einspruch gegen zu hohe Steuern?

Einsprache gegen zu hohe Steuern

Gegen falsche Steuerbescheide kann man sich wehren. Doch gilt es, Fristen und Vorschriften einzuhalten. Hat die Steuerbehörde keine Einwände gegen die ausgefüllte Steuererklärung, erhält der Steuerpflichtige in der Regel die definitive Schlussrechnung. Hat die Behörde punktuell Änderungen gegenüber der Steuererklärung vorgenommen, erhält der Steuerpflichtige einen Einschätzungsentscheid.
Die Einsprache gegen den Einschätzungsentscheid – mancherorts auch Veranlagungsverfügung genannt – muss innerhalb von 30 Tagen schriftlich und per Einschreiben erfolgen. Die Einsprache muss aus einem Antrag, also einer Forderung, sowie einer Begründung bestehen. Beweismittel sind beizulegen. Einsprachen sind in der Regel unentgeltlich. Davon ausgenommen sind nur solche bei grobem Verschulden – zum Beispiel, wenn man keine Steuererklärung eingereicht hat und sich deshalb verspätet gegen die Einschätzung der Steuerverwaltung wehren will.
Nach Ablauf der 30-tägigen Frist sind Einsprachen nur noch bei begründeter Verhinderung wie schwere Krankheit und Landesabwesenheit möglich. Das Resultat der zweiten Prüfung wird dem Steuerpflichtigen in einem Einspracheentscheid mitgeteilt.

Wie wird die private Nutzung beim Firmenwagen versteuert?

Firmenwagen privat nutzen und versteuern

Oftmals wird dem Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung gestellt, welches er sowohl für geschäftliche wie auch für private Zwecke nutzen kann. In einem solchen Fall wird von einem gemischt genutzten Geschäftswagen gesprochen. Der Privatanteil vom Geschäftsfahrzeug muss sodann dem Arbeitnehmer angerechnet werden und als entgeltliche Leistung an den Arbeitgeber steuerrechtlich deklariert werden.
Dieser Privatanteil kann mittels zwei verschiedenen Berechnungsmethoden ermittelt werden: Der effektiven Methode oder der pauschalen Methode. Bei der effektiven Berechnungsmethode wird der effektive Anteil der Privatnutzung berechnet. Bei der von vielen Firmen bevorzugten pauschalen Berechnungsmethode wird dem Arbeitnehmer 0.8 Prozent des Kaufpreises des Firmenwagens pro Monat, mindestens aber 150 Franken pro Monat als Privatanteil verrechnet. Der so berechnete Privatanteil muss beim Ausfüllen der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden und muss daher im Lohnausweis deklariert werden.

Steuern in Raten bezhalen

Steuern in Raten bezhalen?

Zuerst die Steuererklärung ausfüllen, einreichen und dann die Steuerrechnung bezhalen. Doch in wie vielen Raten darf man die Rechnung bezahlen?
Die Anzahl Raten für die Steuereinzahlungen können von den Steuerzahlern nicht beliebig gewählt werden. Im Kanton Zürich zum Beispiel sind sie in Paragraf 50 der «Verordnung zum Steuergesetz» festgehalten. Dort sind der 30. Juni, 30. September und der 31. Dezember als Termine für Ratenzahlungen vorgesehen. In anderen Kantonen ist es nicht viel anders.
Wer tatsächlich ein Problem damit hat, die Steuern auf diese drei Termine hin fristgerecht zu bezahlen, sollte sich mit seinem Gemeindesteueramt in Verbindung setzen. Im Kanton Zürich dürfen die Gemeinden den Betrag auch in sieben Raten, also monatlich per 30. Juni bis per 31. Dezember, anfordern.
Es besteht auch die Möglichkeit, gleich zu Beginn den ganzen Betrag einzubezahlen. Einige Kantone bezahlen dann einen Vorauszahlungszins. Im Kanton Aargau ist es 1 Prozent, in Zürich sind es 1,5 Prozent und im Kanton Zug sogar 2 Prozent. Wer die Steuerrechnung nicht rechtzeitig bezahlt, wird hingegen mit einem Verzugszins belastet. Dieser beträgt je nach Kanton zwischen 2 und 5 Prozent.

Nebeneinkünfte richtig versteuern

Das Steueramt macht in keinem Fall eine Ausnahme, wenn es um das Einkommen aus einem Nebenverdienst geht. Es muss in voller Höhe in der Steuererklärung angegeben werden. Bei Zuwiderhandlungen können teils empfindliche Strafen ausgesprochen werden. Auf einen nicht deklarierten Nebenverdienst muss man im Zweifelsfall nämlich nicht nur die geschuldeten Steuern nachzahlen, sondern für diese auch noch Verzugszinsen entrichten.
Obendrauf gibt es dann noch eine Strafsteuer – die reicht beispielsweise im Kanton Zürich vom einfachen bis zum dreifachen der geschuldeten Steuern. Entscheidend bei ihrer Bemessung ist, ob die Steuerhinterziehung vorsätzlich begangen wurde, um welche Summen es sich handelt und welche Finessen man sich hat einfallen lassen.Wer sein Einkommen aus dem Nebenerwerb ordentlich beim Steueramt deklariert, kann darauf allerdings – wie beim Haupterwerb – Abzüge für Berufsauslagen geltend machen

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Wie hoch die Hundesteuer ausfällt, ist sehr unterschiedlich, was im Land schon oft für Probleme gesorgt hat. So ist die komplette Berechnung der Steuer für die Haltung von einem oder mehreren Hunden für viele betroffene Personen nicht transparent genug. Während einige Orte „nur“ 50.- pro Jahr berechnen, gibt es ebenfalls Städte, die mit 165.- für die gleiche Hunderasse für Unmut sorgen. Ausserdem finden oft Erhöhungen der Steuer statt, ohne diese begründen zu können. Aus diesem Grund kam es sogar schon vor, dass Petitionen unterschrieben wurden, um dagegen anzugehen.
Möchte man nicht nur einen, sondern mehrere Hunde halten, so wird es richtig teuer. In vielen Orten der Schweiz wird eine Art Lenkungsabgabe berechnet. Das bedeutet, dass jeder weitere Hund doppelt oder sogar dreimal so viel kostet, wie das erste Tier. Das hat vor allem den Grund, dass die Anzahl der Hunde beschränkt werden soll.
Bei wieder anderen Ortschaften des Landes zählt die Rückenhöhe, was bedeutet, dass Hundehalter für Hunde ab einer Rückenhöhe von 40 Zentimeter 20.- oder mehr obendrauf zahlen müssen. Das hängt damit zusammen, dass die Tiere natürlich auch mehr Hundehaufen auf den Strassen sowie den Gehwegen hinterlassen.

Wohnsitzwechsel – wo bin ich steuerpflichtig?

In der Schweiz legen die Kantone und die Gemeinden ihre Steuern selbst fest. Jemand mit gleichem Einkommen und Vermögen erhält je nach Wohnsitz eine unterschiedlich hohe Steuerrechnung. Ein Umzug an einen neuen Ort wirkt sich daher auf die Höhe der zu entrichtenden Steuern aus.
Bei einem Kantonswechsel gilt das sogenannte Zuzugsprinzip: Zieht jemand in einen anderen Kanton, bezahlt er die Steuern für das gesamte Jahr an dem Ort, an dem er am 31. Dezember wohnt. Der Wegzugskanton geht leer aus.
Bei Umzügen innerhalb des gleichen Kantons gelten je nach Kanton andere Regelungen. Die meisten Kantone wenden auch hier das Zuzugsprinzip an.
Wer also Ende Jahr umziehen möchte, sollte sich vorher gut überlegen, in welchem Kanton er am Stichtag des 31. Dezembers seinen Wohnsitz haben möchte. Denn wird der Wohnsitz in einen steuergünstigeren Kanton verlegt, sollte man seine Schriften bestenfalls noch vor dem 31. Dezember am neuen Wohnort deponieren, um von einem möglichen günstigeren Steuerfuss des neuen Wohnsitzkantons zu profitieren.

Abzüge von Fahrkosten

Seit dem Steuerjahr 2016 können Berufspendler bei der direkten Bundessteuer höchstens noch 3000 Franken für Fahrkosten abziehen.
Nutzt die steuerpflichtige Person für ihren Arbeitsweg ein öffentliches Verkehrsmittel (z. B. Bahn, Tram, Bus), kann sie die von ihr dafür aufgewendeten Kosten geltend gemachen.
Hat die steuerpflichtige Person von ihrem Arbeitgeber ein Generalabonnement (GA) oder ein sonstiges Streckenabonnement erhalten, welches sie nicht für ihre Erwerbstätigkeit benötigt, so ist der Wert dieses GA oder Streckenabonnements im Lohnausweis als Lohnbestandteil ausgewiesen. Gleiches gilt, wenn der Arbeitgeber eine Entschädigung für die Arbeitswegkosten zahlt.
In diesen Fällen hat der Arbeitgeber die Arbeitswegkosten getragen und die steuerpflichtige Person muss diese Leistung des Arbeitgebers als Lohn versteuern. Die steuerpflichtige Person kann die Kosten eines öffentlichen Verkehrsmittels als Fahrkosten geltend machen, die sie notwendigerweise aufgewendet hätte, wenn der Arbeitgeber die Kosten nicht getragen oder erstattet hätte
Grundsätzlich sind nur die Kosten abziehbar, die entstehen, wenn für den Arbeitsweg öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden. Nutzt die steuerpflichtige Person für Ihren Arbeitsweg ein privates Verkehrsmittel, dürfen die dafür entstehenden Kosten nur geltend gemacht werden, wenn gewisse Gründe vorliegen.

Schenkungen besteuern

Wie muss man Schenkungen versteuern?
Die Schenkungssteuer ist vom Empfänger der Zuwendung zu entrichten. Als Berechnungsgrundlage gilt der Wert des übertragenen Vermögens. Grundlage für die Berechnung der Schenkungssteuer ist grundsätzlich der Wert der unentgeltlichen Zuwendung. Schenkungen von persönlichen und Hausrat-Gegenständen werden nicht besteuert. In der Regel sind Ehegatten und Personen in eingetragener Partnerschaft untereinander sowie Nachkommen, Stief- oder Pflegekinder von dieser Steuer befreit.
Die meisten Kantone erheben eine Schenkungssteuer. Mit dieser Steuer soll vermieden werden, dass die Erbschaftssteuer mittels Schenkungen umgangen wird. Der einzige Kanton, der keine Schenkungssteuer für alle Schenkungstatbestände kennt, ist der Kanton Schwyz.
Die Schenkung ist in der Mehrheit der Kantone mittels einer separaten Steuererklärung vom Empfänger zu deklarieren und ab Zuwendungsdatum als Vermögen in der normalen Steuererklärung zu versteuern. Beachte die Fristen für die Meldung der Zuwendung und für die Zahlung der Schenkungssteuer, welche von Kanton zu Kanton variiert.

Berufliche Weiterbildung von den Steuern abziehen

Seit dem Steuerjahr 2016 sind alle selbst finanzierten berufsorientierten Umschulungen, Aus- und Weiterbildungen abzugsfähig. Die bisherigen Abgrenzungsprobleme dürften somit der Vergangenheit angehören.
Bis und mit 2015 konnte man nur Weiterbildungskosten abziehen, die einen direkten Zusammenhang mit dem aktuell erzielten Erwerbseinkommen hatten. Sie galten als Gewinnungskosten und mussten bei den Berufsauslagen geltend gemacht werden.
Bisweilen war die Unterscheidung zwischen nicht abzugsfähigen Ausbildungskosten und abzugsfähigen Weiterbildungskosten durch das Steueramt teilweise spitzfindig. Darüber hinaus gab es kantonale Unterschiede in der Handhabung. So kam es vor, dass Arbeitskollegen die Kosten der gleichen Weiterbildung in einem Kanton abziehen durften, im anderen nicht. Für viele Steuerpflichtige war es nicht nachvollziehbar, warum man ihnen den Abzug verweigerte. Viele kamen trotz Einsprache und einer Bestätigung ihres Arbeitgebers nicht durch.
Zu den abzugsfähigen Kosten gehören (u.a.):
– Kurskosten, Prüfungsgebühren
– Kosten für das Kursmaterial (Unterlagen, Bücher, etc.)
– Reisekosten – Kosten für Unterkunft und Verpflegung
– Fahrkosten am Kursort

Soll man die Steuererklärung von einem Profi erledigen lassen?

Generell ist der Beizug eines Steuerberaters oder Treuhänders dann sinnvoll, wenn es sich um komplexe Steuerverhältnisse handelt. Etwa bei Teilselbstständigkeit, direkt nach dem Schritt in die Selbstständigkeit, nach definitiver Trennung oder Scheidung vom Ehepartner oder bei einer neuen Erbengemeinschaft. Als Laie weiss man in der Regel nicht, welche Werte wer wo einsetzen muss und ob und wo man Abzüge geltend machen kann. Ein Beispiel: Bis zur Erbteilung müssen alle Erben den Wert der Hinterlassenschaft anteilsmässig aufführen. Als Wert muss jedoch nicht der Steuerwert, sondern der Verkehrswert beim Zeitpunkt des Todes des Erblassers eingesetzt werden. Unter solchen Umständen ist es darum empfehlenswert, zumindest für das erste Jahr das Ausfüllen der Steuererklärung einem Profi zu übergeben. Anders bei einer einfachen Steuererklärung, etwa der eines unverheirateten Angestellten mit zwei, drei Bankkonti und ein, zwei Wertschriften. Bei Einzelfragen kann man sich auch direkt an den Steuerkommissär wenden.
Wer die Mühe nicht auf sich nehmen will und seine Unterlagen einem Steuerprofi übergibt, muss bei einfachen Fällen mit Honorarkosten von rund 200.- rechnen. Komplexere Steuersituationen kommen schnell auf 1000.- und mehr zu stehen.

Sind Zahnarztkosten steuerlich absetzbar?

Sind Zahnarztkosten absetzbar?

Kann man die Rechnung des Zahnarztes in der Steuererklärung abziehen?
Nachgewiesene Zahnarztkosten, für die keine Versicherung aufkommt, können in den meisten Kantonen sowie beim Bund unter dem Punkt Krankheits-, Unfall- und Invaliditätskosten abgezogen werden. Allerdings musst du vom Rechnungsbetrag in der Regel einen Selbstbehalt von meist 5 Prozent des Netto- oder des steuerbaren Reineinkommens abziehen.
Bei einem Nettoeinkommen von 100000 Franken und einer Zahnarztrechnung über 8000 Franken wären demnach 3000 Franken steuerlich absetzbar. In einigen Kantonen gilt ein tieferer Selbstbehalt, in den Kantonen St. Gallen und Wallis beispielsweise 2 Prozent sowie im Kanton Glarus 3 Prozent des Nettoeinkommens, im Kanton Schwyz 3 Prozent des steuerbaren Einkommens. Ohne Einschränkung kann man die gesamten nicht gedeckten Krankheitskosten im Kanton Baselland abziehen. Generell nicht abzugsfähig sind jedoch Kosten, die weder krankheits- noch unfallbedingt, sondern rein kosmetischer Art sind. Im Zweifelsfall solltest du der Steuererklärung ein Attest des Zahnarztes beilegen.
Zu den steuerlich abzugsfähigen Krankheitskosten zählen übrigens auch andere, nicht durch Versicherungen gedeckte Arzt- oder Medikamentenkosten – etwa die Kostenbeteiligungen bei den Krankenkassen (Selbstbehalt und meist auch die Franchise), Brillen und Kontaktlinsen, Schuheinlagen, Prothesen, Hörapparate sowie ein Teil der Pflegeheimkosten.