Steuern, Ökonomie und Demokratie

Die Steuererklärung gehört zu einer funktionierenden, glücklichen Demokratie.

Das Ausfüllen der Steuerklärung und vor allem das Bezahlen der Steuerrechnung bereitet vielen Schweizer Bürgern grosse Mühe und in manchen Fällen auch nicht unbedeutende finanzielle Last. Darum stellt sich die Frage: Wer bezahlt schon gerne Steuern? Gemäss gewissen Ökonomen sollte diese Frage gar nicht gestellt werden, denn ohne solides Steuerwesen würde es auch keine Demokratie geben, und ohne Demokratie würde theoretisch auch die Steuertransparenz fehlen.

Gemäss dem britischen Ökonom Tony Atkinson, sind die Steuern das Fundament der Demokratie. Die Idee dahinter wurde bereits 1748 erläutert, in dem Montesquieu im Buch „Vom Geist der Gesetze“ schreibt, dass Steuern höher sein könnten, je freier die Leute sind, und müssten demnach niedriger sein, je unfreier sie seien.

Oftmals stellt sich auch die Frage, ob Steuern nun Fluch oder Segen sind. Gemäss einigen Ökonomen hängt die Zufriedenheit der Steuerzahler mit dem Zusammenspiel der Höhe der Steuern und die vom Staat im Gegenzug dafür erbrachte Leistung. So hat bereits Laffer mit seiner berühmten Laffer-Kurve aufgezeigt, dass Steuern bis zu einem bestimmten Punkt erhöht werden können, aber eben nur so lange die Leute auch bereit sind, für Staatsleistungen zu zahlen. Ab einem gewissen Punkt wird es den Steuernzahler zu viel und sie empfinden die Steuer als konfiskatorisch. So wird geschätzt, dass die Mehrwehrsteuer nicht höher als 15%, die Einkommenssteuer zwischen 35 und 45%, die Erbschaftssteuer zwischen 5 und 10% und die Vermögenssteuer zwischen 0,5 und 1% sein sollte.

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Erbschaftssteuer – Die Besteuerung von Erbschaften

Erbschafssteuer

In den meisten Kantonen wird eine Erbschaftssteuer entrichtet.

Nebst Einkommen und Vermögen müssen beim Ausfüllen der Steuererklärung viele weitere Posten angegeben werden, so auch die Erbschaft. So wird eine Erbschaftssteuer von jenen Personen entrichtet, die als Erben einen Nachlass übernehmen. Die Erbschaftssteuer zählt zu den Rechtsverkehrssteuern, weil sie an Übertragungen von Vermögensrechten anknüpfen. Als Berechnungsgrundlage gilt der Wert des übertragenen Vermögens, wobei Zuwendungen von persönlichen Gegenständen oder persönlicher Hausrat nicht darunter fallen. Die Erbschaftssteuer wird dabei nicht vom Bund, sondern von einigen Kantonen und Gemeinden erhoben.

Die Art der Besteuerung variiert, jedoch ist es in der Regel so, dass für Ehegatten und Personen in eingetragener Partnerschaft sowie Nachkommen und Stief- oder Pflegekinder von der Erbschaftssteuer befreit sind. Falls eine Steuer behoben wird, abhängig vom jeweiligen Kanton, so hängt die Höhe zum einen vom Vermögensbetrag sowie dem Verwandtschaftsgrad zwischen dem Erben und der verstorbenen Person ab. Dabei gilt grundsätzlich: je enger der Verwandtschaftsgrad, desto tiefer der Steuerbetrag.

Der einzige Kanton, der keine Erbschaftssteuer erhebt ist der Kanton Schwyz. Auch der Kanton Obwalden möchte die Erbschaftssteuer im Jahre 2017 abschaffen, um seine Steuer-Attraktivität zu steigern. Somit besteuern die meisten Kantone Erbschaften. Eine Einführung bei der Bundessteuer ist kein Thema, eine entsprechende Initiative wurde im vergangenen Jahr abgelehnt.

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Brauche ich einen Berater für das Ausfüllen der Steuererklärung?

Brauche ich einen Berater für das Ausfüllen der Steuererklärung?

Steuerprofi – ja oder nein?

Füllst du dieses Jahr deine Steuererklärung selber aus oder überlässt du diese mühsame Aufgabe einem Steuerprofi? Beide Optionen haben Vor- und Nachteile:

Wenn man die Steuererklärung selber ausfüllt spart man die Kosten für den Steuerprofi. Der Nachteil ist ganz klar der Aufwand. Das Ausfüllen der Steuererklärung nimmt viel Zeit und Nerven in Anspruch, auch alle Unterlagen müssen gesammelt werden. Ausserdem bietet fast jeder Kanton eine elektronische Steuererklärung. Das ist eine Software die man kostenlos herunterladen kann, diese erleichtert dir das Ausfüllen der Steuererklärung. Mit der elektronischen Steuererklärung kann man auch Fehler vermeiden und Abzüge gehen nicht vergessen weil diese bereits erfasst sind. Nachdem du die die Software angewendet hast, werden die Daten gespeichert und können im darauffolgenden Jahr wieder verwendet werden. Mit dieser Anwendung wirst du die Steuererklärung nach dem ersten Mal noch viel schneller erledigt haben. Du bist aber nicht ganz alleine auf dich gestellt wenn du Steuererklärung elektronisch ausfüllst, offene Fragen beantworten dir die Hotline oder eine Auflistung mit den meist-gestellten Fragen.

Hast du aber überhaupt keine Zeit für die Steuererklärung, empfehlen wir dir einen Steuerprofi. Du gibst ihm den Papierkram und er erledigt für dich die Steuererklärung. Der Steuerprofi muss natürlich bezahlt werden aber der Profi hilft dir dabei, gezielt zu sparen.
Bei speziellen Fällen wie z.B. Heirat, Scheidung, Berufswechsel, Stellenverlust, grössere Erbschaften, Pensionierung, Kauf oder Verkauf von Immobilien soll man am besten einen Steuerprofi holen denn solche Angelegenheiten gehören nicht zum Alltag und können beim Ausfüllen der Steuererklärung nicht korrekt vermerkt werden.

Es ist schon sehr verlockend wenn man sich überlegt wieviel Zeit man mit dem Steuerprofi sparen kann, doch diese Variante ist mit Kosten verbunden. Ob sich diese Ausgaben lohnen kann jeder selber entscheiden.

Schenkungssteuer

Schenkungssteuer

Wann muss ich die Schenkungssteuer bezahlen?

In der Schweiz erheben die Kantone (ausser Kanton Schwyz) die einmalige Schenkungssteuer aber nur ab einem bestimmten Wert und Verwandtschaftsgrad von Schenkendem und Beschenktem. Diese Steuern gehören zu den direkten Steuern und müssen von dem Beschenkten beim Ausfüllen der Steuererklärung angegeben werden. Die Schenkungssteuer dient dazu, dass die Erbschaftssteuer nicht all zu leicht umgangen werden können.
Man ist von der Schenkungssteuer befreit wenn es sich um eine Schenkungen an die öffentliche Hand oder soziale Organisationen handelt. In einigen Kanton sind auch die Ehepartnern und direkten Nachkommen zum Teil von der Schenkungssteuer befreit.

Aber was ist eine Schenkung überhaupt? Bei einer Schenkung handelt es sich um Zuwendungen unter Lebenden ohne eine Gegenleistung von dem Beschenkten zu erwarten, wie z.B. die Überschreibung von Grundbesitz oder Unternehmensanteilen.

Direkte und indirekte Steuern von dem Kanton und der Gemeinde

Indirekte Steuern von dem Kanton und der Gemeinde

Welche Steuern sind direkt und welche undirekt?

Der Kanton darf nur Steuern erheben, falls der Bund diese Steuer nicht ausschliesslich für sich in Anspruch nimmt. Dafür muss der Kanton der Gemeinde die Erlaubnis geben über die Steuern die die Gemeinde erheben darf.

Direkte Steuern

  • Einkommenssteuer von natürlichen Personen: Zum Einkommen gilt das Einkommen aus selbstständiger sowie unselbstständiger Erwerbstätigkeit.
  • Vermögenssteuer von natürlichen Personen: (beweglich) Barschaften, Wertschriften, Bankguthaben, Auto, (unbeweglich) Grundstücke, Vermögen, Lebens- und Rentenversicherungen sowie das investierte Vermögen in einem Geschäfts- oder Landwirtschaftsbetrieb
  • Gewinnsteuer von juristischen Personen: Der Gewinn das in einem Geschäftsjahr erreicht wurde.
  • Kapitalsteuer von juristischen Personen: Vermögenssteuer
  • Kopf-, Personal- oder Haushaltsteuer: Wird von volljährigen oder erwerbstätigen Personen in den Kantonen Zürich, Luzern, Uri, Nidwalden, Solothurn, Schaffhausen, Tessin, Waadt, Wallis und Genf verlangt.
  • Lotteriegewinnsteuer: Lotterien und ähnliches
  • Erbschaftssteuer: Vermögensübergang an die Erben
  • Schenkungssteuer: damit die Erbschaftssteuer nicht leicht umgangen werden kann
  • Grundstückgewinnsteuer: der Gewinne von einem verkauften Grundstück
  • Liegenschaftssteuer: wird auch Grundstücksteuer genannt
  • Handänderungssteuer: Eigentumsübergang von einem Grundstück
  • Kantonale Spielbankenabgabe: der erspielte Bruttospielertrag von Spielbanken in den Casinos
  • Kirchensteuer: Steuern der reformierten, römisch-katholischen oder christkatholischen Kirche

Indirekte Steuern

  • Motorfahrzeugsteuer: Motorfahrzeuge und Anhänger
  • Hundesteuer: je nach Grösse oder Gewicht des Hundes fallen die Steuern unterschiedlich aus
  • Vergnügungssteuer: öffentlichen Veranstaltungen
  • Kantonale Stempelsteuer: Urteile, Ausweisschriften, Registerauszüge, Prozessschriften, Gesuche, Rekurse, Verträge, Testamente und Quittungen
  • Lotteriesteuer: Lotterien und Tombolas

Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung

Schwarzgeld besser freiwillig melden

Überlege dir lieber zwei Mal bevor du dich für die Steuerhinterziehung entscheidest. Es ist nur von Vorteil für dich wenn du beim Ausfüllen der Steuererklärung alles so angibst wie es auch tatsächlich ist. Im ersten Moment sparst du vielleicht Geld aber wenn der Staat dahinter kommt, wird es teuer für dich. Du schuldest dem Staat die Nachsteuern und die Verzugszinsen, ausserdem erwartet dich eine Busse. Es kann sogar bis zu einer Gefängnisstrafe kommen, wenn die Firmenbilanz oder der Lohnausweis gefälscht werden. Solche Fälle übernehmen dann die Strafbehörden.

Es kann durchaus sein, dass du in der Vergangenheit die Steuererklärung nicht ganz korrekt ausgefüllt hast und dies jetzt bereust. In solchen Fällen ist die beste Entscheidung, sich selber anzuzeigen. Seit 2010 ist man straflos bei der ersten Selbstanzeige, danach muss man aber mit Bussen oder sogar mit einem Strafverfahren rechnen.

So wie man Schmuck, Immobilien oder Geld erbt, erbt man auch eine Steuerhinterziehung erben. Um keine Busse zu erhalten, sollte man die Hinterziehung gleich anzeigen. Leider fallen trotzdem Nachsteuern an.

Also merke dir, Lügen haben kurze Beine und wenn es auskommt, hast du vielleicht Schwarzgeld gespart aber für die Strafe greifst du ganz tief in die Tasche.

Wie spare ich Steuern?

Steuern sparen

Kurz vor Schluss Stuern sparen!

Es geht nicht mehr lange und die neue Steuererklärung wird in deinem Briefkasten liegen. Auch wenn es nicht mehr lange geht, um Steuern zu sparen ist es noch nicht zu spät. Nutze jetzt die letzten Wochen und spare viel Geld!

Beim Ausfüllen der Steuererklärung solltest du die folgenden Punkte angeben um Steuern zu sparen:

  • Pendlerabzüge: Jetzt oder nie! Deinen Arbeitsweg kannst du nur noch dieses Jahr abziehen. Als Pendler kannst du ab 2016 nur noch bis 3’000.- abziehen.
  • Umziehen: Ziehst du im Dezember noch aus der um? Bei der Steuererklärung spielt es eine grosse Rolle in welchem Kanton du dein Wohnsitz am 31. Dezember hast, denn es gilt der Steuersatz des letzten eingetragenen Wohnortes. Evtl. lohnt es sich für dich, wenn du die Anmeldung am neuen Wohnort im Januar erledigst. Beachte dabei jedoch, welche Fristen für die Anmeldung gelten.
  • Renovieren: Es gibt viele ältere Häuser und Wohnungen die schlechte Wohnbedingungen haben. In solchen Fällen besteht ein Energiesparpotenzial. Renovierungen sind sehr teuer, dafür gibt es vom Bund und Kanton jedoch Steuererleichterungen.
  • Dritte Säule: Ziehe vor dem 31. Dezember den Betrag der Säule-3a-Konto von deinem Einkommen ab und spare somit Steuern.
  • Spenden: Hast du gemeinnützige Vereine, Hilfswerke oder Parteien finanziell unterstützt? Dann kannst du auch diese Beträge mit einer Quittung bei der Steuererklärung von deinem Einkommen abziehen.
  • Schenkung oder Erbvorbezug: Damit ältere Menschen die Steuern senken können, muss die beschenke Person den Betrag in der Steurerklärung angeben. Wenn es sich um Kinder handelt können die Eltern ein zinsloses Darlehen zulassen.
  • Arztrechnungen: Hast du für deine Arzt- oder Zahnarztrechnungen mehr als 5% von deinem Nettoeinkommen bezahlt? Dann kannst du auch diese Rechnungen für die Steuererklärung angeben.
  • Kirche: Möchtest du aus der Kirche austreten? Schreibe noch dieses Jahr den Kündigungsbrief und spare Steuern. 

Befolge diese Punkte und du wirst sicherlich Steuern sparen.

Formulare für die Steuererklärung

Steuererklärung ausfüllen

Alle Formulare die du benötigst!

Gelange mit den folgenden Links auf die Steueramt-Webseite von Zürich. Auf dieser Seite findest du die Formulare für die Steuererklärung der Stadt Zürich.

 

 

 

 

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