Anstieg der Steuerquote in der Schweiz und OECD-Ländern

Die Steuerquote ist in der Schweiz markant angestiegen.

Die Steuerquote ist in der Schweiz markant angestiegen.

Das Verhältnis zwischen Steuereinnahmen und Bruttoinlandprodukt (BIP) wird auch Steuerquote genannt und ist ein wichtiger volkswirtschaftlicher Indikator für die Leistungsfähigkeit eines Staates. So stellt die Steuerquote die Belastung dar, welche die Besteuerung für den privaten und öffentlichen Sektor hervorruft.

In der neuesten Statistik des Jahres 2016 geht hervor, dass in den OECD-Ländern, das rund 30 Mitglieder aller Welt umfasst, die Steuerquote mit 34,3 Prozent auf eine Rekordhöhe angestiegen ist. Vor allem in der Schweiz konnte ein markanter Anstieg verzeichnet werden.

Ein weiteres Resultat der OECD-Steuerstatistik ist, dass sich die Steuerlast grundsätzlich von den Unternehmen hin zu den Arbeitnehmenden und Konsumenten verschoben hat. Diese müssen nach Ausfüllen der Steuerklärung im Verhältnis stets mehr leisten. Dies bedeutet, dass sich insbesondere das Verhältnis der Einkommenssteuer zum BIP erhöht hat. Im Gegensatz dazu hat sich das Verhältnis der Unternehmens- und Gewinnsteuer von 2,9 auf 2,8 Prozent reduziert. So hat die OECD festgestellt, dass der Anteil der Einkommensteuer am gesamten Steueraufkommen generell seit der Finanzkrise zugenommen hat, während sich der Anteil der Unternehmen verringert hat.

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Steuern, Ökonomie und Demokratie

Die Steuererklärung gehört zu einer funktionierenden, glücklichen Demokratie.

Das Ausfüllen der Steuerklärung und vor allem das Bezahlen der Steuerrechnung bereitet vielen Schweizer Bürgern grosse Mühe und in manchen Fällen auch nicht unbedeutende finanzielle Last. Darum stellt sich die Frage: Wer bezahlt schon gerne Steuern? Gemäss gewissen Ökonomen sollte diese Frage gar nicht gestellt werden, denn ohne solides Steuerwesen würde es auch keine Demokratie geben, und ohne Demokratie würde theoretisch auch die Steuertransparenz fehlen.

Gemäss dem britischen Ökonom Tony Atkinson, sind die Steuern das Fundament der Demokratie. Die Idee dahinter wurde bereits 1748 erläutert, in dem Montesquieu im Buch „Vom Geist der Gesetze“ schreibt, dass Steuern höher sein könnten, je freier die Leute sind, und müssten demnach niedriger sein, je unfreier sie seien.

Oftmals stellt sich auch die Frage, ob Steuern nun Fluch oder Segen sind. Gemäss einigen Ökonomen hängt die Zufriedenheit der Steuerzahler mit dem Zusammenspiel der Höhe der Steuern und die vom Staat im Gegenzug dafür erbrachte Leistung. So hat bereits Laffer mit seiner berühmten Laffer-Kurve aufgezeigt, dass Steuern bis zu einem bestimmten Punkt erhöht werden können, aber eben nur so lange die Leute auch bereit sind, für Staatsleistungen zu zahlen. Ab einem gewissen Punkt wird es den Steuernzahler zu viel und sie empfinden die Steuer als konfiskatorisch. So wird geschätzt, dass die Mehrwehrsteuer nicht höher als 15%, die Einkommenssteuer zwischen 35 und 45%, die Erbschaftssteuer zwischen 5 und 10% und die Vermögenssteuer zwischen 0,5 und 1% sein sollte.

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Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung

Schwarzgeld besser freiwillig melden

Überlege dir lieber zwei Mal bevor du dich für die Steuerhinterziehung entscheidest. Es ist nur von Vorteil für dich wenn du beim Ausfüllen der Steuererklärung alles so angibst wie es auch tatsächlich ist. Im ersten Moment sparst du vielleicht Geld aber wenn der Staat dahinter kommt, wird es teuer für dich. Du schuldest dem Staat die Nachsteuern und die Verzugszinsen, ausserdem erwartet dich eine Busse. Es kann sogar bis zu einer Gefängnisstrafe kommen, wenn die Firmenbilanz oder der Lohnausweis gefälscht werden. Solche Fälle übernehmen dann die Strafbehörden.

Es kann durchaus sein, dass du in der Vergangenheit die Steuererklärung nicht ganz korrekt ausgefüllt hast und dies jetzt bereust. In solchen Fällen ist die beste Entscheidung, sich selber anzuzeigen. Seit 2010 ist man straflos bei der ersten Selbstanzeige, danach muss man aber mit Bussen oder sogar mit einem Strafverfahren rechnen.

So wie man Schmuck, Immobilien oder Geld erbt, erbt man auch eine Steuerhinterziehung erben. Um keine Busse zu erhalten, sollte man die Hinterziehung gleich anzeigen. Leider fallen trotzdem Nachsteuern an.

Also merke dir, Lügen haben kurze Beine und wenn es auskommt, hast du vielleicht Schwarzgeld gespart aber für die Strafe greifst du ganz tief in die Tasche.