Steuern vom Lohn abziehen und Schulden vermeiden?

Jeder 10. Haushalt hat Steuerschulden. Mit einem Lohnabzug liesse sich dies vermeiden.

Wer seine Steuererklärung ausfüllt, aber die Steuerrechnung nicht bezahlt, hat Steuerschulden. Und das sind in der Schweiz nicht Wenige. Gemäss Sébastien Mercier von der Schuldenberatung Schweiz haben Klienten im Schnitt über 60’000 Franken Schulden. Rund ein Drittel davon sind Steuerschulden.

Entgegen aller Voruteile, sind nicht nur Personen und Haushalte mit tiefem Einkommen von Steuerschulden betroffen. Auch Paare mit einem hohen Einkommen und Steuerschulden von mehr als 100’000 Franken lassen sich beraten. Dennoch gelingt es Besserverdienenden eher, Vereinbarungen mit Steuerämtern zu schliessen. Auch das Bundesamt für Statistik zeigt: Eine von zehn Personen wohnt in einem Haushalt mit Steuerschulden. Oftmals bleiben die Steuern bei Jungen zwischen 18 und 24 Jahren offen. In der Schweiz werden so jedes Jahr im Schnitt rund ein Prozent aller Steuern abgeschrieben, das sind rund 1,3 Milliarden Franken.

In vielen Ländern ist das Steuersystem anders. In den meisten angrenzenden Staaten ziehen die Arbeitgeber die Steuern vom Lohn ab, was in der Schweiz der sogenannten Quellenbesteuerung (Besteuerung z.B. für Ausländer ohne Niederlassungsbewilligung) entspricht. Viele Experten sind der Meinung, dass eine solche Regelung für alle Steuerpflichtigen eine Entlastung wäre.

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Welche Kosten kann ich bei der Steuererklärung abziehen?

Steuererklärung Schweiz

Welche Kosten können als Abzug geltend gemacht werden?

Der wohl wichtigste Punkt beim Ausfüllen der Steuererklärung sind für die Steuerpflichtigen die Abzüge. Die Steuergesetze des Bundes, der Kantone und der Gemeinde lassen verschiedene Abzüge zu. Dabei sind die Abzugsarten sowie deren Höhe von Kanton zu Kanton unterschiedlich.

Grundsätzlich können folgende Kosten als Abzug geltend gemacht werden:

  • Gewinnungskosten / Berufskosten: Kosten, die zur Erzielung eines Erwerbseinkommens aufgewendet werden müssen – Pauschalabzug, die Fahrtkosten, die Verpflegungskosten etc.
  • Allgemeine Beiträge: AHV-, IV-Beiträge, Vorsorgebeiträge in die dritte Säule 3a, Gesundheitskosten, Beiträge an Krankenversicherungen, Beiträge an Lebensversicherungen, Beiträge an Unfallversicherung
  • Weitere Abzüge: Abzug für die Kinderbetreuung, Spenden an gemeinnützige Institutionen und private Schuldzinsen wie Hypothekarzinsen, Weiterbildungskosten
  • Sozialabzüge: Kinderabzug, persönlicher Abzug und Abzug für unterstützungsbedürftige Personen, Alimente und Unterhaltsbeiträge
  • Vom Vermögen entstandene Schulden

 

Wenn man seine Steuererklärung ausfüllt ist es also sehr wichtig, dies besonders sorgfältig zu tun um so alle möglichen Abzüge geltend zu machen und so das Bestmöglichste herauszuholen. Wer sich unsicher fühlt ist beraten, sich an einen professionellen Steuerprofi zu wenden.

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Steuerabzüge – Tipps zum sparen

Steuerabzüge Steuererklärung Schweiz

Mit Steuerabzügen kann sehr viel gespart werden.

Das Ausfüllen der Steuererklärung ist jedes Jahr eine neue Herausforderung. Vor allem steht das Ziel, möglichst viel zu sparen, im Vordergrund. Hier spielen Steuerabzüge die wichtigste Rolle. Doch viele sind bei diesem Thema überfordert. Wenn man jedoch wichtige Tipps befolgt, ist es relativ einfach. Grundsätzlich gibt es kantonale Unterschiede, dennoch gelten für Angestellte generelle Abzüge. Folgende 13 Tipps können als die gängigsten angesehen werden:

1) Arbeitsweg: Die Kosten für den Weg zur Arbeit. In der Regel werden die Kosten für ein ÖV-Abo, Velo,Töffli und auch Auto anerkannt.
2) Verpflegung: Sofern es unmöglich ist, nach Hause zu gehen, kann eine Pauschale abgezogen werden (1’600.- – 3’200.-).
3) Pauschale Berufslagen
4) Sparzinsen und Versicherungsprämien: hier gibt es Höchstgrenzen von 1’700.- bzw. 3’500.-
5) Spenden: Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen
6) Dritte Säule:Einbezahltes Geld mindern ebenfalls die Steuerlast.
7) Einkäufe in die Pensionskasse: Wer Vorsorgelücken verkleinert, kann diese abziehen.
8) Krankheitskosten, die einen bestimmten Teil des Einkommens übersteigen
9) Kreditzinsen: Von Hypotheken und Privatkrediten.
10) Erbwerbstätigkeit beider Ehepartner: hier gilt ein Sonderabzug.
11) Fremdbetreuung von Kindern: Kosten durch Tageskrippen
12) Sozialabzug / Pauschalzug: Abzüge für Kinder und unterstützte Personen (z.B. 6’500.- pro Kind).
13) Alimente und Unterhaltsbeiträge für Ex-Partner und Kinder

Einige dieser Steuerabzüge dürften bekannt sein, andere weniger. Es ist generell immer wichtig, sich gut über mögliche Abzüge zu informieren und diese bei der Steuererklärung auch geltend zu machen.

Höherer Steuerabzug für berufstätige Eltern

Steuerabzug Schweiz

Berufstätige Eltern sollen mehr für die Kinderbetreuung abziehen dürfen.

Steuerabzüge sind ein wichtiger Posten, dem beim Ausfüllen der Steuererklärung grosse Bedeutung zukommt. Vor allem Berufstätige mit Kindern möchten verständlicherweise einsparen wo es geht. So gilt der Abzug für Kinderbetreuung ausser Haus als äusserst relevanter Punkt. Darunter fallen also Kosten für die Betreuung der Kinder in Kinderhorten und ähnliches.

Momentan gilt betreffend des Abzugs für die Betreuungskosten bei der direkten Bundessteuer ein Maximalwert von 10’100 Franken. Der Bundesrat möchte aber nun, dass Eltern in Zukunft deutlich mehr Kosten für eine auswärtige Kinderbetreuung von den Steuern abziehen dürfen. So soll bei der direkten Bundessteuer der maximale Abzugsbetrag mehr als verdoppelt werden und neu 25’000 Franken betragen. So wird bereits eine Vernehmlassungsvorlage geplant. Unbegrenzte Beträge sind jedoch kein Thema.

Auch Kantone sollen höhere Kinderbetreuungsabzüge einführen. So soll es künftig möglich sein, mindestens 10’000 Franken abzuziehen. Im Vergleich: Heute sind es 3’000 bis 19’200.- pro Kind. Einzig im Kanton Uri gilt ein unbegrenzter Abzug.

Die Fachkräfteinitiative gilt als Grundlage des Vorhabens des Bundesrats, weil dieser insbesondere Frauen für eine Erwerbsarbeit motivieren möchte. So können Eltern, die wegen ihrer Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit ihre Kinder (bis 14 Jahre alt) ausser Haus betreuen lassen, einen Abzug geltend machen. Die Gesetzesneuerung hätte gemäss Bundesrat Mindereinnahmen von 10 Mio. auf Bundesebene und rund 25 Mio. bei den Kantonen und Gemeinden zur Folge.

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Steuern sollen zukünftig direkt vom Lohn abgezogen werden

Steuererkllärung ausfüllen

Steuern künftig direkt vom Lohn abziehen

Politiker aus Zürich und Basel wollen das kantonale Steuersystem verändern und fordern, dass die jährliche Steuer in Zukunft direkt vom Lohn abgezogen wird. Dies soll den Bürgern nicht nur das mühselige Ausfüllen der Steuererklärung ersparen, sondern auch viele Menschen vor der Schuldenfalle schützen.

In der Schweiz machen Steuerschulden einen hohen Anteil finanzieller Schulden aus. Deshalb befürwortet in diesem Zusammenhang auch die Schuldenberatung Schweiz die Forderung der Politiker. Viele kämen so erst gar nicht in eine missliche Lage, weil die Steuerschuld so bereits beglichen wäre.

Trotz der Vorteile ist der Widerstand relativ gross. Der Bund hat sich gegen eine flächendeckende Quellenbesteuerung ausgesprochen, womit es an den Kantonen liegt, einen direkten Abzug einzuführen. So wurde in Basel bereits eine Motion eingereicht, und in Zürich laufen Diskussionen. Gemäss einer Umfrage des Tages Anzeigers befürwortet rund 75% der Bürger einen direkten Abzug.

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