Selbstanzeigen bei Steuerhinterziehung

Steuererklärung Schweiz

Die Anzahl an Selbstanzeigen hat eine Rekordhöhe erreicht.

Im Rahmen des Abkommens zum automatischen Informationsaustausch in Steuerbelangen, können sich zahlreiche kantonale Steuerbhörden über zusätzliche Steuereinnahmen im Wert von vielen 100 Millionen Franken freuen. Grund dafür: viele Steuerpflichtige haben sich zu einer Selbstanzeige entschlossen.

Hat man früher Steuerhinterzieher strafrechtlich streng verfolgt, bieten die Steuerbehörden seit dem Jahre 2010 die Möglichkeit strafloser Selbstanzeigen, wobei Steuerpflichtige selbst ihre „Steuersünden“ den Beamten beichten. So kann jeder Bürger einmalig sein Schwarzgeld bekanntgeben, ohne mit einer Busse rechnen zu müssen. Der entgangene Steuerbetrag sowie die Verzugszinsen müssen jedoch nachträglich entrichtet werden.

Gemäss einer Umfrage bei den Steuerverwaltungen hat die Anzahl von Steueranzeigen markant zugenommen, viele melden für das Jahr 2016 eine Rekordzahl. Und dies auch mit hohen Beträgen: So zahlte beispielsweise eine einzelne Person im Kanton Luzern 4,5 Millionen Franken an Nachsteuern. Im Kanton Genf hat sich die Zahl an Strafanzeigen gar verdoppelt.

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Zahle ich Steuern für meine Immobilien im Ausland?

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Auch das schöne Ferienhaus muss versteuert werden!

Viele Schweizerbürger besitzen ein Haus im Ausland, die sie als Ferienhaus, zum Auswanderung oder zum Vermieten. Aber muss man das Haus in der Schweiz versteuern?

Nein, die Besteuerung von Objekten im Ausland findet immer am Ort statt, wo sich das Objekt befindet. Doch ganz egal sind die Immobilien der Schweiz nicht. Den Wert der Liegenschaft musst in der Schweiz in der Steuererklärung angeben werden, dieser wird in der Berechnung des Progressionsansatzes eingerechnet. Falls du die Immobilie vermietest musst du den Ertrag ebenfalls angeben, das gleiche gilt für Unterhaltskosten.

Immobilienbesitzer die das Objekt beim Ausfüllen der Steuererklärung nicht deklarieren, begehen eine Steuerhinterziehung. Seit 2010 können vergangene Steuerhinterziehungen über eine Selbstanzeige straffrei korrigieren. Die Anzeige ist aber nur gültig wenn die Steuerbehörden nichts von der Hinterziehung wussten.

In der Schweiz muss man also sein gesamtes Vermögen angeben, egal wo es sich befindet.