Krankheits- und Unfallkosten abziehen

Krankheits- und Unfallkosten von den Steuern abziehen!

Krankheits- und Unfallkosten sind steuerlich abziehbar, soweit sie 5% des Reineinkommens übersteigen. Abzugsfähig sind die eigenen Krankheitskosten, die Krankheitskosten der Kinder, für welche ein Kinderabzug zulässig ist, und die Krankheitskosten unterhaltener Personen. Abziehbar sind sämtliche Krankheitskosten, welche im entsprechenden Steuerjahr in Rechnung gestellt wurden und nicht von der Krankenkasse oder anderen übernommen werden. Allfällige Hilflosenentschädigungen sind anzurechnen
Die Krankheitskosten sind auf eine Zusammenstellung aufzuführen. Die entsprechenden Belege (Arztzeugnisse, Rechnungen, Krankenkassenbelege) müssen aufbewahrt werden, damit sie auf Verlangen eingereicht werden können. Krankheitskostenpauschalen sind nicht mehr vorgesehen, weil die meisten Krankheiten in so unterschiedlicher Form auftreten, dass sich Pauschalen nicht rechtfertigen.
Als abziehbare Krankheits- und Unfallkosten gelten Ausgaben für medizinische Behandlungen, welche die Wiederherstellung oder Erhaltung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bezwecken.
Von den Krankheits- und Unfallkosten sind die Lebenshaltungskosten zu unterscheiden. Lebenshaltungskosten sind nicht abziehbar.

Glücksspiel gewonnen: Achtung bei der Steuererklärung

Im Glücksspiel gewonnen? Was bei der Steuererklärung zu beachten ist

Wenn man im Casino Geld gewinnt, egal welchen Betrag, muss man dies beim Ausfüllen der Steuererklärung nicht angeben. Gewinnt man jedoch in Glücksspielen wie beispielsweise Lotto oder in Sportwetten (bekannt als Totospiele), muss dies der Steuerbehörde angegeben werden. Sowohl Gewinne aus der Schweiz, als auch aus dem Ausland müssen beim Ausfüllen der Steuererklärung eingetragen werden. 35% des Gewinns sind dem Veranstalter der Lotterie zu überweisen. Dies zählt zur sogenannten Verrechnungssteuer an die Eidgenössische Steuerverwaltung. Diese Verrechnungssteuer wird bei korrekter Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung wieder zurückerstattet.
Die Steuersätze und steuerfreien Gewinne können je nach Kanton abweichen. In vielen Kantonen gilt: Lotteriegewinne bis zu einem Betrag von 1‘000.- sind sowohl bei den Staats-und Gemeindesteuern als auch bei der Bundessteuer steuerfrei. Die oben genannte Verrechnungssteuer fällt bei Gewinnsummen unter 1’000.- ebenfalls weg. Gewinnt man beispielsweise ein Auto, so wird dies bei der Vermögenssteuer in der Steuererklärung angegeben.

Was ist die Quellensteuer?

Was ist eine Quellensteuer?

Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung B oder L müssen in der Schweiz eine Quellensteuer bezahlen. In diesem Fall zieht der Arbeitgeber die anfallenden Steuerkosten direkt vom Lohn ab und es fallen für den ausländischen Arbeitnehmer keinerlei Zusatzaufwände an. Mit dem Quellensteuerabzug sind alle Steuerpflichten abgegolten, sofern das Bruttojahreseinkommen unter 120’000.- liegt.
Es ist möglich – unabhängig von der Höhe des Einkommens und des Vermögens -, eine sogenannte Quellensteuerkorrektur zu beantragen, damit ein gewisser Anteil der Quellensteuer zurückerstattet wird.
Es gibt zwei Fälle, in denen zusätzlich zur Quellensteuer auch noch eine normale Steuererklärung ausgefüllt werden muss:
-Wenn das Bruttojahreseinkommen mehr als 120’000.- beträgt, muss eine normale Steuererklärung – eine sogenannte nachträgliche Veranlagung – ausgefüllt werden. Dies gilt auch für Ehepaare: Sobald eine Person mehr als 120’000.- brutto verdient pro Jahr, muss das Ehepaar eine zusätzliche Steuererklärung ausfüllen.
-Wer Erträge aus Wertschriften, Liegenschaften, Alimenten oder Selbstständigkeit ausweisen kann oder Vermögen hat oder Lotterie-Gewinnen erwirtschaftet, muss in jedem Fall eine ergänzende Veranlagung vornehmen – unabhängig von der Höhe des Einkommens.

Wie erhebe ich Einspruch gegen zu hohe Steuern?

Einsprache gegen zu hohe Steuern

Gegen falsche Steuerbescheide kann man sich wehren. Doch gilt es, Fristen und Vorschriften einzuhalten. Hat die Steuerbehörde keine Einwände gegen die ausgefüllte Steuererklärung, erhält der Steuerpflichtige in der Regel die definitive Schlussrechnung. Hat die Behörde punktuell Änderungen gegenüber der Steuererklärung vorgenommen, erhält der Steuerpflichtige einen Einschätzungsentscheid.
Die Einsprache gegen den Einschätzungsentscheid – mancherorts auch Veranlagungsverfügung genannt – muss innerhalb von 30 Tagen schriftlich und per Einschreiben erfolgen. Die Einsprache muss aus einem Antrag, also einer Forderung, sowie einer Begründung bestehen. Beweismittel sind beizulegen. Einsprachen sind in der Regel unentgeltlich. Davon ausgenommen sind nur solche bei grobem Verschulden – zum Beispiel, wenn man keine Steuererklärung eingereicht hat und sich deshalb verspätet gegen die Einschätzung der Steuerverwaltung wehren will.
Nach Ablauf der 30-tägigen Frist sind Einsprachen nur noch bei begründeter Verhinderung wie schwere Krankheit und Landesabwesenheit möglich. Das Resultat der zweiten Prüfung wird dem Steuerpflichtigen in einem Einspracheentscheid mitgeteilt.

Wie wird die private Nutzung beim Firmenwagen versteuert?

Firmenwagen privat nutzen und versteuern

Oftmals wird dem Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung gestellt, welches er sowohl für geschäftliche wie auch für private Zwecke nutzen kann. In einem solchen Fall wird von einem gemischt genutzten Geschäftswagen gesprochen. Der Privatanteil vom Geschäftsfahrzeug muss sodann dem Arbeitnehmer angerechnet werden und als entgeltliche Leistung an den Arbeitgeber steuerrechtlich deklariert werden.
Dieser Privatanteil kann mittels zwei verschiedenen Berechnungsmethoden ermittelt werden: Der effektiven Methode oder der pauschalen Methode. Bei der effektiven Berechnungsmethode wird der effektive Anteil der Privatnutzung berechnet. Bei der von vielen Firmen bevorzugten pauschalen Berechnungsmethode wird dem Arbeitnehmer 0.8 Prozent des Kaufpreises des Firmenwagens pro Monat, mindestens aber 150 Franken pro Monat als Privatanteil verrechnet. Der so berechnete Privatanteil muss beim Ausfüllen der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden und muss daher im Lohnausweis deklariert werden.

Velo und ÖV Abo von der Steuer abziehen

Steuererklärung Schweiz

Velo und ÖV-Abo gleichzeitig abziehen?

Die Kosten, die für die Fahrt vom Wohnort bis zur Arbeitsstätte anfallen, dürfen beim Ausfüllen der Steuererklärung als Berufskosten angegeben und somit auch abgezogen werden. In welcher Form der Berufsweg zurückgelegt wurde, ist jedoch nirgends gesetzlich verankert. Im Herbst 2017 kam es aber zu einem entscheidenden Urteil: ÖV-Kosten und Velopauschale dürfen abgezogen werden!
Während es beim Auto verschiedene Einschränkungen gibt, kannst du für dein Velo pauschal 700.- abziehen. Für den öffentlichen Verkehr zwischen Wohnort und Arbeitsplatz kannst du die effektiven Fahrkosten geltend machen. Weil heute die Arbeitswege immer länger würden, dürfte es zunehmend zu einem «Split» kommen, indem mehrere Verkehrsmittel kombiniert würden. Wer also mit dem Velo zum Bahnhof und weiter mit dem Zug zu seinem Arbeitsort fährt, kann in der Steuererklärung kumuliert die Velopauschale und das Abonnement für den öffentlichen Verkehr abziehen.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Wie hoch die Hundesteuer ausfällt, ist sehr unterschiedlich, was im Land schon oft für Probleme gesorgt hat. So ist die komplette Berechnung der Steuer für die Haltung von einem oder mehreren Hunden für viele betroffene Personen nicht transparent genug. Während einige Orte „nur“ 50.- pro Jahr berechnen, gibt es ebenfalls Städte, die mit 165.- für die gleiche Hunderasse für Unmut sorgen. Ausserdem finden oft Erhöhungen der Steuer statt, ohne diese begründen zu können. Aus diesem Grund kam es sogar schon vor, dass Petitionen unterschrieben wurden, um dagegen anzugehen.
Möchte man nicht nur einen, sondern mehrere Hunde halten, so wird es richtig teuer. In vielen Orten der Schweiz wird eine Art Lenkungsabgabe berechnet. Das bedeutet, dass jeder weitere Hund doppelt oder sogar dreimal so viel kostet, wie das erste Tier. Das hat vor allem den Grund, dass die Anzahl der Hunde beschränkt werden soll.
Bei wieder anderen Ortschaften des Landes zählt die Rückenhöhe, was bedeutet, dass Hundehalter für Hunde ab einer Rückenhöhe von 40 Zentimeter 20.- oder mehr obendrauf zahlen müssen. Das hängt damit zusammen, dass die Tiere natürlich auch mehr Hundehaufen auf den Strassen sowie den Gehwegen hinterlassen.

Wohnsitzwechsel – wo bin ich steuerpflichtig?

In der Schweiz legen die Kantone und die Gemeinden ihre Steuern selbst fest. Jemand mit gleichem Einkommen und Vermögen erhält je nach Wohnsitz eine unterschiedlich hohe Steuerrechnung. Ein Umzug an einen neuen Ort wirkt sich daher auf die Höhe der zu entrichtenden Steuern aus.
Bei einem Kantonswechsel gilt das sogenannte Zuzugsprinzip: Zieht jemand in einen anderen Kanton, bezahlt er die Steuern für das gesamte Jahr an dem Ort, an dem er am 31. Dezember wohnt. Der Wegzugskanton geht leer aus.
Bei Umzügen innerhalb des gleichen Kantons gelten je nach Kanton andere Regelungen. Die meisten Kantone wenden auch hier das Zuzugsprinzip an.
Wer also Ende Jahr umziehen möchte, sollte sich vorher gut überlegen, in welchem Kanton er am Stichtag des 31. Dezembers seinen Wohnsitz haben möchte. Denn wird der Wohnsitz in einen steuergünstigeren Kanton verlegt, sollte man seine Schriften bestenfalls noch vor dem 31. Dezember am neuen Wohnort deponieren, um von einem möglichen günstigeren Steuerfuss des neuen Wohnsitzkantons zu profitieren.

Abzüge von Fahrkosten

Seit dem Steuerjahr 2016 können Berufspendler bei der direkten Bundessteuer höchstens noch 3000 Franken für Fahrkosten abziehen.
Nutzt die steuerpflichtige Person für ihren Arbeitsweg ein öffentliches Verkehrsmittel (z. B. Bahn, Tram, Bus), kann sie die von ihr dafür aufgewendeten Kosten geltend gemachen.
Hat die steuerpflichtige Person von ihrem Arbeitgeber ein Generalabonnement (GA) oder ein sonstiges Streckenabonnement erhalten, welches sie nicht für ihre Erwerbstätigkeit benötigt, so ist der Wert dieses GA oder Streckenabonnements im Lohnausweis als Lohnbestandteil ausgewiesen. Gleiches gilt, wenn der Arbeitgeber eine Entschädigung für die Arbeitswegkosten zahlt.
In diesen Fällen hat der Arbeitgeber die Arbeitswegkosten getragen und die steuerpflichtige Person muss diese Leistung des Arbeitgebers als Lohn versteuern. Die steuerpflichtige Person kann die Kosten eines öffentlichen Verkehrsmittels als Fahrkosten geltend machen, die sie notwendigerweise aufgewendet hätte, wenn der Arbeitgeber die Kosten nicht getragen oder erstattet hätte
Grundsätzlich sind nur die Kosten abziehbar, die entstehen, wenn für den Arbeitsweg öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden. Nutzt die steuerpflichtige Person für Ihren Arbeitsweg ein privates Verkehrsmittel, dürfen die dafür entstehenden Kosten nur geltend gemacht werden, wenn gewisse Gründe vorliegen.

Ist die Sprachreise steuerlich absetzbar?

Ein Sprachurlaub kostet viel Geld für Anreise, Unterkunft, Verpflegung und die Kurse. Beim Finanzamt kannst du diese Kosten unter bestimmten Voraussetzungen geltend machen. Auch für Erwachsene besteht die Möglichkeit einen Bildungsurlaub in der Jahressteuererklärung abzusetzen. Berücksichtige, dass die steuerliche Absetzbarkeit im Einzelfall geprüft wird.
Die Sprachreise ist im Einzelfall steuerlich absetzbar. Dies kann Pauschalbeträge, Kurskosten und Wegegelder, Lehrmaterialien und Prüfungsgebühren beinhalten. Die Kosten für den Kurs als auch die Lehrmaterialien sind in Form von Werbungskosten in unbegrenzter Höhe steuerlich absetzbar. Das gilt jedoch nur, wenn der Sprachkurs innerhalb der EU abgeleistet wird. Beachte außerdem, dass die Anerkennungschancen von Finanzamt zu Finanzamt variieren.
Unnötige Diskussionen mit dem Finanzamt kannst du vorausschauend vermeiden. In den Schulferien ist zum Beispiel eine Sprachreise steuerlich absetzbar, wenn du ein Abschluss- oder Teilnahmezertifikat vorlegest. So weist du nach, dass deine Sprachreise keine Urlaubsreise war. Führe am besten täglich ein Berichtsheft. Dieses enthält die genauen Unterrichtszeiten, Lerninhalte und Dauer der Erledigung der Hausaufgaben.

Wie zieht man Gesundheitskosten ab?

Krankenkassenprämien werden indirekt über einen Pauschalabzug für Versicherungsprämien abzogen. Allerdings nicht der gesamte Betrag. Kantonal ist geregelt, wieviel man genau ansetzen kann. So dürfen im Kanton Bern berufstätige verheiratete Männer und Frauen maximal 4‘800.- abziehen, in Zürich 5‘200.-.
Aber nicht nur einen Teil der Prämien kann man vom Einkommen abziehen, auch die effektiven Krankheitskosten. Allerdings gilt, die Bestimmungen in der Wegleitung zur Steuererklärung genau zu studieren. Denn abgezogen werden können Ausgaben für Zahnarzt, Arzt, Spital, Medikamente und Therapien nämlich erst, wenn die Kosten fünf Prozent des Einkommens übersteigen. Ausserdem gilt, dass Krankheitskosten nur geltend gemacht werden dürfen, wenn diese ärztlich verordnet wurden. Wer sich beispielsweise die Augen aus rein ästhetischen Gründen operieren lässt, der ist für seine Kosten selbst verantwortlich – und darf sie folglich auch nicht abziehen.
Sind die Eingriffe allerdings ärztlich verordnet und somit vom Einkommen abziehbar, dann empfiehlt es sich, gut zu planen: Lege Arztbesuche, Therapien und Co. in die erste Jahreshälfte. So stellst du sicher, dass alle Rechnungen noch im gleichen Jahr eintreffen und diese mit dem laufenden Selbstbehalt verrechnet werden können. Ansonsten riskierst du, den Abzug zu verschenken.

Berufliche Weiterbildung von den Steuern abziehen

Seit dem Steuerjahr 2016 sind alle selbst finanzierten berufsorientierten Umschulungen, Aus- und Weiterbildungen abzugsfähig. Die bisherigen Abgrenzungsprobleme dürften somit der Vergangenheit angehören.
Bis und mit 2015 konnte man nur Weiterbildungskosten abziehen, die einen direkten Zusammenhang mit dem aktuell erzielten Erwerbseinkommen hatten. Sie galten als Gewinnungskosten und mussten bei den Berufsauslagen geltend gemacht werden.
Bisweilen war die Unterscheidung zwischen nicht abzugsfähigen Ausbildungskosten und abzugsfähigen Weiterbildungskosten durch das Steueramt teilweise spitzfindig. Darüber hinaus gab es kantonale Unterschiede in der Handhabung. So kam es vor, dass Arbeitskollegen die Kosten der gleichen Weiterbildung in einem Kanton abziehen durften, im anderen nicht. Für viele Steuerpflichtige war es nicht nachvollziehbar, warum man ihnen den Abzug verweigerte. Viele kamen trotz Einsprache und einer Bestätigung ihres Arbeitgebers nicht durch.
Zu den abzugsfähigen Kosten gehören (u.a.):
– Kurskosten, Prüfungsgebühren
– Kosten für das Kursmaterial (Unterlagen, Bücher, etc.)
– Reisekosten – Kosten für Unterkunft und Verpflegung
– Fahrkosten am Kursort