Was passiert wenn ich meine Steuern nicht zahlen kann?

Grundsätzlich gilt: Die Steuerrechnung muss bezahlt werden, man kommt nicht drum herum!

Wenn man die Steuerschulden nicht begleichen kann, sollte man so früh wie möglich um eine Ratenzahlung bitten. Die Steuerfristen kann man jedoch nicht beliebig lange hinauszögern. Im Kanton Zürich beispielsweise muss der Steuerbetrag innerhalb von 6 Monaten beglichen werden, ausser man kann beweisen, dass höhere Raten den Steuerzahler unter das betreibungsrechtliche Existenzminimum drücken würden.

Eine Erlassung der Steuer ist nur in folgenden Situationen möglich:  wenn die Bezahlung unverschuldet wegen besonderer Umstände wie etwa Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall oder nach einer Scheidung eine unzumutbare Einschränkung der Lebenshaltung zur Folge hätte und der Steuerpflichtige über keinerlei Ersparnisse (dazu gehört auch Wohneigentum) verfügt. Doch wer glaubt, er könne sich vor der Zahlung seiner Steuern drücken, hat sich geschnitten. Den Steuerämtern stehen umfassende Massnahmen zur Verfügung, fällige Steuerschulden einzutreiben – von der Zwangseinschätzung bis zu Betreibung und Lohnpfändung. Nur wo es wirklich nichts zu holen gibt, kann in Ausnahmefällen ein Steuererlassverfügt werden.

Steuern vom Lohn abziehen und Schulden vermeiden?

Jeder 10. Haushalt hat Steuerschulden. Mit einem Lohnabzug liesse sich dies vermeiden.

Wer seine Steuererklärung ausfüllt, aber die Steuerrechnung nicht bezahlt, hat Steuerschulden. Und das sind in der Schweiz nicht Wenige. Gemäss Sébastien Mercier von der Schuldenberatung Schweiz haben Klienten im Schnitt über 60’000 Franken Schulden. Rund ein Drittel davon sind Steuerschulden.

Entgegen aller Voruteile, sind nicht nur Personen und Haushalte mit tiefem Einkommen von Steuerschulden betroffen. Auch Paare mit einem hohen Einkommen und Steuerschulden von mehr als 100’000 Franken lassen sich beraten. Dennoch gelingt es Besserverdienenden eher, Vereinbarungen mit Steuerämtern zu schliessen. Auch das Bundesamt für Statistik zeigt: Eine von zehn Personen wohnt in einem Haushalt mit Steuerschulden. Oftmals bleiben die Steuern bei Jungen zwischen 18 und 24 Jahren offen. In der Schweiz werden so jedes Jahr im Schnitt rund ein Prozent aller Steuern abgeschrieben, das sind rund 1,3 Milliarden Franken.

In vielen Ländern ist das Steuersystem anders. In den meisten angrenzenden Staaten ziehen die Arbeitgeber die Steuern vom Lohn ab, was in der Schweiz der sogenannten Quellenbesteuerung (Besteuerung z.B. für Ausländer ohne Niederlassungsbewilligung) entspricht. Viele Experten sind der Meinung, dass eine solche Regelung für alle Steuerpflichtigen eine Entlastung wäre.

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Steuern sollen zukünftig direkt vom Lohn abgezogen werden

Steuererkllärung ausfüllen

Steuern künftig direkt vom Lohn abziehen

Politiker aus Zürich und Basel wollen das kantonale Steuersystem verändern und fordern, dass die jährliche Steuer in Zukunft direkt vom Lohn abgezogen wird. Dies soll den Bürgern nicht nur das mühselige Ausfüllen der Steuererklärung ersparen, sondern auch viele Menschen vor der Schuldenfalle schützen.

In der Schweiz machen Steuerschulden einen hohen Anteil finanzieller Schulden aus. Deshalb befürwortet in diesem Zusammenhang auch die Schuldenberatung Schweiz die Forderung der Politiker. Viele kämen so erst gar nicht in eine missliche Lage, weil die Steuerschuld so bereits beglichen wäre.

Trotz der Vorteile ist der Widerstand relativ gross. Der Bund hat sich gegen eine flächendeckende Quellenbesteuerung ausgesprochen, womit es an den Kantonen liegt, einen direkten Abzug einzuführen. So wurde in Basel bereits eine Motion eingereicht, und in Zürich laufen Diskussionen. Gemäss einer Umfrage des Tages Anzeigers befürwortet rund 75% der Bürger einen direkten Abzug.

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