Was passiert nachdem ich meine Steuererklärung eingereicht habe?

Nachdem die Steuererklärung ausgefüllt und abgeschickt wurde, wird zuerst überprüft, ob die eingereichte Steuererklärung unterschrieben sowie vollständig und fristgerecht eingereicht worden ist. Anschliessend wird sie im elektronischen Veranlagungssystem erfasst und inhaltlich überprüft. Sofern nötig nimmt die Steuerbehörde weitere Untersuchungen (z.B. Einforderung von zusätzlichen Belegen) vor. Danach setzt sie die Steuerfaktoren, d.h. das steuerbare Einkommen und Vermögen, fest. Sind schliesslich die steuerbaren Faktoren bekannt, so wird aufgrund des Steuertarifs der Steuerbetrag bestimmt. Das Ergebnis der Steuerveranlagung wird der steuerpflichtigen Person durch eine Verfügung bekannt gegeben. Mit diesen Angaben kann die steuerpflichtige Person prüfen, ob ihre Veranlagung richtig ist und ob es nötig ist eine Einsprache zu erheben. Im Anschluss folgt die Steuereinforderung, welche auch in Raten beglichen werden kann. Sobald die Steuerveranlagung definitiv ist, wird die Differenz zwischen dem schon bezahlten (Ratenrechnungen) und dem definitiv geschuldeten Betrag berechnet (Saldo).

Steuererklärung – Frist bei Einsprache, Rekurs oder Beschwerde

Bei der Steuererklärung sollten die Fristen zwingend beachtet werden.

Die Zeit des Ausfüllens der Steuererklärung und des Zusammensuchen von Dokumenten und Belegen ist bereits im Vollem Gange. Dabei ist oberstes Gebot: Fristen einhalten. Zum einen ist die Rede von der Einreichefrist, die in der Regel auf Ende März festgelegt ist. Diese kann man grundsätzlich verlängern, solange sie nocht nicht abgelaufen ist. Hingegen wer sich gar nicht meldet, riskiert eine Mahnung bis zu einer Busse. Doch dies ist nur eine der Fristen, welche zwingend beachtet werden müssen. Des Weiteren muss man auch die Frist für eine allfällige Einsprache, Rekurs oder Beschwerde beachten. Eine Nichtbeachtung kann ansonsten sehr teuer werden.

Die Einsprache kommt zum Zuge, wenn die Steuerveranlagung falsch oder man damit nicht zufrieden ist. Hier gilt eine Frist von 30 Tagen.  Die Einsprache ist kostenlos, wobei man einen begründeten, mit Belegen versehenen Antrag mit der gewünschten Anpassung beifügen muss.

Ein Rekurs und Beschwerde werden dann eingereicht, wenn man mit einem Einspracheentscheid nicht einverstanden ist. Auch hier gilt eine 30-tägige Frist. Hier sollte man aber aufpassen: Wer „verliert“, der muss die Gerichtskosten tragen. Daher sollte man genau abwägen, ob sich ein Risiko lohnt.

Des weiteren gibt es die Revision, welche man bei einer definitiv gewordenen Steuerveranlagung verlangen kann. Die Frist beträgt 90 Tage seit Entdecken des Revisionsgrundes und endet spästestens 10 Jahre nach Mitteilung des Entscheids. Revisionen gelten jedoch selten als erfolgreich. Oftmals argumentieren die Steuerbehörden, dass die Revision zu spät kommt und mit einer Einsprache hätte geltend gemacht werden können.

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