Dolder Besitzer müssen Steuern in Millionenhöhe nachzahlen

Der Besitzer des Zürcher Dolder Hotel soll Steuern in Millionenhöhe nachzahlen.

Steuererklärung ausfüllen aber dennoch Steuern nachzahlen: Wenn etwas bei der Steuererklärung nicht stimmt, müssen in den meisten Fällen Steuern nachgezahlt werden. Dies kann an einem aktuellen Beispiel verdeutlicht werden.

Der Besitzer des berühmten Zürcher Nobelhotel „Dolder“ muss vermutlich Steuern in der Höhe von voraussichtlich 110 Millionen Franken nachzahlen. Dazu kommen wahrscheinlich noch Zinsen, Verfahrenskosten und Hinterziehungsbussen hinzu.

Bereits im Oktober 2015 hat das Steueramt des Kantons Zürich ein Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren eingeleitet. Dabei geht es um die Steuerjahre 2005 bis 2009.  Bei einer Hausdurchsuchung wurden nämlich Dokumente gefunden, welche belegen, dass der Besitzer einen Kunst- und Antiquitätenhandel betrieben hat, aber nicht in der Steuererklärung angegeben hat.

Zudem liegt der steuerrechtliche Wohnsitz des Betroffenen in Grossbritannien, weshalb er in der Schweiz nur beschränkt steuerpflichtig ist. Aus diesem Grund haben die Steuerbehörden eine Sicherstellungsverfügung in der Höhe von 205 Millionen Franken erlassen. Solche Verfügungen werden bei Steuerpflichtigen von Betreibungsämtern erlassen, damit mutmasslich geschuldete Steuern auch wirklich beglichen werden.

Steuerhinterziehung

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Schwarzgeld besser freiwillig melden

Überlege dir lieber zwei Mal bevor du dich für die Steuerhinterziehung entscheidest. Es ist nur von Vorteil für dich wenn du beim Ausfüllen der Steuererklärung alles so angibst wie es auch tatsächlich ist. Im ersten Moment sparst du vielleicht Geld aber wenn der Staat dahinter kommt, wird es teuer für dich. Du schuldest dem Staat die Nachsteuern und die Verzugszinsen, ausserdem erwartet dich eine Busse. Es kann sogar bis zu einer Gefängnisstrafe kommen, wenn die Firmenbilanz oder der Lohnausweis gefälscht werden. Solche Fälle übernehmen dann die Strafbehörden.

Es kann durchaus sein, dass du in der Vergangenheit die Steuererklärung nicht ganz korrekt ausgefüllt hast und dies jetzt bereust. In solchen Fällen ist die beste Entscheidung, sich selber anzuzeigen. Seit 2010 ist man straflos bei der ersten Selbstanzeige, danach muss man aber mit Bussen oder sogar mit einem Strafverfahren rechnen.

So wie man Schmuck, Immobilien oder Geld erbt, erbt man auch eine Steuerhinterziehung erben. Um keine Busse zu erhalten, sollte man die Hinterziehung gleich anzeigen. Leider fallen trotzdem Nachsteuern an.

Also merke dir, Lügen haben kurze Beine und wenn es auskommt, hast du vielleicht Schwarzgeld gespart aber für die Strafe greifst du ganz tief in die Tasche.