Unternehmenssteuerreform abgelehnt – Neue Vorlage

Die Vorlage wurde abgelehnt. Nun muss ein neuer Vorschlag her.

Kaum eine Vorlage wurde so viel diskutiert wie die Unternehmenssteuerreform III. Am vergangenen Abstimmungssonntag, dem 12. Februar 2017 hat das Volk entschieden: Die Unternehmenssteuerreform wurde abgelehnt. Dies zur Freude der Linken und Gewerkschaften und gleichzeitgem Unmut der Rechten.

Die Gegner freuen sich, dass gemäss eigenen Aussagen Steuergeschenke für reiche Aktionäre auf Kosten von Bildung, Gesundheit etc. vom Volk nicht akzeptiert werden. Die Befürworter der Reform warnen nun, dass bei den betroffenen Unternehmen nun Rechts- und Planungsunsicherheit besteht. So besteht die Gefahr, dass die Unternehmen abwandern und so Arbeitsplätze verloren gehen.

Beide Parteien sind sich aber einig, dass möglichst rasch eine neue Reformvorlage zur Unternehmensbesteuerung her muss. Bei den Details einer neuen möglichen Steuerreform bestehen jedoch nach wie vor bei den Linken und Rechten grosse Meinungsunterschiede. So fordern Linke beispielsweise eine Gegenfinanzierung von Wirtschaftsträgern. Wie eine neue Vorlage aussehen wird, steht noch offen.

Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III

Die Steuerreform soll nicht über Private finanziert werden.

Die geplante Unternehmenssteuerreform III treibt die hitzigen Diskussionen weiter an. Mit der baldigen Abstimmung am 12. Februar wird das Volk entscheiden, ob die Reform angenommen wird oder nicht. Dabei geht es hauptsächlich um die Abschaffung bisheriger Steuerprivilegien für (ausländische) Unternehmen und die gleichzeitige Schaffung neuer steuerlichen Vergünstigungen. Obwohl die Vorlage bestimmte Massnahmen nennt, ist eine konkrete Umsetzung in den einzelnen Kantonen relativ unklar.

Von den Gegnern der Unternehmenssteuerreform wird befürchtet, dass Unternehmen zu Lasten von Privaten  steuerlich / finanziell entlastet werden. So erwarten Viele Private nach dem Ausfüllen ihrer Steuererklärung eine negative Überraschung, nämlich höhere Steuern. Gemäss dem Präsidenten der Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren haben die Finanzdirektoren aller Kantone zugesichert, dass sie die Kosten der Reform nicht durch höhere Steuerkosten für Privatpersonen ausgleichen werden. Dies scheint für einige Gegner eine Erleichterung zu sein. Nichtsdestotrotz fürchtet man weiter, dass die Ausfälle ansonsten über andere Sparprogramme kompensiert werden.

Debatte um die Unternehmenssteuerreform III

Gegner rechnen bei Annahme der Reform mit Steuereinnahmeausfällen.

Die Unternehmenssteuerreform III, kurz die USR, löst in politischen und wirtschaftlichen Kreisen starke Debatten aus und schlägt somit hohe Wellen. Die vom National- und Ständerat erarbeitete Reform und lancierte Initiative soll das Gesetz der Unternehmensbesteuerung auf den neuesten Stand bringen. Kern der Reform ist die Abschaffung von bestimmten Steuerprivilegien für Unternehmen, nämlich die ermässigte Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften. Dies ist nötig, weil die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die internationalen Steuerbestimmungen verschärft hat. So müssen Firmen künftig Gewinne in denjenigen Land versteuern, in dene sie anfallen und nicht am Unternehmenssitz, der meistens in frei gewählten Steueroasen liegt. Falls die Initiative angenommen wird, müsste vor allem ein bestimmer Wirtschaftszweig mehr Steuern bezahlen, nämlich Handelsgesellschaften. Eine weitere Folge der Initiative wäre der höhere Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer, der von 17 Prozent auf 21,2 steigen würde.

Die Steuerreform wurde erarbeitet, damit die OECD-Bestimmungen erfüllt und auch die meisten Unternehmen nicht stärker besteuert werden.  Gemäss eines Berfüworter-Komitees, würden allein in der Region Basel rund 40’000 Arbeitsplätze davon abhängen. Die politischen Gegner erwarten damit sehr hohe steuerliche Einnahmeausfälle, welche die Bevölkerung ausgleichen muss. Auch viele Kantone befürchten einen massiven Rückgang an Steuereinahmen. Über die Annahme der Unternehmenssteuerreform III wird am 12. Februar 2017 abgestimmt.

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Steuerliche Abzugsfähigkeit von Bussen bei Unternehmen

Ein neues Gesetzt soll den Steuerabzug von Bussen unterbinden.

Ein neues Gesetz soll den Steuerabzug von Bussen unterbinden.

Seit geraumer Zeit wird stark diskutiert, ob Unternehmen allfällige Bussen und Prozesskosten beim Ausfüllen der Steuererklärung angeben und somit von der Steuer abziehen dürfen. Vor allem im Zusammenhang mit Banken und deren teils extrem hohen Bussen, Geldstrafen und weitere Sanktionskosten kommt dieses Thema immer wieder zur Sprache. Insbesondere auch deswegen, weil weder beim Bund noch bei den Kantonen ein explizites Gesetz exisitiert, dass einen solchen Abzug erlaubt oder verbietet. So gibt es in den Kantonen verschiedene Praxen.

Der Bundesrat möchte einen solchen Abzug unterbinden und nun explizit im Bundesgesetz verankern, sodass ein Abzug von Bussen nicht getätigt werden darf. Die Botschaft für eine solche Regelung wurde bereits verabschiedet. Jedoch wurden Prozesskosten vom Gesetzesentwurf ausgeschlossen, da dies einige praktische Schwierigkeiten ausweist und die Steuerbehörden je nach Fall beruteilen müssen, ob Prozesskosten nun abegozen werden können oder nicht.

Jedoch sind einige politische Parteien sowie insbesondere Wirtschaftsverbände und Bankenorganisationen gegen ein solches Gesetz. Als Grund geben die Gegner den Grundsatz der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit an. So wird die Leistungsfähigkeit durch Bussen vermindert, wodurch ein Verbot eines Abzugs gemäss diesen Parteien nicht gerechtfertigt ist.

Unternehmenssteuern – Die Schweiz im Vergleich zum Ausland

Steuererklärung Schweiz

Die Schweiz liegt bezüglich Steuerbelastung für Unternehmen unter dem Durchschnitt.

Für einen Staat ist es extrem wichtig, gegenüber anderen Staaten weltweit bestimmte Vorteile aufzuweisen, insbesondere bezüglich Steuerattraktivität für Unternehmungen. So werden regelmässig Studien durchgeführt, um das Steuersystem im Allgemeinen sowie die Steuerbelastung für Unternehmen international zu vergleichen.

In der neuesten Studie von PwC schnitt die Schweiz überdurchschnittlich gut ab. So liegt die Steuerbelastung für Unternehmen in der Schweiz deutlich unter dem weltweiten sowie europäischen Durchschnitt. In Zahlen bedeutet dies konkret, dass die Steuerbelastung für Unternehmen in der Schweiz bei 28,8% liegt, gleich hoch wie letztes Jahr. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 40,8%. Damit liegt die Schweiz weltweit aktuell auf dem 7. Rang. Günstiger kommt man in Luxemburg (20,8%), Kroatien (20,9%), Dänemark (25,0%) und Irland (26,0%) weg.

Einzig bezüglich Einfachheit des Steuersystems hinkt die Schweiz ein wenig hinterher. Hier liegt die Schweiz im weltweiten Vergleich auf Platz 18. Gründe dafür sind beispielsweise der administrative Aufwand für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer oder die Anzahl Zahlungen die ein Unternehmen tätigen muss. So kann das Ausfüllen der Steuerklärung trotz guter Bewertungen dennoch vereinfacht werden.

Grundsätzlich meinen Experten jedoch, dass die Schweiz auch nach der Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III ein attraktiver Steuerstandort bleiben wird.

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Steuerentlastung für Startups in Zürich

Steuererklärung Schweiz Startups

Jungunternehmer in Zürich werden nun steuerlich entlastet.

Seit einiger Zeit herrschte zwischen Startups und dem Kanton Zürich ein Steuerstreit, weil viele Unternehmensgründer der Meinung waren, dass der Kanton den Startups mit der hohen Steuerbelastung finanzielle Schwierigkeiten bereite und eine Entfaltung der Unternehmung behindere. Für viele Jungunternehmer war vor allem unbefriedigend, dass die Vermögenssteuern für die Aktien oftmals das Basiseinkommen der Unternehmer übersteigt.

Dem ist nun (vorerst) ein Ende gesetzt. Einige Züricher Investoren und Startup-Gründer zahlen nun ab sofort weniger Vermögenssteuern. So wird ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung erleichtert. Dies weil die Finanzdirektion bereits im März  beschlossen hat, Startups in den ersten drei bis fünf Jahren zum bedeutend tieferen Substanzwert zu besteuern und nicht wie bisher nach der Investitionssumme, also Gelder welche die Unternehmen durch Investoren erhalten haben. Zudem hat die Finanzdirektion per sofort einen neuen Beschluss erfasst, wodurch Jungunternehmen so lange günstig besteuert werden, bis sie repräsentative Geschäftsergebnisse vorweisen können. Demnach wird das Kapital von Investoren erst ab diesem Zeitpunkt steuerlich beachtet.

Generell hat der Kanton nun auch eine grundlegende Definition des Startup-Begriffs entwickelt in der es heisst, dass Startups Kapitalgesellschaften mit einem innovativen, oftmals technologiegetriebenen Geschäftsmodell sind und sich noch im Aufbau befinden. So sollen im Kanton Zürich nun mindestens gleich gute Bedingungen wie in anderen Kantonen herrschen.

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Unternehmenssteuer

Unternehmenssteuer

Wie wird ein Unternehmen besteuert?

Bei juristischen Personen werden Gewinn- und Kapitalsteuern erhoben. Alle Kapitalgesellschaften wie AG, GmbH, Genossenschaft, Stiftung oder Vereine sowie Bürgergemeinden und Korporationen sind verpflichtet sicher einmal im Jahr eine Steuererklärung mit sämtlichen Einlageblättern auszufüllen und diese innert sieben Monaten nach Geschäftsabschluss bei der Steuerbehörde einreichen.
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Veranlagungen werden bei Kapitalgesellschaften und Genossenschaften anhand von Erfolgsrechnung, Bilanz und Anhang vorgenommen. Jahresrechnungen die eingereicht werden müssen, gelten auch für Vereine, Stiftungen und die übrigen juristischen Personen. Das Geschäftsjahr bestimmt die massgebende Steuerperiode bei allen juristischen Personen.