Wie gehe ich beim Ausfüllen der Steuererklärung vor?

Wie gehe ich beim Ausfüllen der Steuererklärung vor?

1. Vorbereiten

Bevor du mit dem Ausfüllen der Steuererklärung beginnst, solltest du alle Unterlagen zusammensuchen.

Die folgenden Dokumente solltest du vor dir haben, wenn du das Steuerformular ausfüllst:

  • Lohnausweis(e), Belege über Arbeitslosenversicherungstaggelder, Erwerbsausfallentschädigungen und/oder Rentenzahlungen
  • Endjahresbank- und -postkontoauszüge
  • Wertschriften
  • Quittungen der Kinderkrippe
  • Belege für Arbeitswegkosten und auswärtige Verpflegung
  • Belege über Weiterbildungskosten
  • Quittungen Ihrer Spenden
  • Belege für die selbst bezahlten Krankheitskosten
  • Belege über den Liegenschaftsunterhalt, Umbauten und Mieteinnahmen
  • Belege für Einzahlungen an die Säule 3a
  • Belege über Schulden
  • die Vorjahressteuererklärung
  • die letzte definitive Veranlagung
  • evtl. Beleg für Unterhaltszahlungen

Wer die Steuererklärung elektronisch ausfüllt, spart zusätzlich Zeit und Aufwand. Die dazu benötigte Software kann man vom Internet herunterladen oder beim Steueramt auf einer CD-ROM beziehen. Noch bequemer geht es, wenn du wie etwa in den Kantonen Zürich und Bern, die Steuererklärung online ausfüllen kannst.

2. Steuererklärung ausfüllen

Beginne mit den Zusatzformularen, die du einreichen musst. Die dort berechneten Totalbeträge überträgst du in die Steuererklärung. Anschliessend gehst du diese Punkt für Punkt durch. Wenn du die Steuererklärung elektronisch ausfüllst, folgst du am besten den Anweisungen und der Reihenfolge im Programm. Konsultiere deine letzte Steuererklärung und die letzte definitive Steuerrechnung. Dort siehst du, wie du es das letztes Mal gemacht hast und ob das Steueramt es so akzeptiert hat. Verstehst du etwas nicht, lese zuerst die Wegleitung. Bringt diese dich nicht weiter, wende dich an dein Steueramt, denn dieses ist verpflichtet, Auskunft zu erteilen. Gib alle Einkünfte und Vermögenswerte im In- und Ausland an. Steuerhinterziehung lohnt sich nicht.

3. Steuererklärung einreichen

Die Steuererklärung muss in der Regel bis Ende März unterschrieben und mit allen Beilagen bei der Steuerbehörde eingereicht werden. Kannst du diesen Termin nicht einhalten, stelle rechtzeitig ein Gesuch um Fristerstreckung. Damit das Gesuch bewilligt wird, muss die Verlängerung vor Fristablauf beantragt werden.

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Was geschieht mit meiner Steuererklärung, nachdem ich sie ausgefüllt habe?

Was geschieht mit meiner Steuererklärung, nachdem ich sie ausgefüllt habe?

Seuererklärung fertig, was dann? Zuerst wird überprüft, ob die eingereichte Steuererklärung unterschrieben sowie vollständig und fristgerecht eingereicht worden ist. Anschliessend wird sie im elektronischen Veranlagungssystem erfasst und inhaltlich überprüft.

Sofern nötig nimmt die Steuerbehörde weitere Untersuchungen wie z.B. Einforderung von zusätzlichen Belegen vor. Danach setzt sie die Steuerfaktoren, d.h. das steuerbare Einkommen und Vermögen, fest.

Wird die Steuererklärung nicht rechtzeitig eingereicht, wird die steuerpflichtige Person gemahnt. Wenn sie trotz Mahnung ihre Steuererklärung nicht einreicht, werden ihre Steuerfaktoren nach Erfahrungszahlen, der Vermögensentwicklung und dem Lebensaufwand der steuerpflichtigen Person festgelegt, auch Ermessensveranlagung genannt. Zudem muss die steuerpflichtige Person wegen nicht Einreichung der Steuererklärung häufig eine Busse bezahlen.

Für mehr Informartion zum Ausfüllen deiner Steuererklärung kannst du dich an deine Gemeinde wenden!

Wie werden Lotterie- und Totogewinne besteuert?

Wie werden Lotterie- und Totogewinne besteuert?

Gewinne aus Glücksspielen in der Schweiz sowie im Ausland sind in allen Kantonen steuerpflichtig. Dazu gehören auch Gewinne aus Sportwetten. 35% des Gewinns werden vom Veranstalter der Lotterie als Verrechnungssteuer an die Eidgenössische Steuerverwaltung überwiesen. Diese wird bei korrekter Deklaration des Gewinnes in der Steuererklärung wieder zurückerstattet.

Die Steuersätze und steuerfreie Gewinne sind je nach Wohnkanton unterschiedlich.

Für mehr Informationen zum Ausfüllen deiner Steuererklärung kannst du dich an deine Gemeinde wenden!

Abzug von Spenden

Wenn du während des Jahres für gemeinnützige Organisationen Geld gespendet hat, darfst du den Betrag in der Steuererklärung abziehen. Welche Organisationen zugelassen sind, wie hoch der Pauschalabzug ist, wie viel maximal abgezogen werden kann und wie hoch die Spende mindestens sein muss, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich.

Spenden an Hilfswerke mit dem ZEWO-Gütesiegel

Spenden können sowohl bei der direkten Bundessteuer wie auch bei den Kantons- und Gemeindesteuern abgezogen werden, sofern sie an ein ZEWO-zertifiziertes Hilfswerk erfolgt sind.

Welche Spenden sonst noch abgezogen werden können, und wie du deine Steuererklärung ausfüllen musst, erfährst du bei deiner kantonalen Steuerverwaltung.

Wer ist für den Lohnausweis zuständig?

Für was wird der Lohnausweis benötigt und wer ist dafür zuständig?

Die Arbeitgeber sind verpflichtet, den Angestellten einen Lohnausweis auszustellen. Darin müssen sie sämtliche Vergütungen angeben.

Den Lohnausweis erhältst du in der Regel Anfang Jahr. Wenn er fehlerhaft ist, musst du den Arbeitgeber kontaktieren.

Wenn du mehrere Arbeitsstellen hast, musst du für jede Stelle einen Lohnausweis beilegen. Allenfalls muss der Lohnausweis bei einem früheren Arbeitgeber auch angefordert werden.

Unterschiedliche Regeln
Der Lohnausweis ist für den Arbeitnehmer bestimmt. Mehrere Kantone kennen die Lohnmeldepflicht. Dort müssen die Arbeitgeber den Lohnausweis direkt der kantonalen Steuerverwaltung zustellen.  Steuerpflichtige müssen ihren Lohnausweis nur noch dann beilegen, wenn ihr Arbeitgeber ausserhalb des Kantons ist.

Wir hoffen, dass wir dir beim ausfüllen deiner Steuererklärung behilflich waren!

Neue App hilft dir beim Ausfüller der Steuererklärung

Steuererklärungs App

Jetzt hilft dir eine App beim Ausfüllen der Steuererklärung!

Dank der neuen TaxitEasy App, die von der Firma TCO Technologies AG aus Flims lanciert wurde, wird das Ausfüllen der Steuererklärung jetzt noch einfacher. Nachdem du die App heruntergeladen hast musst du dein persönliches Profil erstellen. Danach werden dir einige Fragen gestellt zu Bereichen wie Einkünfte, Abzüge oder Vermögen. Anhand dieser Angaben werden die angegebenen Daten dann automatisch elektronisch in die passenden Zeilen auf der Steuererklärung eingetragen.

Mit der App kannst du notwendige Belege wie Lohnausweis, Krankenkassen-Abrechnung oder der Ausweis für die Säule 3a ohne Problem einscannen. So verlierst du den Papierkram nicht und hast alle wichtigen Belege zusammen. Nachdem alle Schritte erledigt sind, kannst du deine fertige Steuererklärung überprüfen, ausdrucken, unterschreiben und abschicken.

Für den Anfang wird die App in den Kantonen Zürich und St. Gallen getestet.

Wie melde ich unversteuertes Vermögen?

Stuererklärung ausfüllen Schweiz

Eine einmalige Selbstanzeige ist straflos.

In vielen Fällen müssen beim Ausfüllen der Steuererklärung neue oder sich ändernde Posten angegeben werden. Doch manchmal ist es der Fall, dass manche steuerpflichtige Personen über Einkommen und Vermögen verfügen, welches in den vergangenen Jahren nicht oder nur teilweise deklariert wurde und dies nun in der Steuererklärung angegeben werden soll. Im Prinzip handelt es sich hierbei um Steuerhinterziehung, was strafbar ist. Dennoch gibt es die Möglichkeit, sich selbst anzuzeigen. Bei einer solchen erstmaligen Selbstanzeige bleibt die Hinterziehung straflos. Zudem muss die Steuerverwaltung noch keine Kenntnis von der Hinterziehung haben. Dann bleibt die Selbstanzeige kostenlos. Des Weiteren wird eine Nachsteuer inklusive Verzugszinsen erhoben.

Wer sich im Rahmen einer straflosen Selbstanzeige selber anzeigen will, muss alle bisher nicht deklarierten Einkommens- und Vermögensbestandteile, wie zum Beispiel Liegenschaften oder Bankkonti offen legen. Zudem muss man vorbehaltlos mit der Steuerverwaltung kooperieren.

Für die Selbstanzeige gibt es keine Formvorschriften oder besondere Formulare. Um sich selbst anzuzeigen, müsssen alle Belege zusammengestellt und ein entsprechendes Schreiben an die Steuerverwaltung gerichtet werden. Somit reicht es nicht aus, die bisher verschwiegenen Posten einfach in der Steuererklärung aufzuführen. Der Hinweis muss explizit erfolgen. Es ist auch möglich, persönlich bei der Steuerbehörde vorzusprechen. Eine Begründung für die Steuerhinterziehung braucht es nicht, jedoch muss sie belegt werden.

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Kantone senken Ausgleichszinsen bei früher Steuereinzahlung

Viele Kantone haben ihre Ausgleichszinsen gesenkt.

Wie in vorherigen Artikeln erwähnt, hat es sich bisher gelohnt, die Steuern früh einzuzahlen und somit Zinsen gutgeschrieben zu bekommen. Diese waren im Vergleich zu Bankzinsen relativ hoch und somit lukrativ. Dem ist jedoch nicht mehr so. In diesem Jahr 2017 haben die meisten Kantone ihre Ausgleichszinsen, auch Vergütungszinsen genannt, weiter gesenkt.

Grund dafür sind vor allem die aktuelle Finanzpolitik, bei der Negativzinsen herrschen. Das führte gar soweit, dass der Kanton Zug beispielsweise letztes Jahr nicht nur seine Ausgleichszinsen gesenkt hat, sondern die Steuerzahler auch wissen liess, dass eine spätere Steuerbezahlung willkommen sei. Damit wollte die Steuerverwaltung verhindern, dass sich zu viel Geld auf ihren Konti häuft und somit übermässig Negativzinsen bezahlt werden müssen.

Diesem Beispiel folgten einige Kantone. Insgesamt haben 15 Kantone ihre Ausgleichszinsen gesenkt. Sechs Kantone gingen gar soweit, ihre Ausgleichszinsen auf Null zu senken, darunter der Kanton Bern. Die meisten Vergütungszinsen liegen nun zwischen 0 und 0,25 Prozent. Einzig der Kanton Appenzell Innerrhoden bezahlt einen Ausgleichszins von vergleichsweise hohen 1 Prozent.

Dolder Besitzer müssen Steuern in Millionenhöhe nachzahlen

Der Besitzer des Zürcher Dolder Hotel soll Steuern in Millionenhöhe nachzahlen.

Steuererklärung ausfüllen aber dennoch Steuern nachzahlen: Wenn etwas bei der Steuererklärung nicht stimmt, müssen in den meisten Fällen Steuern nachgezahlt werden. Dies kann an einem aktuellen Beispiel verdeutlicht werden.

Der Besitzer des berühmten Zürcher Nobelhotel „Dolder“ muss vermutlich Steuern in der Höhe von voraussichtlich 110 Millionen Franken nachzahlen. Dazu kommen wahrscheinlich noch Zinsen, Verfahrenskosten und Hinterziehungsbussen hinzu.

Bereits im Oktober 2015 hat das Steueramt des Kantons Zürich ein Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren eingeleitet. Dabei geht es um die Steuerjahre 2005 bis 2009.  Bei einer Hausdurchsuchung wurden nämlich Dokumente gefunden, welche belegen, dass der Besitzer einen Kunst- und Antiquitätenhandel betrieben hat, aber nicht in der Steuererklärung angegeben hat.

Zudem liegt der steuerrechtliche Wohnsitz des Betroffenen in Grossbritannien, weshalb er in der Schweiz nur beschränkt steuerpflichtig ist. Aus diesem Grund haben die Steuerbehörden eine Sicherstellungsverfügung in der Höhe von 205 Millionen Franken erlassen. Solche Verfügungen werden bei Steuerpflichtigen von Betreibungsämtern erlassen, damit mutmasslich geschuldete Steuern auch wirklich beglichen werden.

Steuervorauszahlung: Zinsen erhalten

Wer Steuern vorauszahlt, könne gute Zinsen erhalten.

Wer Steuern vorauszahlt, könne gute Zinsen erhalten.

Nicht mehr lange und dann heisst es wieder Steuerklärung ausfüllen und die Steuerrechnung bezahlen. Was viele nicht wissen: Man kann die Steuern vorauszahlen und erhält im Gegenzug sogar einen Zins, der im Vergleich zu Banken teils grosszügiger ausfällt.

Geld anlegen und Zins erhalten, dafür hat man ein Sparkonto, wo man zurzeit jedoch durchschnittlich gerade noch 0,01% Zins erhält. Einige Steuerverwaltungen hingegen gewähren bei Vorauszahlung von Steuergeldern teilweise Zinsen von bis zu 2%.

Jeder Kanton hat diesbezüglich eigene Regelungen. Zu den Kantonen, die am meisten Zins gewähren gehören momentan die Kantone Zug, Glarus und Obwalden mit 2%, in Zürich, Nidwalden und Neuenburg gibt es bis zu 1,5%.  In Baselland hingegen gibt es lediglich 0,2%. Solche Zinssätze sind gemäss dem Vergleichsportal comparis bei keiner Bank zu finden.

Somit ist es zu empfehlen, sich vor einer allfäligen Zahlung beim Steueramt zu informieren und allenfalls eine Vorauszahlung der Steuern zu vereinbaren.

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Steuerabkommen & Transparenz – Auslandsschweizer betroffen

Die Schweiz hat neue Steuerabkommen abgeschlossen.

Die Schweiz hat neue Steuerabkommen abgeschlossen.

Für das Schweizer Steuerrecht und das Steuersystem ist es extrem wichtig, mit anderen Staaten nebst der EU Steuerabkommen zu haben. Das soll einen regen Austausch von Steuer- und Finanzinformationen und somit Transparenz gewährleisten. In den vergangenen Tagen hat die Schweiz eine hohe Anzahl an solchen Steuerabkommen, vor allem mit Schwellenländern, abgeschlossen. Dies könnte für Auslandsschweizer pikante Folgen haben. Zu den Ländern, mit denen die Schweiz eine Vereinbarung bezüglich Steuertransparenz unterschrieben hat, gehören unter anderem Indien, Argentinien, Brasilien, Mexiko oder auch Südafrika. Weitere Abkommen mit Ländern wie Russland oder China stehen ebenfalls zur Diskussion.

Die neuen Vereinbarungen richten sich wie die Vorherigen nach dem lobalen Standard zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkunden (AIA). Somit liefert die Schweizer Regierung jedes Jahr Informationen bezüglich Bankverbindungen, Kontonummern, Verkaufserlösen etc. an die jeweiligen Partnerstaaten. Auch umgekehrt ist dies der Fall, jedoch weniger bedeutend da es im Vergleich weniger Schweizer Steuerpflichtige hat, die Konti in Ländern wie Argentinien oder Südafrika haben.

Nichtsdestotrotz sind bestimmte Auslandsschweizer betroffen, die im Ausland wohnen und dort steuerpflichtig sind, aber in der Schweiz noch Bankvermögen haben.  So wären auch undeklarierte Erbschaften betroffen. Auslandschweizer, die sich steuerscheu zeigen können allfällige Steuerprobleme mit einer vorläufigen Rückkehr in die Schweiz lösen.

Besteuerung von Wertschriften und Versicherungen

Steuererklärung Schweiz Wertschriften

Wertschriften und Versicherungen müssen versteuert werden.

Beim Ausfüllen der Steuererklärung ist es besonders wichtig alle Vermögenswerte aufzulisten, darunter fallen auch Wertschriften in Form von inländischen und ausländischen Aktien und Obligationen.

Prinzipiell gilt, dass Wertschriften der Vermögenssteuer unterliegen und die daraus resultierenden Erträge steuerpflichtig sind und so versteuert werden müssen, meist in Form der Verrechnungssteuer. Es gilt jedoch, dass so lange Kursgewinne von Aktien und Obligationen sich im Privatbesitz befinden, diese steuerfrei sind. Zinsen auf Sparkonti und Obligationen sowie Dividenzahlungen fallen hingegen unter die Einkommenssteuer. Dabei zählt man zum steuerbaren Einkommen die so genannte Brutto-Dividende dazu – also die Dividende vor Abzug der Verrechnungssteuer.

Der Handel mit den Wertpapieren sowie Versicherungsprämien hingegen werden als vom Bund erhobene Stempelabgabe besteuert. Hier wird zwischen verschiedenen Stempelabgaben unterschieden, so zum Beispiel die Emissionsabgabe (1%) bei Neusausgabe von Wertpapieren oder die Umsatzabgabe (1,5% – 3%). Bei den Versicherungsprämien gilt eine Stempelabgabe über 5% auf Prämienzahlungen der  Haftpflicht, Feuer-, Kasko- und Hausratversicherung. Lebensversicherungen sowie Kranken-, Unfall-, IV- und Arbeitslosenversicherungen sind davon ausgenommen.

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